PNR: La Bella Vita
Roman. Band 3 der Trilogie
Die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus
Revolution machen kann (fast) jeder. Eine neue Gesellschaftsordnung aufbauen: das schaffen nur ein paar Nerds. Und Sibylle Berg. Nach einer gelungenen Revolution, die das Finanz- und Gesellschaftssystem sanft beseitigt hat, wird sie endlich errichtet: die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus.
In dieser Welt ist alles verschwunden, woran die Menschen zu glauben gelernt hatten, in der jeder erstaunt bemerkt - dass es möglich ist, ohne Angst zu existieren und ohne sein Leben an einen Arbeitgeber zu verkaufen. Vom Wohnen bis zur Landwirtschaft, von der Art Urlaub zu machen bis zu der Frage: Wohin mit der Bürokratie? erfindet sich Europa neu. Aber: Was interessiert Don Europa? Sie ist in Italien, dem besten Ort, um auf Ruinen etwas Neues zu errichten.
Interview mit der Autorin
Schöne neue Welt nach dem Kapitalismus: In ihrem neuen Roman „PNR: La Belle Vita” hat Sibylle Berg eine friedliche, gütige und lebenswerte Welt geschaffen. Es sei eines ihrer schwierigsten Bücher gewesen, sagt die Schriftstellerin. Leider sei es immer einfacher, alles zu kritisieren. [Podcast 13:45] Deutschlandfunk 27.10.2025
Rezensionen
Anarchie hat viele Regeln: Sibylle Bergs „PNR: La Bella Vita“: Das Leben nach der Revolution und dem Neustart: Sibylle Berg schließt mit „PNR: La Bella Vita“ ihre Trilogie ab. Eine radikale Zukunftsversion? Von Nina Wolf SWR 09.10.2025
Was treibt uns an, wenn alles geregelt ist? Sie ist eine der radikalsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Sibylle Berg schreibt scharf, unbequem, hochpolitisch. Nach «GRM. Brainfuck» und «RCE» ist nun mit «PNR: La Bella Vita» der Abschluss ihrer Trilogie da. Von Annette König SRF 09.10.2025
„Anarchie regelt sich selbst.“ - Sibylle Berg stellt in PNR: La Bella Vita nicht einfach „die Frage nach einer anderen Welt“. Sie legt hier keine klassische Dystopie/Utopie vor und verweigert sowohl eine apokalyptische Kulisse als auch realistische Zukunftssimulation. Stattdessen entwirft sie einen literarischen Stresstest, der die Fähigkeit zur Imagination der Leserinnen und Leser prüft. Mit dem Effekt, dass man sich nicht in eine fertige Zukunft hinein liest, sondern durch sie in einen Möglichkeitsraum denkt, der systematisch irritiert. lesenmitcarola.de (ohne Datum)
Weitere Pressestimmen
»Die Vorgängerromane GRM. Brainfuck und RCE – Remote Code Execution wurden als »mitunter quälende Lektüre« (DLF Kultur) bezeichnet. Es sei »kein Licht im Dunkel, nur Tod, Vernichtung« (SZ) zu erkennen, und Sibylle Bergs Texten wurde eine verstörende Nähe zwischen Dystopie und Wahrheit attestiert. Mit dem Roman PNR: La Bella Vita setzt Berg nicht nur einer Trilogie ein Ende, sondern auch dem in alle Richtungen ausgeuferten neoliberalen Kapitalismus: PNR verspricht eine neue Gesellschaftsordnung. Eine Welt ohne Angst, Arbeitgeber und Finanzsystem. Doch erwartet uns eine Utopie jenseits des Abgrunds? Oder tappen wir in eine Falle, wenn wir wirklich daran glauben, dass die Abschaffung des Kapitalismus auf einen Schlag sämtliche Probleme beseitigen kann? Wird Sibylle Berg diesmal etwas Licht ins Dunkel bringen? Keine Ahnung. Werden wir erfahren, wofür PNR steht? Möglich. Wird’s gut? Garantiert.« Literarischer Salon, Leibniz Universität Hannover
»Berg knüpft präzise bis ins Detail an unsere Gesellschaft und Gefühle an – und packt dadurch den Leser von innen her, direkt. Michel Houellebecq ist ein lieblicher Chorknabe im Vergleich mit der hochbegabten Kaputt-Schreiberin Sibylle Berg.« Tages-Anzeiger
»Sibylle Berg ist die freundlich unbestechliche Chronistin des alltäglichen Elends.« ARD
»Sibylle Berg ist die härteste Schriftstellerin deutscher Sprache.« Rheinische Post
Pressenotizen Perlentaucher
Autoreninfos
Band 1 und 2 der Trilogie
Erstellt: 07.10.2025 - 12:34 | Geändert: 29.12.2025 - 08:20
