Siehe auch
Gegenwartskultur (Thema)
Von der Kolonialzeit bis zu Black Lives Matter
Rassismus ist bis heute in zahlreichen Bereichen der US-amerikanischen Gesellschaft verankert. Das vorliegende Handbuch blickt in 50 Beiträgen auf die Geschichte des Rassismus in den USA seit dem 17. Jahrhundert. Ausgewiesene Expert:innen erklären relevante Konzepte wie "Rasse", struktureller Rassismus und Intersektionalität und zeigen auf, welche Gruppen in den USA von Rassismus betroffen sind.
This open access book sheds light on collective practices of remembering, imagining and anticipating in relation to recent acts of urban terrorism in Europe. Analysing a range of personal and collective responses to urban terrorism in contemporary Europe, this book shows that current debates on this issue are shaped by multiple co-existing and intersecting memories of political violence in the past.
Julia Ruhs war stets überzeugt, ganz normale Meinungen zu vertreten - bis sie Journalistin wurde. Sie sprach sich als Volontärin in der ARD gegen das Gendern aus und warnte später in einem Kommentar der "Tagesthemen" vor illegaler Einwanderung. Sie sprach sachlich und mit Bedacht Themen an, die viele Menschen im Lande bewegen. Aber plötzlich war sie eine Exotin im Metier. Die Reaktion war ein linker "Shitstorm", leider Normalität heutzutage.
Die aktuellen kriegerischen Katastrophen lassen nicht nur westeuropäische Friedensillusionen, sondern auch die bequeme Einbettung unserer Gesellschaften in ein Friedenskontinuum einbrechen. Wir müssen uns also verstärkt mit Krieg, Gewalt, Militarisierung, Geschlechterverhältnissen und Frauen-Friedensbewegungen auseinandersetzen. Geschichts-, kultur-, sozialwissenschaftliche und philosophische Autorinnen und Aktivistinnen bieten in diesem Band einen interdisziplinären Blick auf die fatalen Auswirkungen von Kriegen auf die Geschlechterbeziehungen und das Alltagsleben.
Wie schreiben sich Migration und Fluchterfahrungen in den Körper ein? Wie hängt Körperlichkeit mit Flucht und Migration zusammen? Ein ethnographischer Einblick.
Was können wir aus den Lebenserfahrungen von Geflüchteten über den akkumulativen Charakter von Prekarisierung und die Widersprüchlichkeit von Migrationspolitik lernen?
Rede vom 4. Juni 2024 in der Akademie der Künste Berlin zum hundertsten Todestag von Franz Kafka
AUS EINEM ELENDEN ZUSTAND SICH ZU ERHEBEN, MUSS SELBSTMIT GEWOLLTER ENERGIE LEICHT SEIN. Franz Kafka
Wir tanzen mit Kafka ums Feuer, gespannt, ob jemand den richtigen Namen für das, was gerade geschieht, finden wird. Kafka, der Prager Franz, dessen verbeamtete Sprache Jegliches ohne Erstaunen registrierte als zunächst unhinterfragbaren Fakt. Der gleichzeitig seinen Texten Knöpfe einnähte, mit denen man die Sätze, so man will, öffnen kann und plötzlich im Archaischen steht ...
Im Buch sind 54 Essays versammelt, die das gesellschaftliche Terrain unserer Tage markieren - mit allen Befindlichkeiten, denen wir in dieser vom Wahnsinn geprägten Zeit ausgesetzt sind. Zwischen ihnen befinden sich aktuelle Gedanken und Betrachtungen. Gewürzt sind diese Zwischentöne mit Zitaten herausragender Persönlichkeiten.
Vor 100 Jahren erschien Geschichte und Klassenbewusstsein.
Dieses theoretisch äußerst anregende Buch von Georg Lukács sorgt bis heute für diverse Auseinandersetzungen. Karl Lauschke nimmt in seiner Studie den gesamten Text des Buches inhaltlich und philologisch unter die Lupe. Er arbeitet erstmals die politischen Zusammenhänge detailliert heraus, in denen Georg Lukács als führendes Mitglied der fraktionell zerstrittenen Kommunistischen Partei Ungarns politisch-theoretisch gewirkt hat.
Polarisierte Gesellschaft und gespaltene Meinungslandschaften. Rechts ist links und umgekehrt, konservativ gibt es nicht mehr, liberal ist neuerdings libertär. Sicherheit kommt vor Freiheit. Friede ist nicht mehr wichtig und das Klima ist an allem schuld. Der Fake regiert die Welt, die Wahrheit ist spurlos verschwunden und wer sie benennt, hat schon verloren. Inhalte sind wertlos, wenn nur die Form perfekt ist. Ulrike Guérot skizziert in kurzen Kapiteln, in welcher buchstäblich geistlosen Welt wir gelandet sind und wie das politische Denken gedreht und gewendet wurde.
Lebendigkeit ist widerständiges Handeln im Kapitalismus: persönlich, politisch, strukturell. Lebendig-Sein verändert das eigene Leben grundsätzlich - und entzieht sich so kapitalistischen Normen, Grundsätzen und Leblosigkeit. Lebendig zu sein ist, verbunden zu sein mit allem Lebendigem und in Balance von Denken, Fühlen, Körpern und Spüren. Es ist möglich, sich Lebendig-Sein zurückzuholen - sich selbst zu verändern und damit auch Welt. Denn Kapitalismus basiert darauf, dass Menschen zersplittert sind, unverbunden und ihr Glück in Erfolg, Leistung und finanziellem Reichtum suchen statt in Verbundenheit und Jetzt-Zeitigkeit.
