Ethik

Deutschland schafft mich. Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin. Von Michel Abdollahi

Von Deutschlands Super-Vorzeige-Migranten zum Hassobjekt der Rechten. Michel Abdollahi ist ein echter Hamburger Jung, so dachte er jedenfalls von sich. Bis die AfD in die Parlamente einzog und die gesellschaftliche Debatte radikal veränderte. Auf einmal sind Menschen mit schwarzen Haaren Vergewaltiger und Kopftuchmädchen, jeder Muslim ein Bombenleger. Zu Abdollahis Entsetzen werden solche Aussagen auch noch von einem Großteil der Medien und der demokratischen Parteien diskutiert, was erst recht dazu führt, dass sich der Hass voll entlädt.

Michel Abdollahi erzählt davon, wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration heute nicht mehr vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren, zeigt aber auch, dass Aufgeben keine Option ist.

"Der Gentleman-Journalist" Anja Reschke, Panorama

ISBN 978-3-455-00893-7     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Ist das ein Mensch? Von Primo Levi

Ein Jahr Hölle in Auschwitz. Dieser Band beschreibt das Jahr, das Primo Levi in Auschwitz verbracht hat: vom Februar 1944 bis zum Januar 1945.

"Nicht um neue Anschuldigungen vorzubringen, habe ich dieses Buch geschrieben", sagt Levi, "sondern als Dokument für das Studium einiger zentraler Aspekte des menschlichen Seelenlebens." Die zentrale Frage freilich, die Titelfrage, wird von Levi auf zweifach Weise beantwortet: Mensch ist, wer tötet, wer Unrecht zufügt oder erleidet. Kein Mensch hingegen ist, wer darauf wartet, dass sein Nachbar endlich stirbt, damit er ihm ein Viertel Brot abnehmen kann, kein Mensch ist jener, der noch im Todeskampf beständig sein Jawohl murmelt. Und unauslöschlicher als die Tätowierungen auf dem Unterarm ist den Überlebenden die Erinnerung an die Zeit, in der sie keine Menschen waren, ins Gedächtnis eingebrannt.

ISBN 978-3-423-12395-2     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Cahiers 1. Aufzeichnungen. Von Simone Weil

Simone Weils Cahiers, ihre Notizhefte, sind das Kernstück ihrer Schriften und eines der großen intellektuellen und menschlichen Dokumente dieses Jahrhunderts. Das widerständige Denken dieser großen Philosophin, die sich von keiner weltanschaulichen Richtung, keiner politischen Gruppe oder Partei vereinnahmen ließ, spiegelt sich in diesen nie zu einem Abschluß findenden Reflexionsprozessen. Die Form der dauernden Auseinandersetzung mit anderen (Platon, Descartes, Spinoza, Shakespeare, Racine, Goethe oder mit den indischen heiligen Schriften, der Bibel und dem Mystiker Jean de la Cruz) war für Simone Weil Voraussetzung, unter der sich ihre Gedanken entwickeln konnten; das Gespräch, nicht das geschlossene philosophische System entsprach der ihr eigenen Offenheit, die große Aufmerksamkeit verdient.

ISBN 978-3-446-25371-1     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Cahiers 2. Aufzeichnungen. Von Simone Weil

Am Vorabend des deutschen Einmarschs aus Paris geflüchtet, kehrt Simone Weil im November 1941 wieder nach Marseille zurück. In den folgenden Monaten entstehen die Hefte 5, 6 und 7, die in diesem zweiten Band der Cahiers enthalten sind. Sie sind thematisch eng verwandt mit einer Reihe von Vorträgen, die sie in dieser Zeit hielt, sowie mit ihrem Plan, eine Anthologie der schönsten nicht-christlichen Texte über die Liebe zu Gott zusammenzustellen. Simone Weils Gedanken über Grundfragen menschlichen Seins sind nicht nur für philosophisch gebildete Leser von Belang.

ISBN 978-3-446-25372-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Cahiers 3. Aufzeichnungen. Von Simone Weil

In den Heften des dritten Bandes der Cahiers finden sich die zu knappen Abhandlungen verdichteten Aufzeichnungen, die Simone Weil von Februar 1942 bis zu ihrer Emigration im Mai machte. In dieser Phase intensiver Produktivität kreisen die Cahiers zusammenfassend um alle wichtigen Themen Weils wie eine schriftliche Rechenschaft über ihr bisheriges Leben angesichts des bevorstehenden Einschnitts.

