Kinder, die nicht mit auf Klassenfahrt fahren können, Teenager, die wegen der falschen Kleidung gemobbt werden, Young Professionals, die allein zu Mittag essen, weil die Kantine zu teuer ist: Armut macht einsam und hält Betroffene klein. Denn Armut prägt und lässt dich niemals los. Und wenn Wohnen immer teurer wird, Lebensmittelpreise immer weiter steigen und wenn die Gehälter hinter der Inflation zurückbleiben, bedroht Armut auch die Mittelschicht.
Psyche (Thema)
»Wenn man den atemberaubenden Roman ›Entzug‹ von Christoph Peters gelesen hat, weiß man, was es bedeutet, schwerer Alkoholiker zu sein. Mehr kann Literatur nicht leisten.« SZ
„Entzug“ beginnt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch einer dreiköpfigen Familie an einem Montagmittag – und der Frage, wie sie da hingekommen ist. Hat der Erzähler sie allen Ernstes dort vergessen, während Frau und Kind auf dem Spielplatz waren?
Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: Trinken und sterben oder aufhören und leben?
Häusliche Gewalt gegen Kinder ist ein Problem mit gesellschaftlichen Ursachen - bildgewaltig illustrierter Sachcomic
"Von Kindern, Eltern und Gewalt" ist ein Sachcomic für Erwachsene, in dem häusliche Gewalt, die Kinder durch einen Elternteil gegen den anderen bzw. gegen sich selbst erleben, von zwei Seiten aus in den Blick genommen wird. Das Herzstück des Buches sind gewaltvolle Episoden und Szenen, die Kinder in ihrem Zuhause erfahren - und welche in Form von Graphic Short Stories über das ganze Buch hinweg für die Leser_innen miterlebbar werden.
Mit seinem bisher persönlichsten Buch richtet sich Arno Gruen direkt an Leser aller Generationen, die nicht aufgeben, von einer besseren Welt zu träumen.
Was ist lächerlich an der Vorstellung einer Welt ohne Gewalt? Warum wird der Traum von einem friedlichen Zusammenleben als kindliche Illusion abgetan, für Frieden demonstrierende Jugendliche sogar belächelt? Arno Gruen antwortet: Weil die Kraft der Träume die Anpassung an die angebliche Realität gefährdet. Menschen werden genau dann zu Eroberern und Kriegstreibern, wenn sie Gewalt mit Lebendigkeit verwechseln. Solange diese Illusion funktioniert, wird Größenwahn für Stärke gehalten.
Sehnsucht nach Sinn: Psychologie zwischen Versprechen und Wirklichkeit
Das innere Kind, die toxische Beziehung, Bindungsangst, Selbstliebe - diese und andere populäre psychologische Theorien sind in unserem Alltag fest verankert. Bei vielen Menschen führt die ständige und oftmals arg vereinfachte Beschäftigung mit der eigenen Psyche jedoch zu emotionaler Überforderung. Esther Bockwyt, klinische Psychologin und Bestsellerautorin, greift das Bedürfnis, diese Überpsychologisierung wieder zu mindern, auf und zeigt, wo die einzelnen Theorien widersprüchlich sind, wo es Alternativen gibt.
Eine Enzyklopädie der neuen Zeit, die auf perfekte Weise Ratio mit Emotio verbindet und so einen Türöffner für Veränderung bildet hin zu mehr Liebe und Fülle im Leben.
Lilly Gebert ist die Stimme einer neuen Generation. Sie weiß: Da draußen gibt es so viel mehr! Das Einzige, was uns von dieser Fülle abhält, ist unser Mangel an Vorstellungskraft und Sehnsucht. Wenn beides fehlt, bleiben wir im ewigen Film des nicht gelebten Lebens hängen. Damit dieser Film endlich endet und unsere Lebendigkeit zurückkehren kann, stellt sich die Frage: Was befeuert sowohl Vorstellungskraft als auch Sehnsucht?
Böse ist das Gegenteil von gut - oder nicht?
Kriminalpsychologin Julia Shaw gibt in ihrem lesenswerten Sachbuch über die Abgründe unserer Psyche überraschende Antworten darauf. So findet sie das Böse nicht nur in den Gehirnen von Massenmördern, sondern in jedem von uns.
Erschütternd, abgründig, feministisch und brillant: Joyce Carol Oates' Stories gehen unter die Haut
Eine begabte Philosophiestudentin will ihren berühmten Mentor verführen und wird dabei selbst ausmanövriert, eine junge Frau vertraut sich möglicherweise dem Falschen über ihren Stalker an und eine Mutter versucht ihre kleine Tochter wegzugeben, weil sie mit ihr unzufrieden ist. In Nullsumme erzählen zwölf scharfgeschliffene Kurzgeschichten so zärtlich wie brutal von Themen wie Besessenheit, Verlust, Mutterschaft und psychische Gesundheit.
Von der Kehrseite des amerikanischen Traums: Ocean Vuongs neuer, atemberaubender Roman nach dem Welterfolg von »Auf Erden sind wir kurz grandios«
Der queere Hai, Sohn einer vietnamesischen Mutter, lebt in East Gladness, einem heruntergekommenen Kaff in New England. Auf den Straßen hängen noch die Schilder der Obama-Kampagne »Yes, we can«, doch Hai schluckt Pillen und denkt an Selbstmord. Bis er Grazina aus Litauen kennenlernt, eine Überlebende des Zweiten Weltkriegs, in deren Kopf die unerlösten Geister ihres Lebens schwirren. Hai wird ihr Pfleger ...
Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte.
Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren.