Blaue Jungs mit roten Fahnen. Die Volksmarinedivision 1918/19. Von Klaus Gietinger

Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten 'Hamburger Punkte' annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne.

ISBN 978-3-89771-263-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Jetzt waren die Matrosen plötzlich das Ziel der Konterrevolution und derjenigen, die sie bisher geschützt hatten: die mit den alten Mächten alliierten Regierenden. Die Matrosen wurden hintergangen, verleumdet und verfolgt. Sie waren keine Bolschewisten, doch sie ließen sich spalten, so wie die SPD gespalten war. Schließlich wurden die Blaujacken mit den roten Bändchen gejagt und ermordet. Dabei standen führende Sozialdemokraten nicht nur Schmiere, sondern erließen die Mordbefehle. Klaus Gietinger setzt den Roten Matrosen mit diesem Buch ohne Scheuklappen und ohne Pathos ein Denkmal. Ein Denkmal, von dem wir eine Menge lernen können.
Geschichte der einzig je wirklich demokratischen und revolutionären Militäreinheit Deutschlands.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker. In diesen Tagen jähren sich Ereignisse, die zeigen, wie schmal die Trennung zwischen bürgerlichem Staat und Faschismus ist  Von Peter Nowak → TELEPOLIS 13. März 2019

Der Autor:

Klaus Gietinger, Foto von Matthias BeckerKlaus Gietinger ist gelernter Soziologe und drehte seit den 1980er Jahren zahlreiche Fernsehfilme, Serien und Tatorte. Auch mehrere Kinofilme sind darunter, der bekannteste – »Daheim sterben die Leut« (zusammen mit Leo Hiemer) – war ein Kassenmagnet und wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert. Gietinger inszenierte auch dutzende Folgen der Kinderserie »Löwenzahn«. Sein Dokumentarfilm über den Tod von Benno Ohnesorg (zusammen mit Margot Overath und Uwe Soukup) wurde 2018 für den Grimme-Preis nominiert. Gietinger schrieb zwei Romane und über ein Dutzend erfolgreiche historische Sachbücher, darunter der Bestseller »Eine Leiche im Landwehrkanal – Die Ermordung Rosa Luxemburgs«.

 

Erstellt: 15.03.2019 - 06:06  |  Geändert: 15.03.2019 - 07:53

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