1.Weltkrieg

Golgatha. Ein Kriegsroman. Von Peter Schmitz

Peter Schmitz Roman Golgatha, 1935 im deutschsprachigen Belgien erschienen, blieb, weil verboten, in Deutschland unbekannt. Die Nazis haben nach dem Überfall auf Belgien alle Exemplare vernichtet und das Grab des Verfassers geschändet. Die antimilitaristische Botschaft ist unübersehbar und der nicht einmal antiquarisch zu erwerbende Roman eine Entdeckung. Wohl noch nie, urteilte ein Zeitgenosse, wurde ein Buch geschrieben, das in so packender Weise die Unmenschlichkeit des Kriegsirrsinns aufzeichnet und charakterisiert. Kein bisher erschienenes Werk ist geeigneter, den Abscheu gegen den Krieg in die breite Volksmasse zu tragen wie das neue Buch Golgatha.

ISBN 978-3-943425-32-1     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Metzelsupp und Marschgetös. Eine Pfälzer Familiengeschichte 1900-1970. Von Wolfgang Liesigk

Wolfgang Liesigk, 1946 in Landau/Pfalz, schlägt in seiner pfälzischen Familienbiographie einen weiten Bogen vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik. Alltagserlebnisse, Schicksalsschläge und Gepflogenheiten verknüpft er so mit historischen Ereignissen und Entscheidungen, als sei alles erst gestern geschehen. Die Unmittelbarkeit der Schilderung rückt die Vergangenheit nahe an den Betrachter heran und lädt ihn ein nachzuempfinden, wie es wirklich gewesen ist. Der Autor gewährt einen wichtigen Einblick in die Zeit des Ersten Weltkrieges und der Weimarer Republik. Und er führt vor Augen, wie auch im Dritten Reich, Zweiten Weltkrieg und danach in einem überwiegenden Maße in vielen deutschen Familien jene Mentalität vorgeherrscht hat, die auch heute nicht gänzlich überwunden ist. Ein Buch, weit über die Region hinaus von Bedeutung.

ISBN 978-3-949116-03-2     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Schriften über Krieg und Christentum. Militia Christi (1905) und Texte mit Bezug zum Ersten Weltkrieg. Von Adolf von Harnack

Adolf von Harnack (1851-1930), herausragender Vertreter der liberalen Theologie im Kaiserreich, schrieb noch 1907: "Wie armselig ist doch der Mensch, der im Patriotismus sein höchstes Ideal erkennt oder im Staat die Zusammenfassung aller Güter verehrt! Welch ein Rückfall, nachdem wir in dieser Welt Jesus Christus erlebt haben! Wir sollen mit aller Kraft die christliche Einheit des Menschengeschlechtes erstreben." Anfang August 1914 verfasste der Gelehrte einen Entwurf für die Kriegsrede des Monarchen mit entgegengesetztem Tenor: "Gott der Herr hat das deutsche Volk erschaffen, damit es den Beruf auf Erden erfülle, zu dem Er es verordnet hat. Das wollen die Feinde verhindern. Wir aber antworten mit dem Rufe: Auf! Zu den Waffen! Gott will es!" 

ISBN 978-3-7534-1759-2     15,90 €  Portofrei     Bestellen

Frieden im Niemandsland. Die Minderheit der christlichen Botschafter im Ersten Weltkrieg. Hrsg. Peter Bürger

Die großen Kirchen in Deutschland folgen zu Beginn des 20. Jahrhunderts einem nationalen, staatskirchlichen Paradigma und unterstützen dann mit ihrer "geistlichen Assistenz" das militärische Massenmorden 1914-1918. Pazifistinnen hatten seit zwei Jahrzehnten angesichts von Militarismus und Aufrüstung vor einem großen Krieg gewarnt. Christliche Stimmen, eine Minderheit in der Minderheit, sind beteiligt. Sie setzen am Vorabend des 1. Weltkrieges auf eine völkerübergreifende Ökumene und entlarven das kriegstrunkene Nationalkirchentum als Gotteslästerung. Die Militärreligion bleibt übermächtig, doch bisweilen kommt es zu Unterbrechungen der Gewalt.Mit Blick auf eine rasante Hochrüstungspolitik unserer Tage und neue Tötungstechnologien dürfen die Kirchen mit der Rückkehr zur Friedensbotschaft des Jesus von Nazareth nicht länger warten.

ISBN 978-3-7534-0205-5     18,90 €  Portofrei     Bestellen

Dein ist das Reich. Von Katharina Döbler

Ein ungewöhnlicher Familienroman über ein verschwiegenes Kapitel deutscher Geschichte: die Beziehung zwischen christlichem Sendungsbewusstsein, Kolonialismus und Rassismus.

