Kolonialismus

Freundliche Fanatiker. Über das ideologische Nachleben des Imperialismus. Von Pankaj Mishra

Einfache Welterklärungen stehen derzeit hoch im Kurs. Auch der Mythos vom »überlegenen Westen« wird nicht hinterfragt. Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus werden aus der Erzählung vom demokratischen Aufstieg verbannt.
Pankaj Mishra schildert, wie dieses Denken zum Mainstream wurde, und zeigt, wie brüchig das Fundament ist, auf dem unsere westliche Welt angeblich errichtet wurde. Die wahren Feinde der Demokratie sind jene, die angeblich ihre Werte verteidigen: Dies zeigen der tief verwurzelte Rassismus in den USA oder die Angst vor islamistischen Invasoren.

ISBN 978-3-10-397077-7     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Bis die Steine leichter sind als Wasser. Von António Lobo Antunes

Angola zurzeit des Kolonialkriegs. Ein afrikanischer Junge ist der einzige Überlebende, als sein Dorf von portugiesischen Soldaten gebrandschatzt wird. Ausgerechnet der Mann, der seine Eltern getötet hat, nimmt den Jungen mit nach Portugal zurück, doch er wird von der Familie in Lissabon nie richtig akzeptiert. Und die Erinnerungen an den Krieg verfolgen sowohl den Vater als auch mit den Jahren zunehmend den Adoptivsohn. Als im Heimatdorf des Vaters am Fuß der Berge das alljährliche Schlachtfest stattfindet, kulminert dieses intensive, eindringliche Sprachkunstwerk über die Grauen des Krieges.

ISBN 978-3-630-87627-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen. Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900. Hrsg. Bernhard Bachinger, Wolfram Dornik und Stephan Lehnstaedt

Österreich-Ungarn lässt sich nur verstehen, wenn nationale Lebenswelten mit politischen, militärischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Beispielen der imperialen Herrschaft verglichen werden. Die Autorinnen und Autoren verbinden theoretische Überlegungen zu Österreich-Ungarn als Imperium bzw. Kolonialmacht mit der Analyse konkreter Beispiele der imperialen Herrschaftspraxis. Ein besonderer Fokus gilt dabei Städten als Laboratorien gebauter, intellektueller und gesellschaftlicher Diskurse über imperiale und koloniale Vorstellungen. Der vorliegende Band präsentiert damit Antworten auf die Frage, wie ein Imperium überhaupt mit den andauernden Herausforderungen von innen und außen umgehen und seine eigene Existenz sichern kann.

ISBN 978-3-8471-1060-6     55,00 €  Portofrei     Bestellen 
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Kanaky. Auf den Spuren von Alphonse Dianou. Ein Bericht. Von Joseph Andras

Joseph Andras zeichnet in seinem "fulminanten Buch" (L'Humanité) das Porträt eines außergewöhnlichen Mannes, des kanakischen Unabhängigkeitskämpfers Alphonse Dianou.

Bis heute gehört die südpazifische Inselgruppe Neukaledonien zu Frankreich. Um den kanakischen Unabhängigkeitskämpfer Alphonse Dianou, der dort bei einer vom französischen Militär blutig beendeten Geiselnahme ums Leben kam, ranken sich die widersprüchlichsten Legenden. Joseph Andras beginnt nachzuforschen, er reist an den Ort des Geschehens, trifft Dianous Witwe, Vertraute und Zeitzeugen. Seine Notizen, Gespräche und Begegnungen verbindet er zu einem augenöffnenden Text, der in den Kern eines hier kaum bekannten Konflikts dringt. Voller literarischer Kraft erzählt Andras von einer schillernden Figur des antikolonialen Widerstands, von einer verdrängten Kultur und einem Land, zerrissen im Kampf für einen unabhängigen Staat: Kanaky.

ISBN 978-3-446-26913-2     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Identitti. Von Mithu M. Sanyal

"Was für eine gnadenlos witzige Identitätssuche, die nichts und niemanden schont. Man ist nach der Lektüre nicht bloß schlauer - sondern auch garantiert besser gelaunt." (Alina Bronsky)

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität - und beschrieb sich als Person of Colour. Als würden Sally Rooney, Beyoncé und Frantz Fanon zusammen Sex Education gucken, beginnt damit eine Jagd nach "echter" Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen. Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand, wie ersie ihn betrat.

