Kapitalismuskritik

Ein Cappuccino für die Armen. Kritik der Spenden- und Ehrenamtsökonomie. Von Claudia Pinl

Claudia Pinl zeichnet nach, wie der Ruf nach Bürgerengagement immer lauter wurde, parallel zum Abbau öffentlicher Daseinsvorsorge. Wenn öffentliche Aufgaben auf die Schultern von Freiwilligen verlagert werden, können Steuern niedrig und große Vermögen unangetastet bleiben und kann die Schuldenbremse trotzdem eingehalten werden. Mit dem guten Willen der Menschen lassen sich aber auch gute Geschäfte machen. Öffentliche Gelder fließen an Agenturen, Organisationsberater, Stiftungen und Weiterbildungseinrichtungen, die Freiwillige motivieren, rekrutieren, ausbilden und vermitteln. Und wer keine Zeit für Gratisarbeit hat, trinkt einen Cappuccino und bezahlt einen weiteren für jemanden, der sich keinen leisten kann, so wird es mancherorts von Gastronomen propagiert.

ISBN 978-3-89438-677-1     12,90 €  Portofrei     Bestellen

Einmaleins der Kapitalismuskritik. Von Peter Bierl

Die wichtigsten Ansätze der Kapitalismuskritik aus den vergangenen zwei Jahrhunderten werden in ihrem Kontext dargestellt und kritisch analysiert. Dabei zeigt sich, dass Kapitalismuskritik kein Privileg der Linken war oder ist. Es gab und gibt konservative, reaktionäre, rechte und völkische, nationalliberale und sozialreformerische Ansätze, neben anarchistischen, sozialistischen und kommunistischen Theorien.

Herausgearbeitet werden Affinitäten, Überschneidungen und Verkürzungen, aber auch Traditionslinien, die sich in aktuellen politischen Strömungen, in der Globalisierungskritik, bei Occupy oder rechten und populistischen Bewegungen wiederfinden.

ISBN 978-3-89771-144-0     7,80 €  Portofrei     Bestellen

Kapitalismus im Lebensnetz. Ökologie und die Akkumulation des Kapitals. Von Jason W. Moore

Erderwärmung, Naturkatastrophen, der Finanzcrash und Hungersnöte - im noch jungen 21. Jahrhundert häufen sich Krisen globalen Ausmaßes. Statt sie getrennt zu lesen, gilt es, sie zusammen zu denken - und zu begreifen, dass der Kapitalismus kein der Natur äußerliches System ist, sondern diese erst hervorbringt. Den Kapitalismus gilt es, als Naturereignis zu begreifen. Sein Motor liegt in der Gegenüberstellung von Natur und Gesellschaft, die es dem Kapital erst ermöglichte, in der Landwirtschaft die horizontalen Räume des Bodens und später mit dem Bergbau die vertikalen Schichten des Gesteins als Ressourcen sich anzueignen, zu erschließen und auszubeuten. Als "Weltökologie" wirkt der Kapitalismus und mit ihm der Mensch nicht auf die Natur, sondern in der Natur.

ISBN 978-3-95757-705-4     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Wie kommt der Kapitalismus an sein Ende? Kritik an Vorstellungen zum Abgang dieser Ökonomie. Von Alfred Fresin

Im vor einigen Jahren erschienenen Buch "Die bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft - eine Alternative zur Marktwirtschaft" hat der Autor ein auf einer Kritik des Kapitalismus basierendes Modell einer nichtkapitalistischen, menschenfreundlichen Ökonomie entworfen. Obwohl darin auch kurz der Übergang vom Kapitalismus zur nicht-kapitalistischen Ökonomie zur Sprache kam, wurde der Frage, wie der Kapitalismus an sein Ende kommt, wenig Platz eingeräumt. Das soll nun mit den Ausführungen in dieser Abhandlung nachgeholt werden - und zwar in kritischer Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Kapitalismuskritikern und tatsächlichen Versuchen, den Kapitalismus zu überwinden.

ISBN 978-3-631-78490-7     24,95 €  Portofrei     Bestellen

Die Öko-Katastrophe. Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen. Hrsg. Jens Wernicke und Dirk Pohlmann

Wie einst die Titanic rast die Menschheit ohne Abbremsen und Kurskorrektur direkt auf die Katastrophe zu. Angesichts der seit Jahrzehnten wachsenden existentiellen Bedrohung durch Umweltzerstörung und globale Erwärmung versagen Politik und Medien, ja, versagt unser Gesellschaftssystem. Die etablierten Medien berichten zwar weitgehend akkurat über wissenschaftliche Tatsachen, unterdrücken jedoch, welchen Anteil unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung an der ökologischen Katastrophe hat. Sie verkürzen Zusammenhänge und verschweigen die Hauptverantwortlichen sowie das wahre Ausmaß der Bedrohung. Die Politik hingegen verspricht, die Katastrophe mit weiteren neoliberalen Reformen aufhalten zu können, will den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben. Sie setzt auf Mittel, die den kollektiven Wahnsinn nicht etwa infrage stellen, sondern in Stein meißeln, und die am Ende wieder die Armen belasten und Reichen privilegieren werden.