Die Familienerzählungen, die vom ländlichen Bayern an die Südsee führten, waren so behaftet mit Unglück und Nostalgie, dass sie, die Nachgeborene, sie stets von sich wies. Zumal die Großeltern auf der falschen Seite standen: Sie waren Kolonialisten, und zwar überzeugte. Doch jetzt will die Enkelin mehr wissen, sichtet die Spuren, die der Kolonialismus und zwei Kriege in ihrer Familie hinterlassen haben. Immer deutlicher entrollt sich vor ihr die exotische Welt Neuguineas, in die ihr Großvater Johann als abenteuerlustiger Missionar auszog, um die Heiden im "Kaiser-Wilhelmsland" zu bekehren. 

ISBN 978-3-546-10009-0     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Katholizismus und Erster Weltkrieg. Forschungen und ausgewählte Quellentexte. Von Wilhelm Achleitner, Heinrich Missalla und Thomas Ruster

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges ist der Katholizismus in Deutschland mit seinem Lieblingsthema beschäftigt: mit sich selbst. Die Moraltheologen haben ihre Lehren längst der Machtdoktrin des preußisch dominierten Kaiserreiches angeglichen. Als Wilhelm II. zu den Waffen ruft, übernehmen die Oberhirten bedenkenlos die staatliche Behauptung, es handele sich um eine gerechte Verteidigung gegen Angreifer. Viele kriegstheologische Beiträge der Bischöfe wirken heute wie bösartige Karikaturen auf das Christentum, verfasst von Feinden der Kirche. Die Bergpredigt Jesu wird 1914-1918 zensiert.

ISBN 978-3-7534-2805-5     19,80 €  Portofrei     Bestellen  
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Katholische Diskurse über Krieg und Frieden vor 1914. Ausgewählte Forschungen nebst Quellentexten. Hrsg. Peter Bürger

Dieser 1. Band der Reihe "Kirche & Weltkrieg" erschließt katholische Kriegsdiskurse zwischen 1866 und 1914 über Forschungsbeiträge, regionale Studien und zentrale Quellentexte. Eine Völkerrechtsinitiative auf dem I. Vatikanum verpufft wegen der Selbstbezüglichkeit der Papstkirche. Der ultramontane Jesuit Pachtler legt 1876 noch eine scharfe Kritik des Militarismus vor: "Die Eroberungspolitik ist ein Verbrechen, wie der Straßenraub; der Mörder von hunderttausend Menschen ist hunderttausend Mal schuldhafter, als der Eines Menschen." Am Vorabend des 1. Weltkrieges legen dann moderne Moraltheologen schludrige Expertisen vor, die u.a. den Kolonialismus rechtfertigen und dem Kaiserreich nur willkommen sein können.

ISBN 978-3-7526-7268-8     14,80 €  Portofrei     Bestellen  
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Protestantismus und Erster Weltkrieg. Aufsätze, Quellen und Propagandabilder. Hrsg. Peter Bürger und Ulrich Hentschel

Die Kriegsreligion eines "deutschen Gottes" steigert sich schon 1914-1918 im protestantischen Staatskirchentum zu einem Wahngebilde, das mit Jesus von Nazareth nichts mehr zu tun hat. Aggressive Militärdoktrinen des Kaiserreiches und Populärdarwinismus gelten den beamteten Theologen als "christliche Ethik". Schließlich behaupten ungezählte Prediger, das Massenmorden sei ein "Werk der Liebe", und belügen die Trauernden mit schwülstigen Phrasen des Opferkultes. Historische Aufklärung tut not.

ISBN 978-3-7526-0414-6     17,80 €  Portofrei     Bestellen  
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Die Wunden des Staates. Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914-1938. Von Verena Pawlowsky und Harald Wendelin

Das Buch nimmt die Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs in den Blick. Es rekonstruiert die Entwicklung des normativen Rahmens, innerhalb dessen die Versorgung von Kriegsbeschädigten, Kriegerwitwen und Kriegswaisen in der Habsburgermonarchie und in der Ersten Republik organisiert war. Ganz wesentlich beeinflusst wurde dieser Rahmen nach dem Krieg von den Kriegsopfern selbst, die über ihre Vertretungsorgane in einer bis dahin unbekannten Weise auf Augenhöhe mit dem Staat verhandelten. Das österreichische Invalidenentschädigungsgesetz von 1919 war europaweit einzigartig. Das Versorgungssystem für Kriegsopfer umfasste neben Renten auch viele sozialfürsorgerischer Maßnahmen. Verena Pawlowsky und Harald Wendelin analysieren die Entstehung dieses Systems als einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum modernen Sozialstaat.

ISBN 978-3-205-79598-8     55,00 €  Portofrei     Bestellen  
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