Literatur

Die Gedichte. Neue kommentierte Gesamtausgabe von Paul Celan

Lesen war für Paul Celan immer auch Erlebnis: Seine vielfältigen Lektüren von Büchern, Zeitschriften und Tagespresse waren ihm ebenso Ausgangspunkt für Gedichte wie persönliche Begegnungen und politische Ereignisse. Als 2003 erstmals eine kommentierte Gesamtausgabe von Celans Gedichten erschien, stand die Erschließung solcher Quellen noch am Anfang. Ausgaben der bedeutendsten Briefwechsel liegen inzwischen vor, die kritischen Werkausgaben sind vollendet, und die Erforschung von Celans Nachlassbibliothek mit seinen Lesespuren, Anstreichungen und Notaten, ist weit vorangeschritten.

ISBN 978-3-518-42797-2     78,00 €  Portofrei     Bestellen

Peter Hacks - Leben und Werk von Ronald Weber, Peter Hacks

Einer der größten deutschen Literaten des 20. Jahrhunderts - die Biografie. Für eine publizistische Arbeit um Auskunft zur Person gebeten, teilte Peter Hacks mit: "Er ist Schriftsteller; sein Leben enthält keine äußeren Ereignisse." Die pure Provokation und der selbstbewusste Verweis auf sein Werk, das ihn als einen der sprachmächtigsten Dichter des 20. Jahrhunderts ausweist. Der Platz, den der Dramatiker im Literaturbetrieb der DDR einnahm, sorgte allein schon für reichlich "äußere Ereignisse", zu denen Aufführungsverbote und legendäre Literaturstreits ebenso gehörten wie Gerüchte über "sein Leben als Schlossherr" und Nachreden als "Salonkommunist".

ISBN 978-3-359-01371-6     39,00 €  Portofrei     Bestellen

Franziska zu Reventlow Eine Biografie von Kerstin Decker.

Sie war der Stern der Münchner Boheme, Virtuosin der freien Liebe, Avantgardistin der Alleinerziehenden, Vorläuferin des modernen intellektuellen Prekariats und nicht zuletzt eine bis heute unterschätzte Schriftstellerin. Man hat in ihr die Urgroßmutter der sexuellen Revolution identifiziert, aber den Preis übersehen, den sie zahlte. Am 25. Juli 1918 stürzt Franziska zu Reventlow in Locarno vom Fahrrad. Nach einer Notoperation stirbt sie am frühen Morgen des 26. Juli 1918 an Herzversagen - 47 Jahre alt.

ISBN 978-3-8270-1362-0     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Schirrmacher. Ein Portrait von Michael Angele

Das Spiel mit der Macht. Frank Schirrmachers Biographie ist vielleicht die letzte, die man exemplarisch nennen muss: Michael Angele hat das erste Porträt des großen Journalisten, Herausgebers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Bestsellerautors geschrieben. Er zeichnet ein detailreiches Bild des Mannes, den man den "kindlichen Kaiser" nannte, ebenso wie ein Panorama der Medienlandschaft und Debatten dieser Zeit, die Schirrmacher entscheidend mitbestimmte. In der deutschen Mediengeschichte ist Frank Schirrmacher (1959--2014) eine singuläre Erscheinung. Weit über seine Funktion als Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hinaus wirkte Schirrmacher als Bestsellerautor in die deutsche Öffentlichkeit und ihre Debatten hinein.

ISBN 978-3-351-03700-0     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Uncreative Writing Sprachmanagement im digitalen Zeitalter. Erweiterte deutsche Ausgabe. Von Kenneth Goldsmith

In einer Welt, in der jeder Text überall und sofort verfügbar ist, geht es immer weniger um das Schaffen von Neuem als den Umgang mit vorhandenem Text. Kenneth Goldsmith fordert daher, die Möglichkeiten des Internets ernst zu nehmen, die unser Schreib- und Leseverhalten radikal verändern. Inspiration und Expression gehören der Vergangenheit an. Goldsmith fordert das Plagiat und bewusste Unkreativität als radikale Strategien zur Erweiterung der Literatur, die sich seit den Experimenten der klassischen Moderne nicht mehr weiterbewegt hat.

