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Freiheit (Thema)
Auf dem Weg zu einem neuen Freiheitsverständnis: die Aktualität von Hannah Arendts politischer Philosophie im Kontext aktueller Krisen.
Hannah Arendt gilt als eine der einflussreichsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts - doch die Frage nach der Modernität ihrer Ansätze ist umstritten. Bruno Heidlberger interpretiert das Werk Arendts mit Blick auf die Fragilität spätmoderner Massen- und Konsumgesellschaften und macht dadurch ihre ungebrochene Aktualität sichtbar.
»Was wir jetzt mehr denn je brauchen, ist eine neue Kritik der Technologie, der Erfahrung des technischen Lebens.« Das hat der Philosoph Achille Mbembe bereits 2018 in einem Interview erklärt. Das gilt umso mehr angesichts des Propagandaschauspiels, mit dem uns seit einigen Jahren ein neues Macht- und Profitmittel verkauft wird: die sogenannte künstliche Intelligenz (KI). Mit dieser wurde eine neue Entwicklungsstufe des Kapitalismus eingeleitet, die Folgen für alle Bereiche der Gesellschaft hat und offenbar von niemandem haltmacht.
In den kommenden Jahren werden entscheidende Weichen in den Bereichen Digitalisierung und künstliche Intelligenz gestellt, die die Entwicklung unserer Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Um politisch in diese Veränderungen eingreifen zu können, braucht es ein Verständnis algorithmischer Systeme als zentrale Treiber dieses Prozesses, eine Beschäftigung mit ihrer Funktionsweise und Wissen darüber, wie sie konkret daran beteiligt sind, unsere Welt zu verändern.
Mithilfe einer Kombination aus praktischen Beispielen und einem Rückgriff auf liberale, marxistische und poststrukturalistische politische Theorien wird diese in aktuellen Debatten vernachlässigte stille Revolution nachvollzogen und gezeigt, welche Kämpfe angenommen werden müssen und was wir zu gewinnen haben.
GIORDANO BRUNO - BEWUNDERT, VERFOLGT, VERBRANNT - LEBEN UND STERBEN DES BERÜHMTESTEN KETZERS
Mehr Freiheit geht nicht, und mehr Verfolgung auch nicht: Giordano Bruno (1548 - 1600) lehrte, dass der unendliche Kosmos einer Vielzahl von Welten Raum bietet und dass auch das menschliche Denken durch nichts begrenzt wird. Mit dieser Botschaft zog er durch Europa, um die in religiöse «Eseleien» zerrissene Welt zu einen. Volker Reinhardt ist ihm dabei auf der Grundlage neuer Quellen gefolgt. Seine Biographie des faszinierenden Freigeistes ist zugleich das Porträt eines inquisitorischen, rechthaberischen Jahrhunderts, das uns gerade heute eine Mahnung sein sollte.
Wenn die heutige Gesellschaft von Ware, Wert, Geld und abstrakter Arbeit beherrscht wird, welche Subjektform entspricht ihr?
Anselm Jappe verbindet die Erkenntnisse der Wertkritik mit denen der Psychoanalyse, von Freud über Erich Fromm und Herbert Marcuse bis zu Christopher Lasch, und zeigt, dass der Narzissmus das psychische Gegenstück zum Warenfetischismus ist. Das Subjekt ist kein freies und autonomes Individuum, sondern das Substrat der Verinnerlichung kapitalistischer Zwänge und ihrer Tendenz zur Entgrenzung.
Außer Che Guevara ist kein anderer lateinamerikanischer Freiheitskämpfer so oft abgebildet, verklärt und umgedeutet worden wie Simón Bolívar. Norbert Rehrmanns Standardwerk über die Ikone der Rebellion, den brutalen Kriegsherrn - und vor allem den langlebigen politischen Mythos.
Als Hugo Chávez sein Land im Jahr 2000 in »Bolivarische Republik Venezuela« umtaufte, berief er sich explizit auf das Erbe des »Libertador«, des Amerika-Befreiers Simón Bolívar (1783-1830). Doch worin bestand das Projekt Bolívars - und ist es kompatibel mit der Politik des 21. Jahrhunderts?
STELL DIR VOR, ES IST KRIEG UND KEINER GEHT HIN.
Diese Worte sind aktueller denn je. In einer Zeit, die durch mächtige Kräfte voll und ganz auf Krieg programmiert wurden, entstand die einzigartige Idee, das wahrscheinlich größte Friedensbuch unserer Zeit entstehen zu lassen. Erstmalig beziehen einhundert bekannte Persönlichkeiten mutig und engagiert Stellung im Namen des Friedens.
Eine Enzyklopädie der neuen Zeit, die auf perfekte Weise Ratio mit Emotio verbindet und so einen Türöffner für Veränderung bildet hin zu mehr Liebe und Fülle im Leben.
Lilly Gebert ist die Stimme einer neuen Generation. Sie weiß: Da draußen gibt es so viel mehr! Das Einzige, was uns von dieser Fülle abhält, ist unser Mangel an Vorstellungskraft und Sehnsucht. Wenn beides fehlt, bleiben wir im ewigen Film des nicht gelebten Lebens hängen. Damit dieser Film endlich endet und unsere Lebendigkeit zurückkehren kann, stellt sich die Frage: Was befeuert sowohl Vorstellungskraft als auch Sehnsucht?
Johannes Gottstein flieht 1796 aus Deutschland nach New York. Der junge Pfarrer war zu freigeistig, wurde exkommuniziert. In den frisch gegründeten USA soll «John» eine Expedition des vermögenden Oliver Hancock begleiten, der ein rätselhaftes Tier aufspüren will, von dem man bisher nur Knochen findet: das «American Incognitum», ein Mammut, das in einem unzugänglichen Landstrich lebt, und dessen Entdeckung Reichtum, ja ewigen Ruhm verheißt.
»Europa hatte keinen Che Guevara … es hatte Mikis Theodorakis.« Roger Willemsen
Der »Sirtaki« war eigens für den Zorbas-Film kreiert worden, aber die darin verarbeitete Volksmusik stammte aus einem umfangreichen Reservoir an Musik, die Theodorakis studiert und analysiert hatte und in sich trug – ein Fundus, aus dem Theodorakis auch später schöpfte, wenn er seine großen klassisch-modernen Werke schrieb, seine Sinfonien, seine Opern, das Oratorium »Axion Esti«, seine erfolgreichen Ballett-Musiken, Musik für Theater.
Musik, die Teil des Lebens breiter Schichten der Bevölkerung ist, auch anderswo auf der Welt, das fand immer wieder Theodorakis‘ Interesse.
