Antimilitarismus ist eine Haltung, die gegen das Überhandnehmen militärischer Interessen und Strukturen in Staat und Gesellschaft und die Übersteigerung soldatischer und kämpferischer Werte gerichtet ist.

Wikipedia (DE): Antimilitarismus

Warum ich Antimilitaristin bin

Egal wohin man schaut, man liest meist eine stark verkürzte Darstellung des Unterschieds zwischen Pazifismus und Antimilitarismus. Oft heißt es: Pazifisten lehnen Gewalt grundsätzlich ab, Antimilitaristen hingegen nicht unbedingt – sie würden zwar die Rolle des Militärs hinterfragen, aber im Zweifel für eine Landesverteidigung offen sein. Damit wird dem Pazifismus eine Radikalität unterstellt, die er historisch gar nicht besitzt. Denn Pazifismus lehnt in der Regel die Form des Krieges ab, nicht aber die gesellschaftlichen Verhältnisse, die zu Krieg führen – und bleibt damit meist im Rahmen des bürgerlichen Staates und seiner Logik.  Von  Özlem Alev Demirel   etos.media 20. 04.2025    

Beiträge zur Geschichte Pazifismus - Antimilitarismus - Gewaltfreiheit - Widerstand gegen den Krieg.
Die IDK Internationale der Kriegsdienstgegner/innen wurde 1947 gegründet und ist eine Sektion der War Resisters' International (WRI). Die Autoren benennen Aspekte aus der 70 jährigen Geschichte der IDK, des Pazifismus und Antimilitarismus und formulieren anti-militaristische Aufgaben heute.

ISBN 978-3-86841-187-4 14,00 € Portofrei Bestellen

Gustav Landauers Verständnis von Nation entwickelte sich in Abgrenzung zu Nationalstaatlichkeit, Nationalismus und Ethnizität. Homogenität und Gleichmacherei im Rahmen bestehender Nationalstaaten stellte er seine libertäre Konzeption von gegenseitiger Hilfe, Gleichberechtigung und solidarischer Nachbarschaft entgegen. Staat, der für ihn nicht anderes vorstellte als Zwangsstruktur, und Nation blieben für ihn unverwechselbare Gegensätze, auf deren definitive Trennung er abzielte. Sein föderalistisches Verständnis einer nichtnationalistischen Nation sollte den abstammungszentrierten deutschen Ethnizismus ebenso ablösen wie das Konzept des westlichen Nationalstaates.
Frühzeitig warnte Landauer vor dem heraufziehenden Weltkrieg. Sein konsequenter Antimilitarismus und seine unerschütterliche Kriegsgegnerschaft zielten auf die dauerhafte Abschaffung aller Armeen sowie im Kriegsfall auf Boykott, Gehorsamsverweigerung, Desertation und Massenstreik bis hin zum Generalstreik.

ISBN 978-3-86841-046-4 18,00 € Portofrei Bestellen

Der Gedichtband "Zur Unzeit, gegeigt" von Rudolph Bauer gehört zur Kategorie Politische Lyrik. Diese knüpft an bei Vorläufern wie Heinrich Heine und Kurt Tucholsky, Bert Brecht und Günter Eich, Peter Hacks und Pablo Neruda. Die Nennung solcher Protagonisten kann irreführende Erwartungen wecken. Wie bei ihnen erhebt sich die poetische Stimme des Autors auch heute wieder "zur Unzeit". Aber sie hat einen unverkennbar eigenen, eigenwilligen, eigensinnigen Klang. Ihr Sound - poetisch "gegeigt" - ist unterfüttert mit historischer Kenntnis, politischer Klarheit und kritischer Schärfe.

ISBN 978-3-347-06297-9 16,00 € Portofrei Bestellen

Nazis ziehen angstfrei durch die Straßen, Antifeminist/innen streuen unbehelligt ihren Hass, Rassist/innen beherrschen die Kommentarspalten und die Stammtische. Was tun angesichts der gesellschaftlichen Stimmung, der Stärke der Menschenfeinde und der womöglich eigenen, individuell erfahrenen Ohnmacht?

Der Sammelband sucht nach revolutionären Splittern - und findet sie! Die Textsammlung dokumentiert historische Erfahrungen, die die radikale Linke im letzten Jahrhundert gemacht hat, setzt sich mit Konzepten von Gegenmacht auseinander, die im 20. Jahrhundert erprobt wurden, und lässt Aktivist/innen der Gegenwart zu Wort kommen. Dabei geht die Perspektive weit über Deutschland hinaus und betrachtet Widerstände weltweit.

