Weltwirtschaftskrise

ABC der globalen (Un)Ordnung. Von »Anthropozän« bis »Zivilgesellschaft«. Hrsg. Claudia von Braunmühl, Heide Gerstenberger, Ralf Ptak und Christa Wichterich

Schien der Siegeszug der neoliberalen Globalisierung lange Zeit unaufhaltsam, ist seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 die Herausbildung eines neuen Typs der Globalisierung zu beobachten. Selbst bei den größten Befürworter innen weicht die einst vorherrschende Euphorie einer alle Regionen der Erde erfassenden Fortschrittsdynamik zunehmend der Panik angesichts der globalen Verwerfungen, die längst von der Peripherie ins Zentrum übergreifen.

Dabei ging die Globalisierung von Beginn an mit "Armut", "Geldwäsche", "Menschenhandel" und "Neokolonialismus" einher - das machte das im Jahr 2005 erschienene "ABC der Globalisierung" bereits deutlich. Mittlerweile hat sich die ökologische Krise verschärft, sind die sozio-ökonomischen Ungleichheiten weltweit größer geworden, machen Migrationsbewegungen das Elend großer Teile des globalen Südens unübersehbar und drängen Rassismus und Autoritarismus in allen Regionen der Welt an die Macht.

ISBN 978-3-96488-003-1     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Menschen neben dem Leben. Von Ulrich Alexander Boschwitz

"Eine wahnsinnig packende Wiederentdeckung." Hildegard Elisabeth Keller, SRF

Nach der spektakulären literarischen Wiederentdeckung von "Der Reisende" erscheint nun auch der erste Roman von Ulrich Alexander Boschwitz zum ersten Mal auf Deutsch. Im Berlin der Zwanzigerjahre porträtiert "Menschen neben dem Leben" jene kleinen Leute, die nach Krieg und Weltwirtschaftskrise rein gar nichts mehr zu lachen haben und dennoch nicht aufhören, das Leben zu feiern.

ISBN 978-3-608-96409-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Weltwirtschaftskrise, 1929-1939. Von Charles Kindleberger

90 Jahre Weltwirtschaftskrise: Die unübertroffene Gesamtdarstellung.
"Das beste Buch zu diesem Thema." John Kenneth Galbraith

Ein Jahrzehnt der Krise zwischen Börsencrash und Kriegsausbruch.

Der Börsencrash in den USA 1929 war das Ergebnis einer typischen Spekulationsblase. Doch in jener speziellen Situation setzte der Crash eine Abwärtsspirale in anderen Wirtschaftssektoren und Ländern in Gang: es folgten Bankenkrisen, Nachfrageschwächen, Arbeitslosigkeit und eine protektionistische Zollpolitik. Der Protektionismus galt den Staaten als Ausweg und so handelten sie nach dem Grundsatz "Ruiniere deinen Nächsten wie dich selbst".

ISBN 978-3-423-34962-8     16,90 €  Portofrei     Bestellen

Homo Empathicus. Von Sündenböcken, Populisten und der Rettung der Demokratie. Von Alexander Görlach

Populisten und "Strongmen" beschneiden Bürgerrechte, Menschen verlieren erst den Job, dann vielleicht das Zuhause und auf jeden Fall das Vertrauen in die Politik: Die Welt steckt nicht nur in einer Krise der Wirtschaft, sondern in einer Krise der Demokratie. Gibt es überhaupt noch Auswege oder ist es schon zu spät?

Alexander Görlach stellt diese Frage vor dem Hintergrund eines berühmten Aufsatzes von Ralf Dahrendorf und kommt zu überraschenden und vor allem konkreten Antworten. Der Publizist entlarvt das "Sündenbock-System", erklärt die Kraft neuer Narrative und stellt klar: Die Krise der Welt ist eine moralische Krise. Und nur ein Comeback der Moral und der Empathie kann aus der Krise herausführen. Ein Comeback, das nur dann gelingen wird, wenn der Mensch - wie bei Dahrendorf - wieder im Mittelpunkt steht, nicht mehr als Werkzeug oder Gegenstand, sondern als Homo Empathicus.

ISBN 978-3-451-38332-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Zeit der Unterhändler. Koordinierter Kapitalismus in Deutschland und Frankreich zwischen 1920 und 1950. Von Philipp Müller

Weder Kapitalismus noch Demokratie galten in den 1920er und 1930er Jahren als Pfeiler der Stabilität. Das begann sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu ändern. Dargestellt wird dieser Wandel in der Regel als Triumph von kapitalistischer Konsumgesellschaft und wohlfahrtsstaatlich gesicherter Demokratie über Faschismus und Kommunismus. 70 Jahre Bundesrepublik bieten Anlass, diese Sicht neu zu bewerten.

Hermann Bücher zum Beispiel, Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie, hielt Politiker für ökonomisch inkompetent und Parlamente für ungeeignet, um die wirtschaftlichen Grundlagen moderner Gesellschaften zu gestalten. Dennoch avancierte er nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Berater der ersten bundesdeutschen Regierung unter Konrad Adenauer. Wie kam es dazu, dass Akteure wie Hermann Bücher in Deutschland, genauso wie andere in Frankreich, demokratische Regierungen als Partner des Kapitalismus akzeptierten?

