1. Auflage 04.2013 , Deutsch

Der Anarchist und Evolutionstheoretiker Peter Kropotkin (1842-1921) zeigt in seinem Spätwerk auf, wie eine Ethik zu begründen ist, die auf einer naturalistischen Basis beruht und ohne metaphysische, transzendente bzw. religiöse Fundierung auskommt. Ausgehend von seinen Untersuchungen zur gegenseitigen Hilfe bei Tieren und Menschen, die als Vorläufer der modernen Soziobiologie verstanden werden kann und insbesondere die Bedeutung kooperativen Verhaltens für die Evolution in den Blick rückt, beschreibt Kropotkin, dass "sittliches" Verhalten selbst in der Natur angelegt ist bzw. zu ihr nicht im Widerspruch steht.

ISBN 978-3-86569-160-6 1. Auflage 04.2013 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 27.09.2021 , Deutsch
Hrsg. Jürgen Mümken

»Die Leser dieses Buches sollten sich jedoch weniger um die Person des Autors als um den Wert der von ihm präsentierten Ideen kümmern.« Èlisée Reclus

»Die kommende Revolution wird einen allgemeinen Charakter haben, der sie von allen früheren Revolutionen unterscheidet. Es wird nicht mehr ein Land sein, das sich in die Umwälzung stürzt, sondern es werden alle Länder Europas sein. Wenn in früheren Jahren eine lokale Revolution noch möglich war, so ist heutzutage, mit den Solidaritätsbeziehungen, die sich durch Europa geknüpft haben, und in Anbetracht des unsicheren Gleichgewichts aller Staaten, eine lokale Revolution eine Unmöglichkeit, wenn sie eine gewisse Zeit andauert. Wie 1848 wird ein Anstoß in einem Lande sich notwendigerweise durch die übrigen Länder fortpflanzen, und das revolutionäre Feuer wird ganz Europa erfassen.« Peter Kropotkin

ISBN 978-3-86841-254-3 1. Auflage 27.09.2021 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1922 13.06.2016 Kostenlos Online lesen (HTML) archive.org
3. Auflage 04.2021 , Deutsch

Die Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt ist nicht nur ein Klassiker der anarchistischen Literatur, sondern kann auch als früher Vorläufer soziobiologischen Denkens gelten. Geschrieben als Antwort auf zahlreiche Publikationen, die Darwins Evolutionstheorie zu einem menschenverachtenden Sozialdarwinismus verkürzen wollten, argumentiert Kropotkin, dass in Natur und Gesellschaft keineswegs nur ein Kampf aller gegen alle stattfindet, sondern dass ebenso ein Prinzip obwaltet, das er „gegenseitige Hilfe“ nennt. Er kommt zu dem Schluss, dass jene Lebewesen erfolgreicher überleben, die dieses Prinzip umsetzen.

ISBN 978-3-86569-305-1 3. Auflage 04.2021 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 12.03.2026 , Deutsch

Drei Essays über revolutionäre Möglichkeiten

Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker_innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.

ISBN 978-3-89771-662-9 1. Auflage 12.03.2026 12,80 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe
1. Auflage 19.05.2025 , Deutsch

"Zeitwende! Das Wort führt jetzt jeder Esel im Munde, dem die Zeit noch niemals etwas gewendet hat. Das Schicksalsjahr 1915! Voll Stolz und Selbstgefühl wird dieser 1. Januar begrüßt. Dass er bestimmt ist, eine Epoche fortzusetzen, die die Vernichtung von Millionen Schicksalen bedeutet, fällt den Hanswürsten nicht ein". Erich Mühsam, Tagebucheintrag vom 1. Januar 1915

Eine Minderheit unter den linken Friedenstauben, die den Kurs angeben möchte, präsentiert sich heute überaus handzahm und liebenswürdig. Höflich appelliert man an die Regierenden des Erdkreises, die Ausgaben für das Militärische doch bitteschön allüberall um Zehntel zu senken. Kaum ist der weise Ratschlag ausformuliert, haben die Welt-Kriegsertüchtiger dem globalen Rüstungsbudget schon wieder eine weitere Billion hinzugefügt.

