Antimilitarismus

Und Johnny zog in den Krieg. Von Dalton Trumbo. Illustriert von Felix Gephart

Joe Bonham kommt zu sich. Nur langsam klären sich die Gedanken des 20-Jährigen und er realisiert, dass er in einem Krankenhaus liegt. Seine Erinnerungen kehren zurück. Erinnerungen an die Schlachtfelder des 1.Weltkriegs, einen Granateneinschlag, die Familie, die Liebe, die Zeit vor dem Krieg. Und nun liegt er in diesem Krankenhaus. Wo? Er weiß es nicht. Doch er wird es erfahren. Er wird erfahren, was der Krieg aus ihm gemacht hat. Er wird aufbegehren, sich aufbäumen, kämpfen. Sein Verstand ist lebendig und wütend, aber sein Körper ist tot. Niemand kann den wachen Verstand in diesem Körper erkennen, nur er. Und Johnny schreit. Trumbo zeichnet das Bild eines jungen Soldaten, der für die Versprechen von Vaterland, Freiheit, Demokratie und Ehre in ein fremdes Land zog, wo er seine Zukunft verlor und feststellen musste, dass es noch schlimmere Dinge gibt als den Tod.

ISBN 978-3-940029-90-4     24,95 €  Portofrei     Bestellen

Golgatha. Ein Kriegsroman. Von Peter Schmitz

Peter Schmitz Roman Golgatha, 1935 im deutschsprachigen Belgien erschienen, blieb, weil verboten, in Deutschland unbekannt. Die Nazis haben nach dem Überfall auf Belgien alle Exemplare vernichtet und das Grab des Verfassers geschändet. Die antimilitaristische Botschaft ist unübersehbar und der nicht einmal antiquarisch zu erwerbende Roman eine Entdeckung. Wohl noch nie, urteilte ein Zeitgenosse, wurde ein Buch geschrieben, das in so packender Weise die Unmenschlichkeit des Kriegsirrsinns aufzeichnet und charakterisiert. Kein bisher erschienenes Werk ist geeigneter, den Abscheu gegen den Krieg in die breite Volksmasse zu tragen wie das neue Buch Golgatha.

ISBN 978-3-943425-32-1     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Brot und Gesetze brechen. Christlicher Antimilitarismus auf der Anklagebank. Hrsg. Jakob Frühmann und Cristina Yurena Zerr

Ordensschwestern, Großmütter, Priester oder Postangestellte, die in Militärbasen einbrechen, um gegen dort stationierte Atombomben zu protestieren und so Veränderungen globaler Gewaltverhältnisse zu fordern. Die Pflugscharbewegung wurde zum Symbol radikal christlicher und gewaltfreier Praxis. So etwa im deutschen Büchel, wo USAtomwaffen gelagert werden, oder in Kings Bay (USA), einer Basis für UBoote mit nuklearen Sprengköpfen. An beiden Orten fanden 2018 Einbrüche statt, um mittels zivilem Ungehorsam gegen die Gewalt und Autorität des Staates Widerstand zu leisten - die Konsequenz waren Prozesse und mehrjährige Haftstrafen. Das Buch gibt die bemerkenswerten Abschlussplädoyers der angeklagten Aktivistinnen wieder und versammelt Beiträge zur Frage von Abrüstung von unten, zur Geschichte christlichantimilitaristischen Widerstands und zu blinden Flecken in der Linken. Es liefert in Zeiten zunehmender Aufrüstung Impulse für eine neue Friedensbewegung fernab bürgerlicher Religiosität.

ISBN 978-3-85476-902-6     17,00 €  Portofrei     Bestellen

INTERNATIONALE DER KRIEGSDIENSTGEGNER/INNEN 1947 - 2017 - Beiträge zur Geschichte. Hrsg. Wolfram Beyer

Beiträge zur Geschichte Pazifismus - Antimilitarismus - Gewaltfreiheit - Widerstand gegen den Krieg.
Die IDK Internationale der Kriegsdienstgegner/innen wurde 1947 gegründet und ist eine Sektion der War Resisters' International (WRI). Die Autoren benennen Aspekte aus der 70 jährigen Geschichte der IDK, des Pazifismus und Antimilitarismus und formulieren anti-militaristische Aufgaben heute.

ISBN 978-3-86841-187-4     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Nation, Krieg und Revolution. Gustav Landauer: Ausgewählte Schriften. Band 4. Von Gustav Landauer

Gustav Landauers Verständnis von Nation entwickelte sich in Abgrenzung zu Nationalstaatlichkeit, Nationalismus und Ethnizität. Homogenität und Gleichmacherei im Rahmen bestehender Nationalstaaten stellte er seine libertäre Konzeption von gegenseitiger Hilfe, Gleichberechtigung und solidarischer Nachbarschaft entgegen. Staat, der für ihn nicht anderes vorstellte als Zwangsstruktur, und Nation blieben für ihn unverwechselbare Gegensätze, auf deren definitive Trennung er abzielte. Sein föderalistisches Verständnis einer nichtnationalistischen Nation sollte den abstammungszentrierten deutschen Ethnizismus ebenso ablösen wie das Konzept des westlichen Nationalstaates.
Frühzeitig warnte Landauer vor dem heraufziehenden Weltkrieg. Sein konsequenter Antimilitarismus und seine unerschütterliche Kriegsgegnerschaft zielten auf die dauerhafte Abschaffung aller Armeen sowie im Kriegsfall auf Boykott, Gehorsamsverweigerung, Desertation und Massenstreik bis hin zum Generalstreik.

