Der pandemische Brandbeschleuniger
Corona und die Krise des Journalismus aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs
Warum hat die Mehrheit der Journalistinnen und Journalisten in den Corona-Jahren ihre Kontrollfunktion gegenüber Staat und Konzernen kaum noch wahrgenommen?
Corona wäre die Stunde eines investigativen, kritischen Journalismus gewesen, der die Protagonisten mit unbequemen Fragen konfrontiert: Weltgesundheitsorganisation, Unternehmen wie Biontech/Pfizer, Regierungen und Behörden wie das Paul-Ehrlich-Institut. Es wäre die Stunde von Journalisten gewesen, die beharrlich dranbleiben, die offizielle Äußerungen hinterfragen, die es für möglich halten, dass die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung eines Virus mehr schaden als nützen, dass es deutlich mehr Impfschäden geben könnte, als offiziell verlautbart. Doch leider kam es anders.
Wie könnte es nun weitergehen mit der Vierten Gewalt? Welche Rolle nehmen die neuen, häufig oppositionellen Medien dabei ein, und wie steht es um die Fünfte Gewalt, das sich emanzipierende Publikum?
Dieses Buch nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine journalistische Reise durch die Corona-Jahre und noch ein bisschen weiter, auf eine Spurensuche, warum weite Teile des Journalismus derart versagt haben.
Geschrieben ist es aus der Sicht eines Tübinger Zeitungsredakteurs, der seit 2023 immer häufiger auch für überregionale Medien schreibt. Das Buch versammelt Beiträge aus der Zeit von 2020 bis 2026 sowie persönliche Erlebnisse und Erfahrungen im Kontakt mit anderen Journalisten, mit Medizinern, Politikern und Lesern – und zeigt anhand dieser Erfahrungen, wie die Corona-Berichterstattung in den Jahren ab 2020 funktioniert hat, oder besser: warum sie nicht funktioniert hat.
Rezension
Corona aus Sicht eines Lokalredakteurs: Ein Stück Aufarbeitung: Ein früherer Lokalredakteur in Tübingen schaut selbstkritisch auf den Journalismus der Corona-Jahre zurück: Volker Rekittke ist ein guter Journalist. Einer, der rausgeht, recherchiert, nachfragt. Einer, der die Narrative der Herrschenden infrage stellt. Trotzdem hat es in der Corona-Zeit gedauert, bis er sich gegen den Mainstream gestellt hat. Es war ein Prozess mit viel Recherche und vielen Fragen. Auch an sich selbst. Nun hat Rekittke, der bis 2024 als Redakteur des Schwäbischen Tagblatts in Tübingen gearbeitet hat, seine Corona-Geschichte aufgeschrieben. Von Helge Buttkereit OVERTON Magazin 23.07.2026