ISBN 978-3-96789-000-6     24,80 €  Portofrei     Bestellen

Keine Enteignung ist auch keine Lösung. Die große Wiederaneignung und das vergiftete Versprechen des Privateigentums. Von Sabine Nuss

Explodierende Mieten haben den Ruf nach Enteignung großer Immobilienkonzerne laut werden lassen. Das Anliegen findet breite Unterstützung. Entsprechend aufgeregt reagieren jene, die Privateigentum als Inbegriff der Freiheit sehen. Sie warnen vor der Rückkehr des Sozialismus. Zeitgleich wird erbittert über eine europaweite Anpassung des Urheberrechts zur Sicherung digitalen Eigentums gestritten. Unterschiedliche Konflikte, aber beide Ausdruck einer Gesellschaft, deren Ordnung auf privater Verfügungsgewalt beruht. Privateigentum, so heißt es, sei Garant für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand.

ISBN 978-3-320-02367-6     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Das freie Leben aufbauen. Dialoge mit Abdullah Öcalan. Hrsg. Internationale Initiative "Freiheit für Öcalan - Frieden in Kurdistan"

Erstmals findet in deutscher Sprache eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Denken und Schreiben Öcalans und seinem politischen Einfluss statt. In diesem besonderen Band sind 18 Autor/innen, Aktivist/innen, Philosoph/innen und Wissenschaftler/innen vertreten, deren Ideen im Verhältnis zu Öcalans Schriften untersucht und debattiert werden. Das breite Spektrum namhafter Autor/innen beleuchtet verschiedene Aspekte der Theorie und Praxis des einflussreichen kurdischen Denkers, der sich seit mehr als zwanzig Jahren in Isolationshaft auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali befindet.

ISBN 978-3-89771-076-4     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Unter der Lupe. Analysen und Betrachtungen zum gewöhnlichen Kapitalismus. Von Georg Fülberth

Thomas Kuczynski in seinem Vorwort: "Viele dieser Artikel sind in unserer angeblich so schnelllebigen Zeit von unverminderter Aktualität, und ich empfehle sie dem Lesepublikum gern zur Lektüre, gegebenenfalls auch zu erneuter Lektüre. Ich tue dies nicht nur, weil aus ihnen viel über Geschichte, Politik und Wirtschaft zu lernen ist, das versteht sich bei einem solchen Autor wie Georg Fülberth von selbst. Mein Hauptbeweggrund ist vielmehr die Machart der Artikel, das Schreiben gegen den Strich und die ungeheure Nüchternheit der Darstellung von Problemen, die von andern zumeist hochemotional debattiert, von ihm aber auf einen Punkt gebracht werden, der zu weiterem Nachdenken auffordert."

ISBN 978-3-89438-721-1     14,90 €  Portofrei     Bestellen

Grüner Kapitalismus? Klimawandel, globale Staatenkonkurrenz und die Verhinderung der Energiewende. Von Jonas Rest

Der Übergang zu einem grünen Kapitalismus wird von transnationalen Konzernen ebenso gefordert wie von den Regierungen führender Staaten. Dennoch scheitern die internationalen Klimakonferenzen und die CO2-Emissionen steigen weiter an. Eine Klimakatastrophe, die das Leben von Millionen Menschen bedroht, wird immer wahrscheinlicher. Die These dieses Buches: Ohne die Entmachtung der fossilen Industrien wird es keinen Übergang zu einem grünen Kapitalismus geben. Denn diese gehören zu den stärksten sowie bestorganisierten Kapitalgruppen und bleiben von entscheidender Relevanz für die Konkurrenzstrategien der mächtigsten Staaten.
Mit einem Geleitwort von PD Dr. Lutz Mez

ISBN 978-3-531-18235-3     37,99 €  Portofrei     Bestellen

Die Idee des Kommunismus. Band 3. Hrsg. Slavoj Zizek und Alain Badiou

Die Idee des Kommunismus ist mehr als nur eine weitere Vertreterin in der Reihe der klassischen Utopien von Thomas Morus über Campanella bis William Morris. Sie ist heute aktueller denn je. Die globale Wirtschaftskrise hat die Frage nach einer neuen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Aber welchen Beitrag kann die kommunistische Idee bei der Suche nach Alternativen leisten? Was muss aus dem Scheitern im 20. Jahrhundert gelernt werden? Die Konferenz "Communism: A New Beginning" fand auf Einladung von Slavoj Zizek und Alain Badiou vom 14. bis 16. Oktober 2011 in New York statt und folgte auf die Zusammenkünfte in London 2009 und Berlin 2010. Ihre Debatten nehmen die Fäden der Vorgängerkonferenzen wieder auf. Es werden aber auch die turbulenten Ereignisse des Jahres 2011 reflektiert, darunter der Ausbruch des Arabischen Frühlings und das Auftreten der Occupy-Bewegung.

ISBN 978-3-944233-03-1     24,00 €  Portofrei     Bestellen

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