Politische Theorie

Ökosozialismus INTRO - Eine Einführung. Von Alexander Neupert-Doppler

Ein kleines Gespenst geht um in den Debatten - das Gespenst des Ökosozialismus. Rechtspopulist:innen werfen grünen Parteien Ökosozialismus vor, diese distanzieren sich. Sogar der Papst weiß: »Diese Wirtschaft tötet«, aber was ist die Alternative zum fossilen Kapitalismus? Seit den 1970er-Jahren diskutieren Philosoph:innen und Ökolog:innen, Anarchist:innen und Marxist:innen, Aktivist:innen und Sozialdemokrat:innen, Feminist:innen und Grüne über die Utopie des Ökosozialismus. Was sind ihre Kritiken am kapitalistischen Wachstum ? Wie sollten sich Ökosozialist:innen organisieren? Taugt der Ökosozialismus als Motivation für eine nachhaltige Gesellschaft? Geht es um Revolution oder Transformation? Welche Bedürfnisse drücken sich in der Rede von einem system change aus?

ISBN 978-3-85476-918-7     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Kampf der Systeme. Die amerikanisch-chinesischen Beziehungen im Zeitalter des strategischen Wettbewerbs. Von Li Wei

In Zusammenarbeit mit führenden chinesischen Verlagen werden grundlegende und einflussreiche Werke, die den Diskurs in China prägen, erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Im Zuge des seit Beginn des neuen Jahrhunderts immer schneller werdenden Aufstieg Chinas erlebt das Verhältnis zwischen China und der Welt Veränderungen von historischem Ausmaß. Durch seine Reform- und Öffnungspolitik integrierte sich China schrittweise in das bestehende internationale System. Li Wei konzentriert sich in seiner vorliegenden Studie auf die Veränderungen in den amerikanisch-chinesischen Beziehungen, die sich aus der neuen Rolle Chinas in der Welt ergeben. 

ISBN 978-3-8382-1672-0     39,90 €  Portofrei     Bestellen

PRISM. Ein Lehrstück für unsere Demokratie. Aus dem Versagen lernen: Wie uns die NSA-Affäre bei Corona helfen kann. Von Bernd Liske

Die deutsche Geschichte kennt viele Geschichten des Versagens. Ob die Geschichte einmal die gegenwärtige Corona-Pandemie hinzuzählen wird, ist noch nicht entschieden. Wenn es heißt, Geschichte wiederholt sich, dann gibt es dafür einen systemischen Grund: Verhaltensmuster wiederholen sich. Insofern ist es immer wieder hilfreich, Geschichte zu reflektieren. Ohne Zweifel ist die NSA - Affäre von 2013 eine Geschichte des Versagens. Die Enthüllungen von Edward Snowden dominierten über Monate die politische Diskussion in Deutschland. Aber die fehlende Erfahrung in souveränem Handeln und die politische Kultur führten dazu, dass sich die Regierung aus CDU und FDP und die Oppositionsparteien in gegenseitigen Schuldzuweisungen ergingen und die Affäre letztendlich zu einer großen Unterhaltungsshow wurde, aus der nur wenig Substanzielles hinsichtlich eines mehr an Sicherheit erwuchs.

ISBN 978-3-7526-0933-2     24,90 €  Portofrei     Bestellen

Imperialismus. Von Frank Deppe, David Salomon und Ingar Solty

Imperialismus definieren die Autoren als eine 'offene oder latente Gewaltpolitik zur externen Absicherung eines internen Regimes' und als zentralen Bestandteil der territorialen Reproduktion des Kapitalismus. Verabschieden sie damit die Sichtweise, Imperialismus sei ein Stadium der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, so zeigen sie jedoch, dass sich aus der polit-ökonomisch begründeten Analyse schlüssige Einsichten auch in gegenwärtige weltwirtschaftliche und -politische Abläufe ergeben. Klassische Imperialismustheorien (J. A. Hobson, Rudolf Hilferding, Joseph Schumpeter, Karl Kautsky sowie W. I. Lenin und Rosa Luxemburg) werden ebenso berücksichtigt wie Beiträge aus der aktuellen Debatte (Leo Panitch, Sam Gindin oder David Harvey).

ISBN 978-3-89438-439-5     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Klassen sehen. Soziale Konflikte und ihre Szenarien. Hrsg. Drehli Robnik

Klasse ist nie ganz da, aber immer wirksam. Es gibt sie als stets vorausgesetzte Einteilung und im Klassenkampf. Und es gibt Klasse vermittels von 'Bewusstsein', sei dieses nun Stolz oder Analyse, indiskrete Scham des Proletariats oder konkrete Schamlosigkeit der Bourgeoisie. Solche Aspekte von Klasse werden in diesem Band anhand von Wohnbauplanung, Kunst und Medien untersucht. Es geht um Kapitalien und Wir/Sie-Grenzen, politische Anschlüsse und soziale Ausschlüsse in Bauten, Bildern und Ausbildungsprozessen.

