"Die erschreckenden Lehren aus 250 Jahren amerikanischer Geschichte. Ich habe die letzten 51 der 250 Jahre Amerikas miterlebt. Die meiste Zeit davon war ich der Überzeugung, dass die Vereinigten Staaten unheilbar krank sind. Und doch hätte ich mir nie ganz vorstellen können, dass die USA einmal dort stehen würden, wo sie heute sind. Das war ein Versagen meiner Weitsicht, denn Amerika mit seinen 250 Jahren ist meiner Einschätzung nach genau dort, wo es hingehört. Es ist eine Nation, die verdorben ist, ein Land, das von seiner Vergangenheit vergiftet ist – und noch mehr durch das klägliche Versagen, sich damit auseinanderzusetzen." Von Nick Turse Globalbridge 06.07.2026
USA (Thema)
Der Zweite Weltkrieg begann nicht 1939 mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen, sondern 1931, als Japan Nordostchina besetzte.
Zehn Jahre lang kämpfte China weitgehend allein. Während die Westmächte ihren wirtschaftlichen Vorteil kalkulierten, trieb die Sowjetunion die Industrialisierung im Gewaltmarsch voran, im Wissen, dass eine Invasion unmittelbar bevorstand. Im Juni 1941 überfiel Hitler die Sowjetunion. Die anfängliche Strategie der Atlantikmächte bis kurz vor ihrem Kriegseintritt war einfach und zynisch: Faschismus und Kommunismus sollten sich gegenseitig vernichten.
9/11, Snowden, Trump und die Folgen
Der 11. September 2001 veränderte die CIA grundlegend. Aus dem Geheimdienst, der seine Kernaufgaben – Spionage und Spionageabwehr – nach dem Kalten Krieg so gut wie aufgegeben hatte, wurde eine Organisation, die Foltergefängnisse baute und tödliche Drohnenangriffe durchführte. Tim Weiner erzählt gewohnt mitreißend die fesselnde Geschichte der CIA im 21. Jahrhundert, die von 9/11 über die Kriege in Afghanistan und im Irak bis hin zu den heutigen Konflikten mit Russland, China und dem Iran reicht.
Als am 12. Juli 2013 das schrille Signal einer Bootmannspfeife erklang, versammelte sich in einem kargen Gebäude auf der US-Militärbasis im deutschen Böblingen Offiziere militärischer Eliteeinheiten. Auf einer Bühne vor einer enormen amerikanischen Flagge nahmen Captain Robert Smith, Kommandeur der Naval Special Warfare Group Two, Captain J. Dane Thorleifson, der aus dem Amt scheidende Kommandeur der Naval Special Warfare Unit Ten, und sein Nachfolger Captain Jay Richards am feierlichen Wechsel des Befehlshabers teil, einer altehrwürdigen Marinetradition.
Vor einer kleinen Ansammlung uniformierter Militärangehöriger und ein paar Zivilpersonen sprachen diese Männer, alle Angehörige des Special Operations Command Africa (SOCAFRICA), über etwas, das nur selten in der Öffentlichkeit thematisiert wird – über verdeckte US-Militäroperationen in Afrika.
Sie beobachten sich gegenseitig über den Pazifik hinweg mit Argusaugen und reden übereinander statt miteinander: Längst hat der entscheidende geopolitische Wettstreit des 21. Jahrhunderts zwischen China und den USA begonnen – beides Weltmächte ohne ernsthafte Rivalen.
Kishore Mahbubani, renommierter und hervorragend vernetzter Diplomat und Gelehrter, analysiert die tiefen Verwerfungen in den Beziehungen zwischen Peking und Washington. Mit unverstelltem Blick erläutert er die Stärken, Schwächen, Fehler und Eigenheiten Chinas und der USA.
Kriege entstehen nicht zufällig.
Sie folgen Mustern.
Vom Krieg zur Weltordnung versammelt die zentralen Reden und Essays Wolfgang Effenbergers der Jahre 2009 bis 2026 mit weitführenden Schlussfolgerungen. Was zunächst wie einzelne Krisen erschien, zeigt sich hier als Muster: Strategische Planungen, geopolitische Interessen und politische Narrative greifen ineinander und bereiten Konflikte vor - lange bevor sie offen ausbrechen.
Marxismus vs. Imperialtheorie
Wer bezahlte die Wortführer des westlichen Marxismus? bietet einen Crashkurs in der Geschichte der imperialistischen Propaganda sowie in der marxistischen Methode zur Analyse von Kultur und Ideologie.
