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Gegenwartskultur (Thema)
Ein packender Roman über unsere aufgewühlten Zeiten
Im Stil der großen Romane von Arundhati Roy oder Amitav Ghosh entwirft Devika Rege mit großer erzählerischer Kraft und feinem Gespür für Details ein lebendiges Porträt des modernen Indien - die bildgewaltige, universelle Chronik einer rastlosen Generation im Aufbruch.
»Devika Rege steht an der Spitze einer neuen Generation von Autoreninnen und Autoren.« Vauhini Vara
Mit der fortschreitenden Digitalisierung gehen fundamentale gesellschaftliche Transformationsprozesse einher, die weit über eine bloße Rekonfiguration technischer oder wirtschaftlicher Verhältnisse hinausgehen.
Jan-Felix Schrape ordnet die digitale Transformation in das langfristige Wechselverhältnis von Technik und Gesellschaft ein, gibt einen systematisierenden Überblick über Kerndynamiken dieses Strukturwandels und diskutiert damit verbundene Ambivalenzen aus techniksoziologischer Perspektive.
Thelonious »Monk« Ellison ist Schriftsteller – und verzweifelt: Seine anspruchsvollen Bücher finden kaum Beachtung, während klischeebeladene »Ghettoromane« über Schwarze gefeiert werden. Aus Wut schreibt er selbst unter Pseudonym einen solch stereotypen, provokanten Roman mit dem Titel »Fuck«. Der Erfolg ist überwältigend. Doch mit dem Ruhm wächst auch das Chaos in Monks Leben.
»Ausradiert« ist eine bissige, kluge Satire auf den Literaturbetrieb, kulturelle Erwartungen und die Frage, wer erzählen darf – und wie.
Was ist Kulturimperialismus? Was hat er zu tun mit Neoliberalismus und Globalisierung? Was bewirken die Filmindustrie Hollywoods, die Medien- und Propagandaindustrien, der Kampf um die Herzen und Köpfe, mit dem die amerikanische Regierung uns in einen „Krieg gegen den Terrorismus“ führen will, der neoliberale Angriff auf humanistische Werte, die internationalen Finanzinstitutionen und die zunehmenden Umweltzerstörung für unsere kulturellen Institutionen, Prozesse und Entwicklungen?
Entlang welcher Linien sortieren sich die politischen Konflikte unserer Zeit? Unsere hergebrachten Ordnungsbegriffe scheinen mittlerweile keine sichere Orientierung mehr zu bieten. Denn heute steht häufig ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft – und "progressiver Neoliberalismus" und kulturell rechte, aber zunehmend verteilungspolitisch linke populistische Parteien markieren die Pole einer neuen Hauptachse des politischen Konflikts. In Spaltungslinien interpretiert der Politikwissenschaftler Philip Manow diese neue Lage als Resultat der Transformation europäischer Parteiensysteme. Diese Transformation selbst, so die zentrale These des Essays, ist eine Reaktion auf die Infragestellung des Nationalstaats als jener Ebene, auf die hin sich bislang gesellschaftliche Interessen organisiert hatten.
Ein globaler Trend, der unser aller Leben verändert. Unsere Kommunikation entwickelt sich stetig von schriftlich nach mündlich. Nach der www-Schriftlichkeit - jeder Haushalt hat einen Drucker - sind wir längst in einem Zeitalter der Rede, sagt Sprechwissenschaftler und »Rede-Mechaniker« Stefan Wachtel, seit über dreißig Jahren Berater und Kreator bedeutender Reden und Antworten. Das Zeitalter dieser »Neuen Mündlichkeit« definiert Rede neu. Dieses Buch warnt aber auch vor Attacken auf unsere Redefreiheit. Es ist das Manifest für die Renaissance der Rhetorik.
Atemraubender Liebeskrimi, Schlüsselroman der "New Economy", Justizgroteske ...
Michael Sailers zweiter Roman verknüpft mehrere, scheinbar unvereinbare Bücher in einem. So entsteht ein unwiderstehlich faszinierendes Zeitbild einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät und den Verstand verliert.
»52 Wochen Wahnsinn« dokumentiert satirisch die Verwerfungen des Zeitgeschehens. Bitterbös, mit scharfsinniger sprachlicher Beobachtungsgabe und manchmal saulustig tragen die Münchner Enzyklopädisten des Wahnsinns selbigen pointiert zusammen.
Das nun ins Deutsche übersetzte Buch der amerikanischen Journalistin D.Z. Stone - im Original "A Fairy Tale Unmasked. The Teacher and the Nazi Slaves" - zeigt die Anstrengung eines ganz besonderen deutschen Lehrers und seiner innovativen und unermüdlichen Schülerinnen und Schüler, die wahre Geschichte ihrer charmanten Stadt aufzudecken, die einst der Standort eines Nazi-Sklavenarbeitslagers war. Jeder, der ein bestimmtes Alter hatte und in der Stadt lebte, wusste dies, die meisten entschieden sich aber dafür, es zu vergessen.
Wenn es eindeutige Anzeichen und Beweis für einen Völkermord gibt, "kommt Untätigkeit einer Mittäterschaft gleich".
Warum wurde solange über den Völkermord an den Sinti und Roma geschwiegen? Warum wird immer noch über Völkermorde geschwiegen, die Deutschland begangen oder unterstützt hat und wieder unterstützt? Schon 2008 erinnerten die damalige Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, Esther Bejarano, und Kurt Goldstein, ebenfalls Mitglied der VVN-BdA, an das "Unrecht, das den Palästinensern mit der Vertreibung von 1948 angetan wurde" und forderten die deutsche Regierung auf, "die israelische Besatzungspolitik nicht länger zu tolerieren."