ISBN 978-3-8192-6558-7 1. Auflage 19.05.2025 18,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 17.12.2025 , Deutsch

"Die Lungenentzündung beizubehalten, das Fieber aber abzuschaffen geht nicht; die Staaten existieren zu lassen, mit dem Krieg aber aufzuhören, ist unmöglich." Gustav Landauer: Vom Krieg, 1913

Im Zentrum der hier vorgelegten Auswahl steht der Band "Rechenschaft". Unter diesem Titel hat Gustav Landauer im März 1918 seine seit 1909 gegen den Krieg geschriebenen Aufsätze zusammengefasst, um sie gleich nach dessen Ende erscheinen zu lassen. 

ISBN 978-3-8192-4282-3 1. Auflage 17.12.2025 15,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
3. Auflage 11.2020 , Deutsch

Was ist Gewalt? Wie wird sie erklärt? Wie wird staatliche Gewalt begründet und warum wird sie kritisiert? Und wie lassen sich Gewaltphänomene in Gegenwart und Geschichte erklären und verstehen?

Diese Einführung stellt Sozialtheorien der Gewalt vor, die sich der Frage nach dem Verhältnis von Gewalt und sozialer Ordnung widmen. 

ISBN 978-3-88506-080-2 3. Auflage 11.2020 14,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) überarbeitete Auflage
1. Auflage 30.03.2023 , Deutsch

»Hochkultur« und Anarchie sind durchaus vereinbar - mit radikalen Folgen auch für den Blick auf unsere eigene Zeit.

Organisierte Religion diente zu allen Zeiten der Herrschaftssicherung. Karl Marx erblickte in ihr zugleich den »Seufzer der bedrängten Kreatur«. Dass in der Religion auch eine wütende Anklage stecken kann, ja das über ihre Erzählungen transportierte Wissen sogar einen Schutzschild gegen die Entstehung von Herrschaft bilden kann, ist dagegen ein Wissen, das historische Befreiungsbewegungen zwar immer wieder aktualisiert haben, die Forschung aber zu vergessen droht. 

ISBN 978-3-7518-0574-2 1. Auflage 30.03.2023 15,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
28.06.2019 , Deutsch

Sind stabile herrschaftsfreie Gesellschaften denkbar? Haben staatslose Gesellschaften Jahrzehnte und länger überdauert und existieren sie noch immer?

In den Sozialwissenschaften herrscht die Tendenz vor, »Regulierten Anarchien« entweder keinen politischen Stellenwert beizumessen oder ihnen doch eine verborgene Herrschaftlichkeit zu unterstellen. Mit beiden (ethnologischen bzw. historischen) Argumenten lässt sich die angebliche Unmöglichkeit von Herrschaftsabbau heute behaupten. Die Beiträge dieses hier in zweiter, durchgesehener Auflage vorliegenden Bandes setzen sich kritisch mit dieser Auffassung auseinander und zeigen an Beispielen wie Verwandtschaftsstruktur, Architektur und Spiel sowie dem altisraelitischen Glaubenssystem: Gerade "primitive" Gesellschaften besaßen eine erstaunliche institutionelle Phantasie, um Herrschaftsfreiheit und egalitäre Verhältnisse dauerhaft sicherzustellen. 

ISBN 978-3-939045-37-3 28.06.2019 18,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe, durchgesehene Neuauflage
1. Auflage 30.10.2025 , Deutsch

Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sieht sich Europa vor das Ende einer Friedensordnung gestellt, die nach 1945 von den sogenannten Siegermächten ausverhandelt worden war und die anhand von Grenzen, militärischer Sicherung und Wiederaufbauhilfen eine fragile Ordnung zu etablieren suchte, die wir westliche Demokratie nennen.

Doch was wäre, verstünden wir Demokratie nicht mehr als Staatsform, sondern als die Fähigkeit von lokalen Gemeinschaften, sich selbst zu verwalten? Welche neuen Formen von Verantwortung, von Souveränität und Selbstbestimmung würden aus einem ernst gemeinten Föderalismus erwachsen? Und welches politische Verständnis von Gesellschaft brauchen wir im 21. Jahrhundert für den Frieden, das fragilste und höchste Gut, das wir haben?

ISBN 978-3-7518-2076-9 1. Auflage 30.10.2025 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)