ISBN 978-3-446-25373-5     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Cahiers 4. Aufzeichnungen. Von Simone Weil

Juni 1942. Simone Weil verläßt mit ihren Eltern Casablanca und erreicht am 6. Juli per Schiff New York, von wo aus sie sich um ein Visum für England bemüht, um sich dort der Résistance-Bewegung anzuschließen. Der vierte Band der Cahiers enthält Simone Weils letzte Aufzeichnungen bis kurz vor ihrem Tod, und sie enden mit dem berühmten Londoner Notizbuch, das sie bis in ihre letzten Tage führte. Am 17. August 1943 starb sie in Ashford, erschöpft und an ihrer Gegenwart verzweifelt, im Alter von nur 34 Jahren. Die Hefte dieses Bandes, mit dem die Ausgabe der Cahiers abgeschlossen ist, sind das Vermächtnis der Philosophin und Mystikerin Simone Weil.

ISBN 978-3-446-25374-2     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Ethos der Inklusion. Eine Spurensuche in der Behindertenrechtskonvention. Von Arnold Köpcke-Duttler

In diesem Buch wird nicht einfachhin ein Loblied auf die Inklusion gesungen, als wäre sie ein hehres Ideal. In den dreizehn Teilen wird nach ihren ethischen Grundgedanken gesucht, ohne dass Konflikte dieser regulativen Idee mit sich selbst und Züge ihrer inneren Gegenstrebigkeit übergangen werden. In der Einleitung wird der interkulturelle Blick geschärft, den gerade die Behindertenrechtskonvention abverlangt. In den folgenden Teilen bildet die Mitte die herausfordernde Idee der menschlichen Würde, wobei Zusammenhänge zwischen ihr und dem Menschenrecht auf Ernährung gedacht werden. Die gegen Armut und Krieg als Verletzungen der konkreten Humanität sich auflehnende Konvention wird dann in ihren Wirkungen auf Montessori-Schulen und auf das Feld der Elementarpädagogik verdeutlicht.

ISBN 978-3-86585-226-7     23,90 €  Portofrei     Bestellen

Menschenrechte und Menschenpflichten. Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft. Von Aleida Assmann

In der aktuellen Flüchtlingsdebatte stellt sich immer dringlicher die Frage nach einem neuen Gesellschaftsvertrag. Dabei sind insbesondere drei Aspekte zu berücksichtigen: erstens die politische Durchsetzung von Menschenrechten als eine moderne Errungenschaft der Geschichte; zweitens die soziale Unterfütterung dieses rechtlichen Schutzes durch uralte kulturelle Werte wie Empathie und Solidarität, und drittens ein Kanon von Regeln des fairen und respektvollen Zusammenlebens unter Einheimischen und Zugewanderten. Für diesen Kanon, der jenseits kultureller Differenzen als gemeinsame Verpflichtung anerkannt wird, schlägt Aleida Assmann den Begriff der "Menschenpflichten" vor, deren fünftausendjährige Geschichte sie rekonstruiert und für die Gegenwart aktualisiert.

ISBN 978-3-7117-2072-6     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Wider den Gehorsam. Von Arno Gruen

Lange bevor wir sprechen können und sich unser Denken organisiert, müssen wir lernen, gehorsam zu sein und unsere Gefühle zu unterdrücken. In allen Lebensbereichen erzwingt unsere Zivilisation einen reflexartigen Gehorsam. Zugleich belohnt sie ein Gruppendenken, das ein selbstbestimmtes, freies Denken unmöglich macht. Scharfsinnig entlarvt der bedeutende Psychoanalytiker Arno Gruen die Pathologie der freiwilligen Knechtschaft: Wir selbst halten uns nicht für gehorsam und erkennen nicht, dass die Idealisierung des Unterdrückers ihm Macht über uns verleiht. Es ist höchste Zeit, gegen die Kultur des verschwiegenen Gehorsams zu revoltieren: Nur so können wir die Demokratie stärken und besser miteinander leben.

ISBN 978-3-608-94891-2     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Lob des Müßiggangs. Von Bertrand Russell

Ein brillantes Plädoyer für geistige Unabhängigkeit.

Hier finden sich scharfsinnige, amüsante Betrachtungen zu vielfältigen Themen, die zusammen ein augenöffnendes Plädoyer gegen jeglichen Dogmatismus und für geistige Unvoreingenommenheit bilden. Die Themen reichen von den sozialen Aspekten der Architektur über die Kritik an Kommunismus, Faschismus, Kapitalismus bis zu Betrachtungen über das Verhältnis von Menschen und Insekten: temperamentvolle, geistreiche, witzige Glossen, Analysen und Kommentare des berühmten Philosophen und Nobelpreisträgers.

ISBN 978-3-423-34955-0     10,90 €  Portofrei     Bestellen

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