ISBN 978-3-446-26921-7     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung. Von Michael Rothberg

Michael Rothberg zeichnet eine erinnerungskulturelle Tradition von der Nachkriegszeit bis ins 21. Jahrhundert nach, die von wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Kolonialismus, Sklaverei, Rassismus und Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus gekennzeichnet ist. Dieses Archiv der multidirektionalen Erinnerung, das Denkerinnen und Kulturproduzentinnen wie Hannah Arendt, Aimé Césaire, W.E.B. Du Bois, Marguerite Duras Michael Haneke und andere versammelt, deutet darauf hin, dass sich Opferkonkurrenz und Aufmerksamkeitskonflikte auf dem Feld der Erinnerung vermeiden lassen. 

ISBN 978-3-86331-558-0     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute. Von Mark Terkessidis

Als das Deutsche Reich am 28. Juni 1919 den Vertrag von Versailles unterzeichnete, gingen die überseeischen Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs über. Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dieses Wiederauftauchen für die Bundesrepublik? Müsste in der »postkolonialen« Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird.

ISBN 978-3-455-00578-3     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Land der Reisfelder. Vietnam, Laos und Kambodscha: Geschichte und Gegenwart. Von Günter Giesenfeld

Dieser Klassiker in erweiterter Neuausgabe erhellt die bewegte dreitausendjährige Geschichte Indochinas von den Anfängen bis zur Gegenwart: Die ersten Auflagen dieses Buchs entstanden in den 1980er Jahren als Reaktion auf die Kriege in Vietnam, Laos und Kambodscha. Treibende Kraft war der Wunsch, endlich mehr über diese Länder zu erfahren, für deren Kampf um Unabhängigkeit man sich eingesetzt hatte. Bereits zur 3. Auflage (1988) wurden die neuzeitlichen Kapitel aktualisiert und erweitert. Jetzt kommt ein ganz neuer Teil hinzu, der sich mit der aktuellen Entwicklung und den langfristigen Folgen des Krieges befasst. Der Vietnamkrieg war für die beteiligten Länder ein traumatischer Einschnitt, er war zugleich eine Präfiguration künftiger Ereignisse (Irak, Afghanistan). Aus heutigem Abstand ist seine Bedeutung für die moderne Geschichte deutlich erkennbar ...

ISBN 978-3-88619-491-9     19,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Verdammten dieser Erde. Von Frantz Fanon. Vorwort von Jean-Paul Sartre

Der Titel dieses Buches stammt aus der Internationale: »Wacht auf, Verdammte dieser Erden«. Man hat es das 'kommunistische Manifest der antikolonialen Revolution' genannt, man spricht schon von Fanonismus, und in der Tat: Fanons Einfluß in der Dritten Welt wächst von Tag zu Tag. Indem Fanon von der Revolution der Dritten Welt spricht, spricht er auch von der westlichen Welt. Er stellt ihr die Diagnose: von außen her, unerbittlich, und nicht in der Absicht zu helfen, zu retten. Das macht sein Buch zum Skandal.

Der Titel dieses Buches stammt aus der Internationale: "Wacht auf, Verdammte dieser Erden". Man hat es das kommunistische Manifest der antikolonialen Revolution genannt, man spricht schon von Fanonismus, und in der Tat: Fanons Einfluß in der Dritten Welt wächst von Tag zu Tag. Süddeutscher Rundfunk

ISBN 978-3-518-37168-8     11,00 €  Portofrei     Bestellen

DIE BESTEIGUNG DES CHIMBORAZO. Alexander Humboldts größtes Abenteuer in Südamerika. Regie Rainer Simon | Schauspieler Jan Josef Liefers

Alexander Humboldt (Jan Josef Liefers) und die Besteigung des seinerzeit höchsten Berges der Welt.

Im Jahre 1802 brechen zwei Männer in Ecuador auf, um den Berg ersteigen, der damals als der höchste Welt galt: der 32jährige Naturforscher Alexander von Humboldt und der französische Botaniker und Arzt Aimé Bonpland. Trotz größter Strapazen und Gefahren untersucht, misst und registriert Humboldt alles, was er wahrnimmt: Pflanzen, Tiere, Erde, Gestein, Wasser und Luft. Die Männer kämpfen gegen Schnee, Kälte, Orientierungsschwierigkeiten und dünne Höhenluft und gelangen schließlich in Regionen, die noch nie ein Mensch betreten hat.

ISBN 978-3-8488-3907-0     9,90 €  Portofrei     Bestellen

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