ISBN 978-3-86841-046-4     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Zur Unzeit, gegeigt. Politische Lyrik und Bildmontagen. Von Rudolph Bauer

Der Gedichtband "Zur Unzeit, gegeigt" von Rudolph Bauer gehört zur Kategorie Politische Lyrik. Diese knüpft an bei Vorläufern wie Heinrich Heine und Kurt Tucholsky, Bert Brecht und Günter Eich, Peter Hacks und Pablo Neruda. Die Nennung solcher Protagonisten kann irreführende Erwartungen wecken. Wie bei ihnen erhebt sich die poetische Stimme des Autors auch heute wieder "zur Unzeit". Aber sie hat einen unverkennbar eigenen, eigenwilligen, eigensinnigen Klang. Ihr Sound - poetisch "gegeigt" - ist unterfüttert mit historischer Kenntnis, politischer Klarheit und kritischer Schärfe.

ISBN 978-3-347-06297-9     16,00 €  Portofrei     Bestellen

»Where have all the Rebels gone?« Perspektiven auf Klassenkampf und Gegenmacht. Hrsg.Christopher Wimmer

Nazis ziehen angstfrei durch die Straßen, Antifeminist/innen streuen unbehelligt ihren Hass, Rassist/innen beherrschen die Kommentarspalten und die Stammtische. Was tun angesichts der gesellschaftlichen Stimmung, der Stärke der Menschenfeinde und der womöglich eigenen, individuell erfahrenen Ohnmacht?

Der Sammelband sucht nach revolutionären Splittern - und findet sie! Die Textsammlung dokumentiert historische Erfahrungen, die die radikale Linke im letzten Jahrhundert gemacht hat, setzt sich mit Konzepten von Gegenmacht auseinander, die im 20. Jahrhundert erprobt wurden, und lässt Aktivist/innen der Gegenwart zu Wort kommen. Dabei geht die Perspektive weit über Deutschland hinaus und betrachtet Widerstände weltweit.

ISBN 978-3-89771-277-5     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Blaue Jungs mit roten Fahnen. Die Volksmarinedivision 1918/19. Von Klaus Gietinger

Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten 'Hamburger Punkte' annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne.

ISBN 978-3-89771-263-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

LENIN oder: Der Zweck heiligt die Mittel. Von Angelica Balabanoff

Den Emigranten Lenin lernte Angelica Balabanoff 1905 in Zürich kennen. Es war die Zeit, als der spätere Faschistenführer Benito Mussolini noch zum Freundeskreis der in Russland geborenen Führerin der italienischen Sozialisten gehörte. Angelica Balabanoff und Lenin verband ein spannungsvolles Verhältnis. Sie geriet mit ihm nicht zuletzt als Motor der sozialistischen Antikriegsbewegung Europas und als Organisatorin der Zimmerwalder Konferenzen gegen den Ersten Weltkrieg immer wieder aneinander: Sie wollte die Sozialistische Internationale, in deren Büro sie bis 1914 neben Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean Jaures und Lenin mitgearbeitet hatte, erneuern, Lenin wollte die Internationale spalten. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 veranlasste Angelica Balabanoff, das Schweigen zu brechen.

ISBN 978-3-320-02353-9     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Militarismus und Antimilitarismus. Unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung. Von Karl Liebknecht

Was hat der heutige Militarismus mit dem Militarismus von vor über einhundert Jahren zu tun? Angesichts des Erscheinungsjahres (1907) scheint diese Frage berechtigt. Dies könnte mit der Gegenfrage beantwortet werden, was sich seitdem verändert hat und was nicht. Wenn die Frage der Aufrüstung und des Krieges nicht als Ausdruck einer bestimmten Politik einer kriegerischen Regierung verstanden wird, sondern die wirklichen Ursachen erforscht werden, warum es so etwas gibt, könnte man zur Antwort gelangen, dass beides sehr viel miteinander zu tun hat. So untersuchte Liebknecht den Zusammenhang zwischen Klassengesellschaften und Militarismus und seiner Ausprägung im Kapitalismus. Das führte ihn zu weitgehenden Schlussfolgerungen über die Rolle des Militarismus in der Konkurrenz kapitalistischer Staaten untereinander, aber auch, wie er innerhalb der Grenzen eines Nationalstaates wirkt.

ISBN 978-3-96156-067-7     9,90 €  Portofrei     Bestellen

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