Kritische Theorie

Soziologische Gegenaufklärung. Vorträge und Aufsätze zur Kritik der Soziologie. Von Gerhard Stapelfeldt

Der zentrale Erfahrungsgehalt der Kritischen Theorie der Gesellschaft war, bei Horkheimer und Adorno, die „Barbarei”; die Kritik galt der Aufklärung von Nationalsozialismus und Antisemitismus aus der Selbstzerstörung der liberalen Aufklärung. Die erste Aufgabe einer kritischen Theorie heute ist daher die Aufklärung der Genesis der Barbarei und deren Verdrängung durch den gegenaufklärerischen neuen Liberalismus: den Ordo-, vor allem den Neoliberalismus. In der Gegenaufklärung koinzidiert ein gesellschaftlicher Irrationalismus mit einer geschichtlichen Erinnerungs- und Hoffnungslosigkeit. Einzig durch die Kritik jenes Liberalismus, der eine Erinnerung des Nationalsozialismus zu verstellen scheint, ist dessen Genesis zu begreifen. Die hier versammelten Aufsätze gelten weitgehend dieser Aufklärung, vermittelt durch eine Kritik der soziologischen Gegenaufklärung.

ISBN 978-3-8300-9426-5     129,00 €  Portofrei     Bestellen

Theorie der Gesellschaft und empirische Sozialforschung. Zur Logik der Aufklärung des Unbewussten. Von Gerhard Stapelfeldt

Die Feststellung Adornos aus dem Jahre 1957, "daß das, worauf es eigentlich ankäme, die Verbindung empirischer Erhebungen mit theoretisch zentralen Fragestellungen, trotz vereinzelter Ansätze bis heute nicht gelungen" sei, ist heutzutage alles andere als überholt. Gerade wo an die Stelle eines bestimmten Begriffs von Gesellschaft die unbestimmte Metapher der "Globalisierung" getreten ist, setzt sich ein verdinglichtes, gesellschaftliche Verhältnisse individualisierendes und fetischisierendes Bewusstsein durch, das die Bewusstlosigkeit seiner Gesellschaftlichkeit ideologisch verdoppelt. Eine Theorie der Gesellschaft, die ihrem Begriff entspricht, ist nur als kritische Theorie möglich, was heißt, sie ist kritisch nur als immanent ansetzende, die gegebene Gesellschaft transzendierende Theorie, die die Differenz zwischen Sein und Schein, Selbstverständnis und Selbsttäuschung, Realität und Utopie freilegt: So ist sie Krisentheorie, Theorie des gesellschaftlichen Widerspruchs von existierender Unvernunft und utopischem Vernunftanspruch, von Irrationalität und Rationalität, von Verdinglichung und vernünftiger Transzendenz.

ISBN 978-3-924627-13-3     31,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Geist des Widerspruchs. Studien zur Dialektik. Erster Band. Von Gerhard Stapelfeldt

Der Geist des Widerspruchs: die Dialektik, scheint aus der neoliberalen Gesellschaft und Politik-Ökonomie getilgt. Der Imperativ lautet: Anpassung an undurchschaubare, irrationale Verhältnisse. “Anpassung” fordert die neoliberale Theorie in Abwendung von jeder Form der Vernunft und des Rationalismus; Anpassung fordert die politische Administration - vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank bis zur EU-Kommission und bis zur Agenda 2010-Rede des Bundeskanzlers Schröder - im Namen der Globalisierung als eines transzendentalen Schicksals. Anpassung ist auch der Imperativ der neoliberalen Universität, der im Kontext der globalen “Wissensgesellschaft” und “Wissensökonomie” die Rolle der Produktion von verwertbarem Wissen und verwertbaren Menschen, die Auswendig-Entfremdetes auswendig zu reproduzieren haben, übertragen wurde.

ISBN 978-3-86259-113-8     29,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Geist des Widerspruchs. Studien zur Dialektik. Zweiter Band. Von Gerhard Stapelfeldt

Der Geist des Widerspruchs: die Dialektik, scheint aus der neoliberalen Gesellschaft und Politik-Ökonomie getilgt. Der Imperativ lautet: Anpassung an undurchschaubare, irrationale Verhältnisse. "Anpassung" fordert die neoliberale Theorie in Abwendung von jeder Form der Vernunft und des Rationalismus; Anpassung fordert die politische Administration - vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank bis zur EU-Kommission und bis zur Agenda 2010-Rede des Bundeskanzlers Schröder - im Namen der Globalisierung als eines transzendentalen Schicksals. Anpassung ist auch der Imperativ der neoliberalen Universität, der im Kontext der globalen "Wissensgesellschaft" und "Wissensökonomie" die Rolle der Produktion von verwertbarem Wissen und verwertbaren Menschen, die Auswendig-Entfremdetes auswendig zu reproduzieren haben, übertragen wurde.