ISBN 978-3-86854-330-8     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck. Von Otto Nagel

Es ist die Zeit der Weltwirtschaftskrise in den ausgehenden 1920er Jahren. In Deutschland gibt es ca. zwei Millionen „ausgesteuerte“ Arbeitslose – Menschen, die keinerlei staatliche Unterstützung erhalten. Mit der Weltwirtschaftskrise verschärft sich ihre Situation dramatisch, da auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Erwerbsmöglichkeiten zusehends wegfallen. Otto Nagel schildert in seinem Roman diese ausweglose Situation am Beispiel der Hauptfigur Wilhelm Thiele und von dessen Freunden und Bekannten. Dreh- und Angelpunkt der spannend erzählten Einzelschicksale ist die im Berliner Stadtteil Wedding gelegene Kneipe „Das nasse Dreieck“. Frequentiert wird das Lokal vor allem von Arbeitslosen, Alkoholikern und Obdachlosen. Ihren Kampf ums nackte Überleben, den Abstieg in immer extremere Lebenssituationen beschreibt Otto Nagel mit großer Beobachtungsgabe und drastischer Detailtreue, ohne dabei zu moralisieren oder zu verurteilen.

ISBN 978-3-946327-10-3     15,00 €  Portofrei     Bestellen
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Sintflut. Die Neuordnung der Welt 1916-1931. Von Adam Tooze

Wie aus den Trümmern des Ersten Weltkriegs eine neue Welt entstand. Wie eine Sintflut riss der Erste Weltkrieg die alte Ordnung hinweg, wirbelte gesellschaftliche, politische und ökonomische Vormachtstellungen durcheinander, ließ ganze Reiche zerbrechen und neu entstehen. In einem weltumspannenden Panorama beschreibt Adam Tooze die fundamentalen Verschiebungen der Zwischenkriegszeit und legt dar, wie fatal sich vor allem die Rolle der USA auswirkte: Die neue Weltmacht scheiterte letztlich daran, dauerhaft für Frieden zu sorgen.

ISBN 978-3-570-55315-2     16,99 €  Portofrei     Bestellen

Früchte des Zorns. Von John Steinbeck

"Ein Roman, der so dicht und dabei so schrecklich ist, daß man vor der unmenschlichen Dimension des steinbeckschen Werks erschaudert." Stuttgarter Zeitung

Verarmte Landarbeiter finden in Oklahoma kein Auskommen mehr. Da hören sie vom gelobten Land Kalifornien und machen sich durch Hitze und Staub auf den Weg. Doch auch hier erfahren sie die Macht und Unterdrückung durch die Großgrundbesitzer.

John Steinbeck hat mit diesem Buch seinen literarischen Ruhm begründet. Das Echo in Amerika war bei der Veröffentlichung gewaltig: Gegenschriften wurden verfasst, Politiker und Erzbischöfe verdammten es, der Autor wurde als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt - und als Stimme der Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert.

ISBN 978-3-423-10474-6     12,90 €  Portofrei     Bestellen

Demokratie für morgen. Roadmap zur Rettung der Welt. Von Karl-Martin Hentschel

Demokratie hat Zukunft!
Die Welt bewegt sich trotz all der Mühe vieler engagierter Aktivisten, Autoren und Politiker immer weiter in die falsche Richtung. Die Schere zwischen Reichtum und Armut wird immer größer. Afrika wird weiterhin abgehängt. Rund um die EU rücken die Bürgerkriege immer näher: Afghanistan, Sudan, Mali, Libyen, Syrien, Ukraine. Der jahrzehntelange Siegeszug der Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg ist ins Stocken geraten.
Denn demokratische Grundlagen werden massiv bekämpft und in Frage gestellt. Werte, die diese Gesellschaft tragen, werden gezielt destabilisiert. Umso wichtiger ist es, dass die richtigen Fragen aufgeworfen und diskutiert werden. Karl-Martin Hentschel trägt mit seinem Buch dazu bei und gibt Denkanstöße für eine demokratische Erneuerung.

ISBN 978-3-86764-894-3     17,99 €  Portofrei     Bestellen

Die Herren des Geldes. Wie vier Bankiers die Weltwirtschaftskrise auslösten und die Welt in den Bankrott trieben. Von Liaquat Ahamed

Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis 2010!

Strong, Schacht, Norman und Moreau - ihre Namen sind Legende, ihr Vermächtnis die schlimmste Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts. Liaquat Ahamed schaut ihnen über die Schulter, im Jahr 1929 an der Klippe des Abstiegs vom rauschenden Boom der Zwanzigerjahre in die Weltwirtschaftskrise. Spannender als durch die Augen der beinahe mächtigsten Männer dieser Zeit lässt sich der komplette Zusammenbruch der Weltwirtschaft kaum erzählen. Auf der einen Seite Benjamin Strong von der Federal Reserve Bank of New York, dessen energisches Auftreten seine totale Überforderung kaschiert. Ihm gegenüber von der Bank of England der neurotische und geheimnisvolle Montagu Norman und Émile Moreau, der misstrauische und ausländerfeindliche Chef der Banque de France. Und dann noch Hjalmar Schacht, gleichsam arrogant wie streng, der brillante Reichsbankpräsident.

ISBN 978-3-89879-578-4     26,99 €  Portofrei     Bestellen

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