ISBN 978-3-89771-084-9     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós. Von Alexander Neupert-Doppler

Die Geschichte aller Befreiungsbewegungen ist die Geschichte ergriffener und verpasster Gelegenheiten. Was bedeutet es aus Sicht der politischen Philosophie eine Gelegenheit zu erkennen, zu erfahren und zu ergreifen?

Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist die europäische Idee einer objektiven Notwendigkeit des Fortschritts in der Geschichte haltlos geworden. Im rasenden Stillstand der Postmoderne schwand auch der Glauben an deren subjektive Machbarkeit. Folgen sind Kritik- und Utopielosigkeit, die Ideologie vom Ende der Geschichte.

ISBN 978-3-85476-696-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Doppelcharakter der Demokratie. Zur Aktualität der politischen Theorie Franz L. Neumanns in der Krise. Von Felix Sassmannshausen

Die These, die in dieser Arbeit ausgehend von einer historischen Rekonstruktion der politischen Theorie Neumanns begründet wird ist, dass diese Interdependenzen besser in den Blick genommen werden können, wenn der Zugang aus dem Verhältnis von konkreten Krisenmaßnahmen und gesellschaftstheoretisch durchdrungenen inneren Widersprüchen moderner Kategorien - insbesondere zwischen formalen und sozialen Bestimmungen - entwickelt wird. Demokratiegefährdende Dynamiken erscheinen dann nicht als exogene Schocks, sondern als spezifischer Ausdruck innerer Widersprüche der kapitalistischen Vermittlung sozialer Verhältnisse.

ISBN 978-3-86331-527-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Gebrauch der Körper. Von Giorgio Agamben

Der Abschluss der großen Homo-Sacer-Reihe - der bedeutendste lebende Philosoph Giorgio Agamben legt den letzten Band seines Lebenswerkes in einer gegenüber der italienischen Originalfassung erweiterten Ausgabe vor.

"Mehr als ein Mal hat Agamben Giacomettis Behauptung zitiert, dass man ein Werk niemals beenden könne, sondern nur aufgeben. Wenn das Homo-Sacer-Projekt nun aufgegeben wird, dann im Sinne Giacomettis: mit Meisterschaft." Adam Kotsko, Boston Review

Giorgio Agambens "Homo Sacer" ist eines der wegweisenden Werke der politischen Philosophie der letzten Jahrzehnte, in dem er mit überwältigendem Ehrgeiz die tiefsten Grundlagen des westlichen politischen Denkens untersucht. Mit dem neunten und letzten Band in dieser Reihe reflektiert Agamben die Herausforderungen und Auswirkungen seines Werkes und beschreitet gleichzeitig neue Wege.

ISBN 978-3-10-002451-0     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Mittel ohne Zweck. Noten zur Politik. Von Giorgio Agamben

Warum konstituiert der Ausnahmezustand die Grundstruktur einer jeden staatlichen Ordnung? Weshalb hat der Begriff 'Menschenrechte' ausgedient? Was hat die Ununterscheidbarkeit von Öffentlichem und Privatem zur Folge? Inwiefern ist das "Lager" der biopolitische "nomos'"der Moderne? Was wäre der Ort und was der Raum einer künftigen "polis"?

Die hier versammelten Texte formulieren eine radikale Kritik von Politik im Zeitalter entleerter Kategorien. Im Rückbezug auf Hannah Arendt, Carl Schmitt und Michel Foucault skizziert Giorgio Agamben neue Perspektiven des Politischen im Kontext der heutigen demokratisch-spektakulären Gesellschaften.

ISBN 978-3-935300-10-0     19,95 €  Portofrei     Bestellen

Intersektionalität. Von Christopher Sweetapple, Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter

Intersektionalität wurde in der Bundesrepublik bereits seit den frühen 1990er-Jahren von Linken eingefordert, die als Jüdinnen, People of Color und/oder Menschen mit Behinderung ihre Situation als Mehrfachdiskriminierte im Ein-Punkt-Aktivismus etwa der Frauen- und Homobewegung nicht berücksichtigt sahen. Der deutschsprachige akademische Betrieb griff solche Kritik erst mit zehnjähriger Verspätung auf und behandelt sie zumeist als reinen Theorie-Import aus den USA. Heute erfährt der vor allem im queerfeministischen Spektrum of Color verbreitete intersektionale Ansatz, der den gängigen Rassismus thematisiert, zum Teil heftigen Widerspruch nicht nur – erwartbar – von rechts, sondern auch von links. Der Vorwurf lautet, hier werde «Identitätspolitik» zulasten eines Engagements für eine grundlegend andere, bessere Gesellschaft betrieben.

ISBN 978-3-89657-167-0     12,00 €  Portofrei     Bestellen

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