Der Autor Gabriel Rockhill demonstriert die erklärende und transformative Überlegenheit eines dialektischen und historisch-materialistischen Ansatzes und erläutert gleichzeitig, dass die Welt der Ideen ein entscheidender Ort des Klassenkampfs ist. Anschließend beschäftigt er sich mit einer akribischen Gegengeschichte der Frankfurter Schule, die einen grundlegenden Beitrag zum westlichen Marxismus leistete, indem er sie in die globalen Beziehungen des Klassenkampfs und des imperialistischen Krieges gegen den real existierenden Sozialismus einordnet.
Marxism vs. the Imperial Theory
Who Paid the Pipers of Western Marxism? offers a crash course in the history of imperialist propaganda, as well as in the Marxist method for analyzing culture and ideology. Author Gabriel Rockhill demonstrates the explanatory and transformative superiority of a dialectical and historical materialist approach, while elucidating how the world of ideas is a crucial site of class struggle. He then engages in a meticulous counter-history of the Frankfurt School—which made a foundational contribution to Western Marxism—by situating it within the global relations of class struggle and the imperialist war on actually existing socialism.
Die von Elon Musk ins Leben gerufene Abteilung für Regierungseffizienz, DOGE, war nur die Spitze des Eisbergs. In den letzten Jahren hat das Silicon Valley die Macht in den USA übernommen. Meta, Palantir & Co. bestimmen jetzt, wer reguliert, ja, wer regiert. Günstlinge der Tech-Milliardäre durchsetzen den Verwaltungsapparat. Energiepolitik wird fast nur noch für die Kryptobranche und KI-Startups gemacht. Und die anti-woke Agenda der Titanen münzt Trump eins zu eins in Dekrete um.
Editorial:
Bei den zurückliegenden Landtags- und Kommunalwahlen hat sich der politische Rechtstrend in der Berliner Republik weiter fortgesetzt. Wie ist dieser Entwicklung beizukommen? Wie ist sie theoretisch-kategorial zu fassen, in welchem Verhältnis stehen historischer Faschismus und die heutige internationale Rechtsentwicklung?
Der Faschismusbegriff stand in der bundesrepublikanischen Debatte über Jahrzehnte unter Ideologieverdacht. Wer ihn nutzte und dabei nicht an die »Phänomenologie« eines Ernst Nolte anknüpfte, gab sich als Anhänger materialistischer, womöglich sogar marxistischer Analyseansätze zu erkennen, was bis in die 1990er Jahre im akademischen Bereich noch schwere Nachteile mit sich brachte ...
„Unterricht bereitete das westliche Publikum auf Völkermord vor“ aus dem Vorwort von Noura Erakat, Autorin von Justice for Some
Als im Oktober 2023 Bomben auf Gaza niedergingen, erfassten Bilder von Massentod und Zerstörung die Welt, und offen völkermörderische Äußerungen israelischer Führer ließen das Ausmaß der bevorstehenden Schrecken erahnen. Aber die US-Medien waren schnell dabei, eine aufkommende Vernichtungskampagne herunterzuspielen, zu verschleiern und in einen raffinierten „Krieg gegen den Terror“-Rahmen zu verpacken.
"Vivid and meticulous ... Through painstaking documentation, Johnson shows how anti-Palestinian racism among elite liberals and liberal institutions primed Western audiences for genocide" from the foreword by Noura Erakat, author of Justice for Some
As bombs rained down on Gaza in October 2023, images of mass death and destruction gripped the world, and openly genocidal statements from Israeli leaders foretold the magnitude of horrors to come. But the US media was quick to downplay, obscure, and repackage an emerging campaign of extermination into a slick "war on terror" framework.
SCHWERPUNKT
— Auf dem Weg in die Militärrepublik (Tobias Pflüger)
https://www.imi-online.de/download/01_Pflueger_Ausdruck_124_.pdf
— Finanzpolitische Schieflage: Die Aufrüstung und die Kommunen (Claudia Haydt)
https://www.imi-online.de/download/02_Haydt_Ausdruck_124_.pdf
— Europaweit gegen Aufrüstung: Stop ReArm Europe (Wendela de Vries)
https://www.imi-online.de/download/03_deVries_Ausdruck_124_.pdf
— Die Zukunft ist olivgrün: Der Umbau für das Kriegsgeschäft (Andreas Seifert)
https://www.imi-online.de/download/04_Seifert_Ausdruck_124_.pdf