ISBN 978-3-95757-252-3     30,00 €  Portofrei     Bestellen

Lektüre & Revolte. Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition. Von Gerhard Hanloser

Die wichtigsten Schriften und Proklamationen der "Neuen Linken" transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als 'Lesebewegung' verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines 'oppositionellen Theoriemilieus' rangen Rudi Dutschke, Hans Jürgen Krahl, Ulrike Meinhof, Reimut Reiche und Karl Heinz Roth um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. In Kommunen, mit Betriebsarbeit und "bewaffnetem Kampf" sollte dies als Fundamentalopposition bewerkstelligt werden.

ISBN 978-3-89771-246-1     9,80 €  Portofrei     Bestellen

Träumer - Als die Dichter die Macht übernahmen von Volker Weidermann

1919, Revolution in München - und alle sind vor Ort: Ernst Toller, Thomas Mann, Erich Mühsam, Rainer Maria Rilke, Gustav Landauer, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer, Klaus Mann ...
Wann gab es das schon einmal - eine Revolution, durch die die Dichter an die Macht gelangten? Doch es gibt sie, die kurzen Momente in der Geschichte, in denen alles möglich erscheint ...Von einem solchen Ereignis, der Münchner Räterepublik zwischen November 1918 und April 1919 erzählt Volker Weidermann im Stil einer mitreißenden Reportage, bei der der Leser zum Augenzeugen der turbulenten, komischen und tragischen Wochen wird, die München, Bayern und Deutschland erschütterten.

ISBN 978-3-462-04714-1     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Heinrich Böll und die Deutschen von Ralf Schnell

Eine scharfsinnige Studie zum 100. Geburtstag eines der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands. Heinrich Böll (1917-1985), geboren in Köln, im Zweiten Weltkrieg einfacher Soldat, nach 1945 Repräsentant der "Trümmerliteratur", Autor bedeutender Romane, kritischer Intellektueller mit hoher öffentlicher Wirksamkeit und Literaturnobelpreisträger des Jahres 1972. Wie hielt es der Schriftsteller Böll mit den Deutschen, und wie hielten es die Deutschen mit ihm?Ralf Schnell, ausgewiesener Kenner der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, ist Mitherausgeber der Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls.

ISBN 978-3-462-04871-1    19,00 €  Portofrei     Bestellen

Mut und Melancholie Heinrich Böll, Willy Brandt und die SPD. Eine Beziehung in Briefen, Texten, Dokumenten von Norbert Bicher

Heinrich Böll, der am 21. Dezember 2017 hundert Jahre alt geworden wäre, und Willy Brandt sind Ikonen der bundesrepublikanischen Geschichte. Die Dokumentation zeichnet erstmals ihr Verhältnis nach, das von tiefer Sympathie, gegenseitiger Unterstützung und politischer Selbstbehauptung geprägt war. Sie standen nach dem Krieg für ein anderes Deutschland, wagten beide "mehr Demokratie" und wurden dafür in beispielloser Weise diffamiert. Trotz eines Hangs zur Melancholie, den sie teilten, resignierten sie nie.

ISBN 978-3-8012-0512-6     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind. Die Kriegstagebücher 1943-1945 von Heinrich Böll

Die Sensation: bisher unveröffentlichte Tagebücher aus dem Krieg von Heinrich Böll.. Das hat man so noch nicht gelesen: Knapp, assoziativ, stellenweise geradezu lyrisch notiert Heinrich Böll, was ihn in den letzten Kriegsjahren beschäftigt, quält und am Leben hält.Anders als in den Kriegsbriefen, die zusammenhängend beschreiben, was ihm widerfuhr, aber die Zensur passieren mussten, hält er hier stichwortartig fest, was den einzelnen Tag bestimmte und innerhalb der grausamen Kriegsroutine an der Front und in der anschließenden Kriegsgefangenschaft zu etwas Besonderem machte.

ISBN 978-3-462-05020-2     22,00 €  Portofrei     Bestellen

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