ISBN 978-3-89771-277-5 18,00 € Portofrei Bestellen

Den Emigranten Lenin lernte Angelica Balabanoff 1905 in Zürich kennen. Es war die Zeit, als der spätere Faschistenführer Benito Mussolini noch zum Freundeskreis der in Russland geborenen Führerin der italienischen Sozialisten gehörte. Angelica Balabanoff und Lenin verband ein spannungsvolles Verhältnis. Sie geriet mit ihm nicht zuletzt als Motor der sozialistischen Antikriegsbewegung Europas und als Organisatorin der Zimmerwalder Konferenzen gegen den Ersten Weltkrieg immer wieder aneinander: Sie wollte die Sozialistische Internationale, in deren Büro sie bis 1914 neben Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean Jaures und Lenin mitgearbeitet hatte, erneuern, Lenin wollte die Internationale spalten. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 veranlasste Angelica Balabanoff, das Schweigen zu brechen.

ISBN 978-3-320-02353-9 22,00 € Portofrei Bestellen

Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten 'Hamburger Punkte' annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne.

ISBN 978-3-89771-263-8 18,00 € Portofrei Bestellen

Was hat der heutige Militarismus mit dem Militarismus von vor über einhundert Jahren zu tun? Angesichts des Erscheinungsjahres (1907) scheint diese Frage berechtigt. Dies könnte mit der Gegenfrage beantwortet werden, was sich seitdem verändert hat und was nicht. Wenn die Frage der Aufrüstung und des Krieges nicht als Ausdruck einer bestimmten Politik einer kriegerischen Regierung verstanden wird, sondern die wirklichen Ursachen erforscht werden, warum es so etwas gibt, könnte man zur Antwort gelangen, dass beides sehr viel miteinander zu tun hat. So untersuchte Liebknecht den Zusammenhang zwischen Klassengesellschaften und Militarismus und seiner Ausprägung im Kapitalismus. Das führte ihn zu weitgehenden Schlussfolgerungen über die Rolle des Militarismus in der Konkurrenz kapitalistischer Staaten untereinander, aber auch, wie er innerhalb der Grenzen eines Nationalstaates wirkt.

ISBN 978-3-96156-067-7 9,90 € Portofrei Bestellen

Rosa Luxemburg war eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und „proletarischen Internationalismus“. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ablehnte. Nachdem der folgende Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet (Wikipedia).

ISBN 978-3-320-00760-7 1988 299,40 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Rosa Luxemburg war einer der ungewöhnlichsten Menschen, die je in der europäischen Linken mitgetan hat. Die Politikerin, die lieber Zoologie studiert hätte, wollte eine Gesellschaft, in der jeder Gleichheit in Freiheit und Solidarität als selbstverständlich erleben sollte. Ihre Feinde im gegnerischen Lager ließen sie im Januar 1919 erschlagen. Noch posthum verdammten ihre Feinde im eignen Lager ihre Ansichten über Demokratie und Freiheit, die Rosa Luxemburg als Freiheit der Andersdenkenden verstand, und missbrauchten ihren Namen (Dietz Verlag)

Gesammelte Werke Rosa Luxemburg Hrsg. Rosa-Luxemburg-Stiftung

 Band 1.1 1893 bis 1905  |  Band 1.2 1893 bis 1905  |  Band 2 1906 bis Juni 1911  |  Band 3 Juli 1911 bis Juli 1914  |  Band 4 August 1914 bis Januar 1919  | Band 5 Ökonomische Schriften  |  Band 6: 1893 bis 1906  |  Band 7.1 1907 bis 1918  |  Band 7.2 1907 bis 1918

Bis heute faszinieren Denken und Persönlichkeit der Wortführerin der linken Sozialdemokratie aus den Zeiten des Kaiserreichs, sorgen für kontroverse Diskussionen nicht nur in linken Bewegungen. Antimilitarismus, Internationalismus, Arbeiterrechte, Frauenrechte. Wie sah die Gesellschaft aus, für die Rosa Luxemburg kämpfte? Wie verhält es sich mit Pluralismus und Radikalität? Was hat es auf sich mit der viel zitierten "Freiheit des Andersdenkenden"?

ISBN 978-3-355-01839-5 7,00 € Portofrei Bestellen