Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart - ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.
Roman (Thema)
Ein Klassiker der Exilliteratur in neuer Auflage
Viel ist nicht geblieben. Die zehnjährige Kully lebt ein Leben im Balancierschritt zwischen den Ländergrenzen. Der Schriftsteller-Vater ist notorisch abwesend und notorischer in Geldnot, die Mutter bemüht sich unglücklich darum, die Welt für Kully zusammenzuhalten. In diesem Exilroman von 1938 erzählt eine früh Erwachsene von einem Leben in Hotelzimmern, von offenen Rechnungen und spontanen Begegnungen mit Tiefe.
»T.C. Boyle ist ein gnadenloser Erzähler, allerdings auch ein gnadenlos guter.« Die Welt
An seinem 22. Geburtstag wird Walter Van Brunt von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. In der Nacht rast er - betrunken und high - mit dem Motorrad gegen eine Gedenktafel. Sie erinnert an ein Ereignis, das weit zurückliegt, aber direkt mit Walter verknüpft ist.
Anfang des 19. Jahrhunderts gerät die bosnische Kleinstadt Travnik ins Visier der Weltmächte. Bosnien - wie fast der ganze Balkan - gehört zum Osmanischen Reich, hier residiert ein Wesir des Sultans. Als ein französischer und ein österreichischer Konsul in die Stadt entsandt werden, wird sie zum Schauplatz internationaler Diplomatie.
»Die literarische Stimme Bosniens schlechthin.« Neue Zürcher Zeitung
Rajkas Vater zählt zu den angesehensten Geschäftsmännern Sarajevos, ehe er bankrottgeht und darüber verzweifelt. Auf dem Sterbebett schärft er seiner fünfzehnjährigen Tochter ein: »Spare, spare immer, überall, an allem, und kümmere dich um nichts und niemanden.«
Berlin 1926: Die junge Medizinstudentin Karin lebt mit ihrer Mutter Jean und ihrem Zwillingsbruder Erhard nach dem Tod des Vaters im einstigen Stadtdomizil der Familie am Lützowplatz. Nach Krieg und Inflation eröffnen sich in der Weimarer Republik neue Freiheiten und Perspektiven und Karin blickt ihrer Zukunft voller Neugier und Zuversicht entgegen.
Im Aufeinandertreffen unterschiedlichster Romanfiguren, darunter der jüdische Rechtsanwalt Herbert Mendelssohn, der englische Maler Martin Trevelyan und der US-amerikanische Schriftsteller Mark Huntington, schildert sie plastisch die Prägungen verschiedener kultureller Milieus und Herkunftsländer. Zugleich entwirft sie einlebendiges Bild zweier Generationen sich emanzipierender Frauen, von deren Kampf um Gleichstellung, gesellschaftliche Anerkennung und neue Sexualmoral.
Anna Seghers war bereits ein Jahr lang Emigrantin im Pariser Exil, als sich im Februar 1934 die österreichischen Arbeiter:innen gegen das faschistische Dollfuß-Regime erhoben. In fünf Tagen wurde der Aufstand niedergeschlagen. Der »Februar« war eine der Generalproben des europäischen Faschismus.
Zehn Wochen nach der Niederschlagung machte sich Anna Seghers auf die Suche nach den Spuren des Aufstands. 1935 erschien »Der Weg durch den Februar« im Pariser Exilverlag »Edition du Carrefour«.
Ein Roman über den Konflikt zwischen Giuseppe Verdi und Richard Wagner - und das erste Buch, das im Zsolnay Verlag erschienen ist.
"Ein unbändig interessanter Roman" Thomas Mann
Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit Verdis Oper "Aida". Der Maestro steckt in einer Schaffenskrise, während dem gleichaltrigen Richard Wagner von Bayreuth bis Italien das Publikum zujubelt. Den Konflikt zwischen den beiden Großmeistern, die einander in Wirklichkeit nie begegnet sind, wählt Franz Werfel als Thema für seinen ersten großen Roman, den er in Venedig unmittelbar vor Wagners Tod im Februar 1883 ansiedelt.
Brigitte Reimanns erster großer Erfolg - eine Liebesgeschichte, mit der sie Tabus brach.
Von ihrem Mann und der Schwägerin wird Kathrin wie ein Stück Inventar behandelt. Erst als sich eine Liebe zu dem ukrainischen Kriegsgefangenen Alexej entwickelt, der auf dem Hof mitarbeitet, während ihr Mann an der Front ist, erkennt sie ihren eigenen Wert. Auch der blinde Hass der Menschen, die sie an den Pranger stellen, kann ihr nichts mehr anhaben. Im Ringen um den geliebten Menschen wächst die junge Frau schließlich über sich hinaus.
Wie bleiben wir menschlich, wenn das Leben immer härter wird? Der neue Roman der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin. Eine Kleinstadt in der norddeutschen Provinz. Sechs Menschen, die ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen. Ein Tag, der alles verändert.
Nebel liegt über den Feldern und dem Kanal. Es ist, als ob der Winter nicht zu Ende gehen will in der kleinen Stadt Lasseren im Emsland. Hier auf dem platten Land ist jahrein, jahraus nicht viel los. Wer Arbeit sucht, kommt an Möllring nicht vorbei, dem riesigen Geflügelschlachthof am Stadtrand. Für eine Handvoll Menschen beginnt dieser Montagmorgen mit großen Erwartungen.