Hrsg. Hans-Böckler-Stiftung

Politische Philosophie des Gemeinsinns. Bd.3
Politik der Ästhetik: Die Romantik

1. Auflage 10.08.2022 , Deutsch

Oskar Negt hatte unter dem Titel »Philosophie und Gesellschaft« im Wintersemester 1974/75 an der Universität Hannover einen großen Vorlesungszyklus begonnen. Er wollte darin eine neue Interpretation des Marxismus als epochaler Theorie in praktischer Absicht entwickeln. Ausgangspunkt dieses Unternehmens war die Auseinandersetzung mit seinen philosophischen Quellen: eine Vorlesung zu Kant bildete den Anfang, worauf eine weitere zur dialektischen Philosophie Hegels folgte. Am Ende beschlichen Negt jedoch Zweifel am eigenen Vorhaben und gaben Ausschlag dafür, die Pläne zu verändern.

ISBN 978-3-95829-982-5 1. Auflage 10.08.2022 38,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Ins Zentrum rückte Negt nun anstelle von Kant, Hegel, Marx und Freud die verschiedenen deutschen Verarbeitungsformen der französischen Revolution, in der Philosophie wie in der Literatur. Zwei Autoren standen dabei für ihn, neben allgemeinen Reflexionen zu Politik und Ästhetik, im Mittelpunkt des Interesses – Novalis und E. T. A. Hoffmann. Sie brachten die Unterseite der menschlichen Existenz ins Bewusstsein: Gebrochenheit, Zweifel und Sinnfragen, die auch als eine Verarbeitung politischer Verhältnisse verstanden werden können. Vielleicht ging es Negt auch um eine Politisierung der Romantik, in jedem Fall aber um eine politische Neubewertung der Epoche.

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Autoreninfos

Oskar Reinhard Negt (* 1. August 1934 - 2. Februar 2024) war ein deutscher Soziologe und Sozialphilosoph.

Wikipedia (DE): Oskar Negt

Nachwort von

Hendrik Wallat, geboren 1979, arbeitet seit 2016 als Assistent von Oskar Negt. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften auf dem Feld der Politischen Philosophie und Kritischen Theorie.

Autoren
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Erstellt: 17.03.2026 - 11:28  |  Geändert: 17.03.2026 - 11:40