Clara Zetkin, Der Kampf gegen den Faschismus (20. Juni 1923)

Entlarven, ohne zu mystifizieren. 

Michail Romms Film »Der gewöhnliche Faschismus« ist auch nach sechzig Jahren noch sehenswert und erkenntnisfördernd. Michail Romms Montagefilm »Der gewöhnliche Faschismus« aus dem Jahr 1965 ist bis heute aktuell geblieben. Das essayistische Werk über den deutschen Faschismus konzipierte Romm gemeinsam mit Maja Turowskaja und Juri Chanjutin, die dafür zwei Millionen Meter Film aus den Wochenschauen der Nazis und aus Dokumentarfilmen auswerteten. Sie sichteten Fotografien von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann bis hin zu jenen Schnappschüssen der Täter an der Ostfront, die erst später während der Wehrmachtsausstellung ab 1995 einem größeren Publikum bekanntgeworden sind. Dazu kamen Film- und Fotodokumente aus Archiven und Sammlungen in der UdSSR, in Polen und der DDR. Der Vorspann der Originalfassung listet eine Vielzahl historischer Quellen auf, aus denen Romm, Turowskaja und Chanjutin schöpften. Michail Romms Montagefilm »Der gewöhnliche Faschismus« aus dem Jahr 1965 ist bis heute aktuell geblieben. Das essayistische Werk über den deutschen Faschismus konzipierte Romm gemeinsam mit Maja Turowskaja und Juri Chanjutin, die dafür zwei Millionen Meter Film aus den Wochenschauen der Nazis und aus Dokumentarfilmen auswerteten. Sie sichteten Fotografien von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann bis hin zu jenen Schnappschüssen der Täter an der Ostfront, die erst später während der Wehrmachtsausstellung ab 1995 einem größeren Publikum bekanntgeworden sind. Dazu kamen Film- und Fotodokumente aus Archiven und Sammlungen in der UdSSR, in Polen und der DDR. Der Vorspann der Originalfassung listet eine Vielzahl historischer Quellen auf, aus denen Romm, Turowskaja und Chanjutin schöpften. 
Von Gerhard Hanloser Junge Welt 30.04.2025

Mythos Faschismus – Hitler als Kämpfer für die freie Wirtschaft

Der Faschismus nimmt bis heute einen riesigen Teil der deutschen Erinnerungskultur ein. Die Verbrechen, die die Deutschen in ganz Europa begangen haben waren ein historischer Einschnitt. Doch bis heute tut man sich schwer, die Ursachen dafür zu benennen. Dabei gibt es nämlich eine besondere Schwierigkeit: die Nazis haben natürlich am laufenden Band gelogen. Wenn wir verstehen wollen, was etwa Hitler erreichen wollte, können wir nicht einfach nachschauen, was er denn in Mein Kampf geschrieben hat. Denn man muss allem, was er sagte, grundsätzlich eine gewisse Strategie unterstellen. Insbesondere marxistische Historiker haben sich darum meist von der Analyse der subjektiven Beweggründe ferngehalten und stattdessen analysiert, welche objektive Funktion die faschistischen Regierungen in den verschiedenen Ländern erfüllten. Dabei kamen sie meistens zu dem Schluss, dass die faschistischen Parteien von den Unternehmer*innen unterstützt wurden und sie letztlich die Arbeiterbewegungen niederschlagen sollten. Der Faschismus war also in linker Lesart ein Versuch, den Kapitalismus zu retten. Diese Verbindung gefiel den liberalen Verfechtern des Kapitalismus natürlich gar nicht – schließlich könnte man ja dann darauf kommen, dass der Kapitalismus gar nicht immer nur die Freiheit aller garantiert, sondern manchmal auch in eine extreme Brutalität umschlägt. Darum gab es in den letzten Jahren den Versuch, von der historischen Rolle der Nazis abzusehen und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, wie die Faschisten ihre Ideologie denn eigentlich selbst verstanden. Ishay Landa zeigt in seinem nun auch auf Deutsch erschienenen Buch "Der Lehrling und sein Meister. Liberale Tradition und Faschismus", dass das 1. keine gute Idee ist und 2. dennoch zeigt, wie wirtschaftsliberal die Faschisten gedacht haben. 

1. Auflage 28.08.2026 , Deutsch

»Keinen Platz für Brandmauern« dürfe es in Europa mehr geben, stärkte US-Vizepräsident JD Vance Anfang 2025 der AfD den Rücken. Der Vorstoß fällt in ein Szenario, das lange Zeit nicht denkbar schien: Ob Skandinavien, Großbritannien, die Niederlande oder Frankreich: In etlichen Staaten Europas feiern Parteien der extremen Rechten enorme Erfolge, in Italien und Ungarn stellen gar welche die Regierung. Gelingt ihnen nun in der EU der Durchbruch? 

ISBN 978-3-89438-855-3 1. Auflage 28.08.2026 16,90 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Dieses Dokument analysiert die zentralen Thesen und Diskussionen der Ausgabe 345 der Zeitschrift Das Argument. Es untersucht die Rekonfiguration des kapitalistischen Weltsystems, die Verknüpfung von Imperialismus und Faschisierung sowie die spezifischen Entwicklungen in der EU, Deutschland und den USA.

Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung  „DAS ARGUMENT 345: "Imperialismen nach außen, Faschisierung im Innern?" | Autor:innen im Gespräch"  und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.

