Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit der deutschen Novemberrevolution befasst wie Klaus Gietinger. Ergebnis sind ein halbes Dutzend Bücher, die immer neue Aspekte dieses Jahrhundertereignisses erschließen konnten. Doch in seinem Archiv liegen noch viele Schätze. Ein Teil dieser Dokumente gehen nun in einen Roman ein, dessen Handlungsstränge über 90% belegbar sind. Erdacht sind nur die beiden Hauptpersonen. Der Drehbuchautor hat es verstanden die Geschichte lebendig werden zu lassen.
Historischer Roman (Thema)
Spätsommer 1933: Heini Hiller, Feuermann und Kommunist, muss abheuern, als er von der Schwindsucht befallen wird. Im fremden Hafen bleibt ihm nicht anderes, als den deutschen Konsul vor Ort um Unterstützung für die Heimreise zu bitten. Doch die vermeintliche Hilfe ist ein Hinterhalt, der Konsul verrät Hiller an die Gestapo. Noch ehe er den heimatlichen Hafen erreicht, wird er von den Nazibütteln verschleppt. Ferdinand, den Heini auf der Fahrt nach Hause kennenlernt und der wie er denkt, entkommt hingegen den Faschisten. Sein eingekerkerter Kamerad geht ihm jedoch nicht aus dem Kopf - und er ersinnt einen raffinierten Plan, den todkranken Heini zu befreien.
Ein Mailänder Garten. Zwei Kindheitsfreunde, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe im Italien der goldenen sechziger Jahre.
Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.
Ein zeitloser Klassiker über Rassismus, Gerechtigkeit und das Erwachsenwerden im Süden der USA der 1930er Jahre.
In Wer die Nachtigall stört ... zeichnet Harper Lee ein einfühlsames Porträt einer idyllischen Kindheit, die von der brutalen Realität von Vorurteilen und Rassismus überschattet wird. Die achtjährige Scout und ihr älterer Bruder Jem wachsen behütet in Alabama auf, doch als ihr Vater Atticus, ein integrer Anwalt, die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der fälschlicherweise der Vergewaltigung eines weißen Mädchens beschuldigt wird, drängt sich die hässliche Wirklichkeit in ihr Leben.
Harry Thürk hat eine spannende, phantastisch anmutende und doch bitter-wahre Geschichte geschrieben, von drei jungen Burschen und einem Mädchen, die aus dem 2. Weltkrieg zurückkehren in ihre Heimat Oberschlesien. Doch die Heimat gehört jetzt galizischen Flüchtlingen, denen wiederum die Heimat gestohlen wurde. Trunkene Sieger, prügelnde Miliz bestimmen einen gewalttätigen Frieden.
Victor Hugos letzter Roman »1793« galt den Schriftstellerkollegen als wenig geglückt. Gleichwohl ist er ein beredtes Zeugnis für die künstlerische Durchwirkung der realen Geschichte der Französischen Revolution mit fiktionalen Schicksalserzählungen. Geschult an dem großen schottischen Erzähler Walter Scott gilt dieses Alterswerk als Beispiel romantischer Gestaltungskunst - und das in Zeiten des sich etablierenden literarischen Realismus.
Ein Meisterwerk der italienischen Literatur: Mit beinahe kindlicher Wahrhaftigkeit und zarter Wärme erzählt Elsa Morante die Geschichte von Ida und ihren beiden sehr unterschiedlichen Söhnen im faschistischen Rom. Ein unvergesslicher, zauberhafter Roman - in hochgelobter Neuübersetzung.
Bis zur Erschöpfung hetzt die verwitwete Lehrerin Ida in Rom zwischen den Armenvierteln San Lorenzo und Testaccio hin und her, müht sich ab, ihre beiden Söhne durchzubringen.
Wie viele Platonow-Helden hat auch Firs, der makedonische Offizier, nicht aufgehört, über das Leben zu staunen. Er ist ein Suchender, der die Schrecken der Existenz am eigenen Leibe erfährt und seine untergründige Traurigkeit nicht los wird. Im geheimen Auftrag Alexanders des Großen lebt er seit einigen Jahren in einem fernen asiatischen Reich. Es erstreckt sich in einem gewaltigen blauen Tal, eingeschlossen von einem »Himmelsgebirge«, dessen Wände »undurchdringlich sind für den Wind und für die Freiheit«. Statt das Bewässerungsprojekt für den dortigen Despoten durchzuführen, bereitet er einen Aufstand gegen ihn vor.
Ulysses (englisch für Odysseus, von lateinisch Ulixes) gilt als der bedeutendste Roman des irischen Schriftstellers James Joyce und als richtungsweisend für den modernen Roman.
Joyce beschreibt im Ulysses in 18 Episoden einen Tag, den 16. Juni 1904, im Leben des Leopold Bloom, seines Zeichens Anzeigenakquisiteur bei einer Dubliner Tageszeitung. In Anlehnung an Homers Irrfahrten des Odysseus lässt er den Leser an den (Irr-)Gängen seines Protagonisten durch Dublin teilhaben.
»T.C. Boyle ist ein gnadenloser Erzähler, allerdings auch ein gnadenlos guter.« Die Welt
An seinem 22. Geburtstag wird Walter Van Brunt von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. In der Nacht rast er - betrunken und high - mit dem Motorrad gegen eine Gedenktafel. Sie erinnert an ein Ereignis, das weit zurückliegt, aber direkt mit Walter verknüpft ist.