Aktuell
Donnerstag, 08.10.2026 um 19:30 Uhr
Das politische Programm von BlackRock, Merz & Co.
Der von den USA beherrschte Finanzmarktkapitalismus fördert Sozialabbau, Kriege und autoritäre, politische Herrschaft. Vorreiter dieser Tendenzen ist der weltgrößte Finanzkonzern BlackRock aus den USA, für den Friedrich Merz jahrelang gearbeitet hat.
Die alte Weltordnung zerfällt vor unseren Augen: Die USA und Israel greifen den Iran an. Russland und China verbünden sich und lehnen die globale Vorherrschaft der USA ab. Die NATO-Staaten scheitern mit ihrem Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland. Durch die Unterstützung des Genozids in Gaza verliert der Westen an moralischer Glaubwürdigkeit. US-Präsident Donald Trump verunsichert die Europäer und droht, Grönland zu übernehmen, nachdem er in Venezuela den Präsidenten entführen ließ. Nach einem "Jahrhundert der Erniedrigung" steigt China zu einer neuen Supermacht auf. Der Historiker Daniele Ganser ordnet die chaotisch wirkende Gegenwart und zeigt die spannenden historischen Wurzeln, die uns in den aktuellen Machtkampf der drei Giganten USA, Russland und China geführt haben. Vor uns entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die das 21. Jahrhundert prägen wird.
Die Geschichte hinter dem Moment, der Amerika veränderte.
1955, Alabama: Rosa Parks weigert sich, im Bus ihren Sitzplatz zu räumen und wird zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Doch ihr Widerstand beginnt lange vor diesem Moment, der Amerika für immer verändert, und reicht weit darüber hinaus. In ihrer Autobiografie erzählt sie eindringlich von ihrer Kindheit im gewalt-geladenen Alabama, ihrer jahrzehntelangen Arbeit für die NAACP, vom Marsch auf Washington und den Hürden, die sich ihr als Schwarzer Frau in den Weg stellen - auch innerhalb der Bürgerrechtsbewegung.. In ihrer Autobiografie erzählt sie von einem Leben im Kampf gegen Rassentrennung und Ausgrenzung. Ein unverzichtbares persönliches Zeugnis.
Der renommierte israelische Menschenrechtsanwalt Michael Sfard zeigt, warum Israels Unterdrückung der Palästinenser*innen unlösbar mit dem Abgleiten in einen inneren Autoritarismus verbunden ist – ein beeindruckendes Plädoyer für Verständigung und eine Überwindung der Gewalt.
Als noch vor dem 7. Oktober 2023 Hunderttausende in Israel gegen die sogenannte »Justizreform« auf die Straße gingen, blendeten die meisten von ihnen aus, dass das, wogegen sie protestierten – Verlust der Gewaltenteilung und demokratischer Grundrechte –, ein paar Kilometer weiter bereits seit Jahrzehnten Realität ist; betrieben in systematischer Komplizenschaft von staatlicher Willkür und Siedlergewalt, von den israelischen Medien beschwiegen, von der jüdischen Bevölkerung verdrängt.
Vor mehr als zehn Jahren einigte sich die Welt in Paris auf ein Klimaabkommen, aber die Emissionen steigen weiter. Die Erneuerbaren boomen. Doch gleichzeitig wird mehr Kohle aus der Erde geholt als je zuvor. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Die Welt war nie gleich, aber wenn gerade mal 0,001 Prozent der Weltbevölkerung mehr besitzen als die ärmere Hälfte zusammen, dann nimmt die Ungleichheit monströse Züge an. Und wenn Trump, Netanjahu, Putin und Xi unverfroren Ansprüche auf fremde Territorien erheben, behandeln auch sie die Welt als Beute.
Die unterschätzte Abhängigkeit: Europas Suche nach eigenen Seltenen Erden
Seltene Erden sind Rohstoffe von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft des Westens. Auch in zahlreichen militärischen Technologien sind sie unentbehrlich. Weltweit größter Produzent von Seltenen Erden ist die Volksrepublik China, was ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit des Westens darstellt. Viel zu lange blieb dieses Problem unter dem Radar der politischen Entscheidungsträger.
Editorial
Der 11. September ist der Weltfriedenstag bzw. der Antikriegstag. Trotz allen Engagements für Frieden scheint es derzeit fast unmöglich, den
drohenden großen Krieg in Europa zu verhindern. Er wird kommen, »wenn denen, die ihn in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden«, warnte Bertolt Brecht schon 19521952. Es bleibt die Frage, wie das gelingen und das kriegerische Treiben gestoppt werden kann. Aber wahrscheinlich ist die einzige Antwort darauf das Nein der vielen, das der Schriftsteller Wolfgang Borchert bereits 19471947 einforderte, wenn wieder zum Krieg gerufen wird. Doch wo ist die Friedensbewegung, wie sie einst zu Millionen auf die Straßen ging?
Hier gehen wir sicher zugrunde und drüben nur vielleicht. In diesem Sinne wollen die drei arbeitslosen Wanderer ihrem Elend davonlaufen. Am liebsten würden sie nach Amerika aufbrechen. Aber gerade darin liegt das Problem: zu Fuß kann man den anderen Kontinent nicht erreichen, und ihr Geld reicht nicht einmal für einen Rettich. Da aber geschieht das Unfaßbare. Einer bekommt eine Hundertpfundnote geschenkt. Nun ist der Ozean kein unüberwindbares Hindernis mehr. Das große Abenteuer beginnt schon auf dem Schiff, erreicht seinen Höhepunkt in Buenos Aires und endet - in Würzburg.
Aus den Lehrjungen der ehemaligen Würzburger Räuberbande sind tüchtige Gastwirte, Gärtner, Lokomotivführer, Lederhändler und Familienväter geworden. Aber die Folgen des ersten Weltkrieges haben sie um ihre Existenzgrundlage gebracht. Als Männerquartett hoffen sie, sich eine Weile über Wasser halten zu können. Unerwartete Hindernisse sind zu überwinden, ehe sie in Ochsenfurt ihren ersten - und einzigen - Auftritt erleben. Hoffnungsträger sind ihre Kinder Thomas und Hanna, die sich für eine vernünftige und sozial gerechte Weltordnung engagieren. Leonhard Frank zeigt sich auch in diesem Roman als vorzüglicherErzähler und Zeitchronist.
Marcus Rediker beweist erneut seine überragende Kompetenz in der Geschichtsforschung von unten und begibt sich auf eine spannende Reise entlang der Küsten des Atlantiks, auf den Spuren derer, die bei ihrer Suche nach Freiheit alles riskierten.
»Freiheitsschiffe« beschreibt die dramatische Geschichte versklavter Afroamerikaner, die sich auf Schiffen versteckten, die sie in die Freiheit brachten. Bis zu 100.000 versklavten Menschen gelang die Flucht aus der Knechtschaft in den Südstaaten.