1. Erstauflage 17.08.2026 , Deutsch

Von Faschisierung ist einmal mehr allerorten die Rede. Doch wenn der Faschismus nicht gleich externalisiert und nur in Russland, dem Nahen Osten oder den Vereinigten Staaten verortet wird, bleibt seine Erklärung meist psychologistisch verkürzt.

»Das Argument 345« möchte dieser doppelten Konjunktur etwas entgegensetzen. Nicht nur fokussiert es in seinen Faschisierungsanalysen neben den USA auf Europa, die vermeintliche Trutzburg der Menschenrechte; vor allem rückt es den Hintergrund der Faschisierungen zu Hause – die weltweite Renaissance der Imperialismen – in den Fokus. 

ISBN 978-3-86754-054-4 1. Erstauflage 17.08.2026 20,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Die „Strategie der Spannung“ (Strategia della tensione) ist kein Zufallsprodukt des Chaos, sondern ein kalkuliertes machtpolitisches Instrument. Sie beschreibt den Einsatz von Terrorakten, um eine psychologische Belagerung der Gesellschaft zu erreichen.

„Die Strategie der Spannung ist der bewusste Versuch, durch staatlich geduldeten oder orchestrierten Terror eine Atmosphäre der Angst zu schaffen. Ziel ist es, die Bevölkerung so zu demoralisieren, dass sie demokratische Freiheiten bereitwillig gegen die vermeintliche Sicherheit eines autoritären Staates eintauscht, der ‚Recht und Ordnung‘ verspricht.“

Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung  „A Strategy of Tension: The Story of Operation Gladio" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.

Die Diplomatie ist tot. "Wenn das System scheitert, führen sie dich in den Krieg" – dieser düstere Leitsatz von Gerald Celente ist heute bittere Realität. Während die USA allein bis Juni über 130 Milliarden Dollar in die Konfliktherde der Ukraine, Israels und des Irans gepumpt haben, kämpft die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung an der „Main Street“ darum, Lebensmittel und Benzin zu bezahlen. Das „amerikanische Jahrhundert“ erstickt an seiner eigenen Hybris.

Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung  „Gerald Celente: Entdollarisierung, Goldrallye & Niedergang des Westens" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.

22. Auflage 24.08.1995 , Deutsch

Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter den Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem Heldenplatz den »Anschluß« Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster und deren engste Freunde. Der Anlaß: das Begräbnis von Professor Josef Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis verjagt, in den fünfziger Jahren auf Bitten des Wiener Bürgermeisters aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei »noch viel schlimmer als vor fünfzig Jahren«.

ISBN 978-3-518-38974-4 22. Auflage 24.08.1995 10,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)
1. Auflage 13.07.2026 , Deutsch

Was passiert mit dem philosophischen Denken, wenn es aus seinem Entstehungskontext entfernt wird und seine Sprache verliert?

Die Studie untersucht das Exil der deutschsprachigen Philosophie nach 1933 als Zäsur für das philosophische Denken. Im Zentrum steht das spannungsreiche Verhältnis zwischen Logischem Empirismus und Kritischer Theorie, an dem diese Frage prägnant verhandelt wird. Analysiert wird, wie die Exilanten mit dem Sprachwechsel umgingen, theoretisch auf den Faschismus reagierten und mit der US-amerikanischen Philosophie interagierten. Der erzwungene Ortswechsel zerstörte zwar akademische Strukturen, eröffnete zugleich aber neue intellektuelle Räume.

ISBN 978-3-7965-5597-8 1. Auflage 13.07.2026 28,00 € Portofrei per E-Mail bestellen (Buch | Softcover)
ISBN 978-3-7965-5598-5 1. Auflage 13.07.2026 Kostenlos Download (PDF) von www.schwabe.ch
1. Auflage 21.03.2025 , Deutsch

Hamburg 1938. Die Welle des Faschismus und seines Erfolges gipfelt. In Hamburgs Zuchthaus sitzen vier verurteilte Antifaschisten. Ihre Hinrichtung hat sich verzögert, weil der viel beschäftigte Henker krank geworden ist. Und da ist ein Schlachtermeister, alter Etappensoldat des vorigen Krieges, der Gefreite Albert Teetjen. Es geht ihm schlecht, ihn drücken Schulden, die Warenhäuser auf der einen Seite, der sinkende Verdienst der Masse auf der anderen haben sein Geschäft fast ruiniert. Seine Frau Stine rät ihm, an seinen alten Unteroffizier Footh zu schreiben, der nach der Arisierung der jüdischen "Thetis"-Schiffe ein erfolgreicher Reeder und Senator in der Hamburger Bürgerschaft geworden ist. Der verschafft ihm den Job, das Urteil an den Vieren für 2000 Mark zu vollstrecken - und Teetjen tut es. 

ISBN 978-3-8190-6073-1 1. Auflage 21.03.2025 9,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
2. Auflage 27.01.2026 , Deutsch

Ein Thema, das uns alle angeht, ein Buch, das Hoffnung macht:

Ece Temelkuran schreibt so schonungslos wie persönlich über Exil und die Notwendigkeit, eine neue Heimat zu finden. Dabei richtet sie sich an uns alle, die wir uns in einer immer monströseren Welt entfremdet fühlen, und zeigt dabei, wie wir im Miteinander Trost finden und Kraft schöpfen können.

ISBN 978-3-498-00739-3 2. Auflage 27.01.2026 25,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)