Schillernd und fremd, lässt sich Radikalität zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit ihrem Hang zum Unbedingten beobachten. Fast immer wirkt sie anstößig und beschämend, wenn auch in Philosophie und Kunst seltener als in Religion, Politik, Gesellschaft. Attraktiv bleibt sie, weil sie etwas Essentielles verspricht: die Schließung des mitunter feinen Risses zwischen Theorie und Praxis, als Versprechen der eigenen Unerpressbarkeit.
Philosophie (Thema)
Der zweite Band von Mirjam Schaubs großer kulturphilosophischer Untersuchung bricht mit der Vorstellung, Populärkultur und Radikalität seien Gegensätze. Spätestens mit Jeremy Benthams 'Auto-Icon' (1832), dem humanoiden Artefakt, das bis heute im University College of London sitzt, später bei Max Stirner, der Bewegung um 1968 und bei Marina Abramovic verbinden sich Radikalität und Populärkultur und stiften eine radikal neue Form von Egalität.
Schillernd und fremd, lässt sich Radikalität zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit ihrem Hang zum Unbedingten beobachten. Fast immer wirkt sie anstößig und beschämend, wenn auch in Philosophie und Kunst seltener als in Religion, Politik, Gesellschaft. Attraktiv bleibt sie, weil sie etwas Essentielles verspricht: die Schließung des mitunter feinen Risses zwischen Theorie und Praxis, als Versprechen der eigenen Unerpressbarkeit.
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben, aber zunehmend auch in der Freizeit zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen, mit denen wir tagein, tagaus hantieren. »Stimme zu« / »Stimme nicht zu« - so werden Handelnde zu Vollziehenden.
Dieses Buch deckt das gesamte System des Sozialismus chinesischer Prägung ab und befasst sich mit Deng Xiaopings Theorie, der sozialistischen Marktwirtschaft, einer mäßig wohlhabenden (Xiaokang-)Gesellschaft, Chinas Praxis und Theorie der sozialistischen Demokratie, Menschenrechten und Xi Jinpings Marxismus. Kurz gesagt: Der Fokus liegt konsequent auf Reform und Öffnung.
This book covers the whole system of Socialism with Chinese Characteristics, dealing with Deng Xiaoping's theory, the socialist market economy, a moderately well-off (Xiaokang) society, China's practice and theory of socialist democracy, human rights, and Xi Jinping's Marxism. In short, the resolute focus is the Reform and Opening-Up.
Info
Zusammenfassung und Infografik
Dieses Dokument fasst die zentralen Argumente eines philosophischen Essays von Fernando Buen Abad Domínguez sowie den umgebenden geopolitischen Kontext zusammen, der in einer Reihe von Nachrichtenmeldungen von Ende 2025 und Anfang 2026 dargestellt wird. Die Analyse ist zweigeteilt: Zuerst wird die ideologiekritische Auseinandersetzung des Autors mit dem Konzept des „Neujahrs“ als Werkzeug des Kapitalismus zur Aufrechterhaltung des Status quo beleuchtet. Anschließend werden diese philosophischen Überlegungen in den Kontext einer schweren internationalen Krise gestellt, die eine militärische Intervention der USA in Venezuela unter der Führung von Donald Trump und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro umfasst.
Was ist Daoismus? Der altchinesische Daoismus (oder Taoismus) hat durch seine poetischen Visionen von Körper und Kosmos, von Kunst und Natur, durch seine Lehren von der Selbst-Vergessenheit und der schonenden Zurückhaltung im Osten wie im Westen Faszination ausgeübt. Bis heute lebt er als religiöse Praxis und philosophische Richtung fort und erobert wie der Buddhismus in der Folge wachsenden Interesses für östliches Denken zunehmend auch die moderne und postmoderne Welt.Hans-Georg Möller bietet einen zugleich verständlichen und anregenden Einblick in die Gedankenwege dieser Philosophie.
»Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, nicht bloß für Sozialwissenschaftler, Kunstschaffende und Philosophen von Interesse, sondern für alle, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen.
»Wenn vom Klassenkampf die Rede ist, denkt man niemals an seine ganz alltäglichen Formen, an die rücksichtslose gegenseitige Verächtlichmachung, an die Arroganz, an die erdrückenden Prahlereien mit dem ›Erfolg‹ der Kinder, mit den Ferien, mit den Autos oder mit anderen Prestigeobjekten, an verletzende Gleichgültigkeit, an Beleidigungen usw. Das Leben ändern, das müßte auch heißen, die vielen kleinen Nichtigkeiten zu ändern, die das Leben der Leute ausmachen und die heute gänzlich als Privatangelegenheiten angesehen und dem Geschwätz der Moralisten überlassen werden.« (Pierre Bourdieu)
Das Wesen der Ästhetik ist ein Hauptthema des marxistischen Philosophen und Literaturwissenschaftlers Thomas Metscher. Nun legt er seine wichtigsten Schriften dazu in überarbeiteter Fassung in einem Band vor. Metscher spannt einen weiten Bogen ...