ISBN 978-3-86259-114-5     29,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Geist des Widerspruchs Studien zur Dialektik. Dritter Band (2 Teile). Von Gerhard Stapelfeldt

Der Geist des Widerspruchs, die Dialektik, scheint aus der neoliberalen Gesellschaft und Politik-Ökonomie getilgt. Der Imperativ lautet: Anpassung an undurchschaubare, irrationale Verhältnisse. "Anpassung" fordert die neoliberale Theorie in Abwendung von jeder Form der Vernunft und des Rationalismus; Anpassung fordert die politische Administration - vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank bis zur EU-Kommission und bis zur Agenda 2010-Rede des Bundeskanzlers Schröder - im Namen der Globalisierung als einem transzendentalen Schicksal. Anpassung ist auch der Imperativ der neoliberalen Universität, der im Kontext der globalen "Wissensgesellschaft" und "Wissensökonomie" die Rolle der Produktion von verwertbarem Wissen und verwertbaren Menschen, die Auswendig-Entfremdetes auswendig zu reproduzieren haben, übertragen wurde.

ISBN 978-3-86259-115-2     49,00 €  Portofrei     Bestellen

Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie #1: Staatskritik, Marxistisches Denken

Das neu gegründete Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie versteht sich als Reaktion auf und als Alternative zur akademistischen Entwicklung im Wissenschaftsbetrieb. Es positioniert sich aber auch in Abhebung von marxologischen Publikationsprojekten: Das Marxsche Denken soll nicht philologisch rekonstruiert werden, sondern den Hintergrund einer Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen bilden. Dieses Denken zum Fundament zu erklären bedeutet, es zum Ausgangspunkt einer Reflexion auf die gesellschaftliche Wirklichkeit sowie der Analyse und Kritik theoretischer Positionen zu nehmen.Schwerpunkte der ersten Ausgabe sind »Staatskritik« und »Marxistisches Denken«.

ISBN 978-3-85476-913-2     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Adorno und die Folgen. Von Gerhard Schweppenhäuser

Das Buch stellt Adorno - mit Blick auf vielfältige Spiegelungen, Anschlüsse, Kontroversen und Kritiken - als einen der komplexesten und facettenreichsten sozial- und kulturphilosophischen Denker des 20. Jahrhunderts vor. Ein Grund für Adornos anhaltende Wirkung ist die enorme Breite des Themenspektrums, zu dem er wirkungsvolle Beiträge geleistet hat. Die pointierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und Phänomenen des Alltagslebens macht seine Version kritischer Theorie immer wieder für heranwachsende Generationen interessant.

ISBN 978-3-476-05821-8     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Die Schule der Kapitulation. Kritische Theorie und Studentenbewegung 1968. Von Michael Wengraf

1968 ist das Symboljahr für das Abgleiten der politischen Intellektuellen in eine arbeiterfeindliche, gegen die Massen gerichtete und offen antiplebejische Haltung. Zu Grabe getragen wurde aber nicht nur die Arbeiterklasse. Mit ihr verschwand auch die bewusste menschliche Tat, die revolutionäre Praxis, als Voraussetzung von radikaler Umgestaltung. Es waren nunmehr die bürgerlichen Intellektuellen, die ihren alten systemkonformen Ansatz von Emanzipation wieder kultivierten und monopolisierten. Heute beherrschen sie die „linke Szene“, in der das Individuum, Selbstverwirklichung und Bewusstsein absolut zentral sind.

 

ISBN 978-3-946946-27-4     21,00 €  Portofrei     Bestellen

Georg Lukács. Texte zum Theater. Von Georg Lukács. Hrsg. Jakob Hayner. Einleitung von Dietmar Dath. Beiträge von Bernd Stegemann

Georg Lukács gehört zu den herausragenden Denkern des 20. Jahrhunderts. Seine Schriften sind ein Schlüssel zur Ideengeschichte der Moderne und bieten auch Ansätze für die Gegenwart. Ein Bezug auf das Theater durchzieht sein gesamtes Schaffen. Doch die Rezeption seiner Werke ist gekennzeichnet von Brüchen. So war Lukács' differenzierte Ästhetik für marxistische Dogmatiker im Osten in ihrem Beharren auf einen maßgeschneiderten sozialistischen Realismus nicht immer wohlgelitten. Auch im Westen erfreute er sich nur für kurze Zeit einiger Popularität. Entsprechend sind viele Schriften einem breiten Publikum unbekannt.

ISBN 978-3-95749-362-0     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Schwarze Botin. Ästhetik, Kritik, Polemik, Satire 1976-1980. Hrsg. Vojin Saša Vukadinović

Die erste Dokumentation zur radikalsten Zeitschrift der westdeutschen Frauenbewegung.

Die Schwarze Botin war das bedeutsamste Periodikum der Neuen Frauenbewegung. Trotz der Kontroversen, die sie auslöste, steht die in West-Berlin verlegte Zeitschrift bis heute im Schatten von EMMA und Courage. Eine Vielzahl der Autorinnen ist später weit über feministische Kreise hinaus bekannt geworden. Für die Zeitschrift schrieben Rita Bischof, Silvia Bovenschen, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Ursula Krechel, Julia Kristeva, Elisabeth Lenk, Eva Meyer, Heidi Pataki, Heidi von Plato, Christa Reinig, Sarah Schumann, Ginka Steinwachs, Gisela von Wysocki und viele andere. Die Redaktion um die beiden Herausgeberinnen Gabriele Goettle und Brigitte Classen verfolgte mit dem Avantgarde-Journal nur ein Ziel: Aus der Frauenbewegung kommend eine Kritik an derselben zu formulieren - unerschrocken davor, sich Feindinnen und Feinde in den anderen feministischen Fraktionen wie in der politischen Linken zu machen.

ISBN 978-3-8353-3785-5     36,00 €  Portofrei     Bestellen

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