1968

Wir sollten uns vertrauen. Der Aufstand in gelben Westen. Von Luisa Michael

Der Aufstand der Gelbwesten ist nicht vorbei - im Gegenteil, er scheint der Anfang von etwas zu sein, dem ein libertärer Zauber innewohnt.

Die "Gilets jaunes" haben die Gräben, die Frankreich zerreißen, schlagartig ausgeleuchtet: zwischen gleißender Metropole und vergessener Provinz; zwischen denen, die von der Abschaffung der Vermögensteuer profitieren, und denen, die auch mit Job kaum über die Runden kommen; zwischen denen mit allen Möglichkeiten und denen im gnadenlos ratternden Hamsterrad des Überlebens.
Die "Ökosteuer" auf Benzin war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat: Die Unzufriedenheit über massive soziale Ungerechtigkeit und eine undemokratische Präsidialherrschaft explodierte und wurde rasch zu einer beflügelnden und konstruktiven Wut. Die Forderungen nach echter demokratischer Teilhabe, sozialer Gerechtigkeit und wirkungsvoller Umweltpolitik einigen die äußerst heterogene Bewegung: Sehr unterschiedliche Segmente der französischen Gesellschaft entdecken bei den Gelbwesten ihre Gemeinsamkeiten, lernen sich kennen und respektieren, agieren zusammen und bilden seither ein neues politisches Subjekt, das sich nicht festlegen oder vereinnahmen lässt.

ISBN 978-3-96054-213-1     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Der wilde Sozialismus. Selbstorganisation und direkte Demokratie in den Kämpfen von 1789 bis heute. Von Charles Reeve

Prinzipien der direkten Demokratie und der kollektiven Selbstverwaltung ziehen sich durch alle revolutionären Epochen, von der Französischen Revolution über den Mai 1968 bis zur Besetzung der ZAD heute. Charles Reeve zeigt die revolutionären Phasen der sozialistischen Bewegung aus der Perspektive häretischer Sozialismuskonzeptionen, jener Strömungen, die die offiziellen und offiziösen Geschichtsschreibungen als "extreme Überschreitungen" bezeichnen: die "Enragés" während der Französischen Revolution, den Kampf der Sowjets in der russischen Revolution, die sich die Macht über die Neugestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht nehmen lassen wollten.

ISBN 978-3-96054-210-0     30,00 €  Portofrei     Bestellen

Große Freiheit. Von Rocko Schamoni

St. Pauli, 1960: Ein Sehnsuchtsort für Gegenkultur, Kunst, Drogen und freie Sexualität. Als es Wolli Köhler nach Hamburg verschlägt, ist die Welt der Nachkriegsjahre eng und spießig. Der junge Mann aus dem Nirgendwo sucht nach Abenteuer und Freiheit. Und steigt auf zur außergewöhnlichsten Kiezlegende in der Geschichte St. Paulis. Im Lichtermeer des Hamburger Viertels treiben Nacht für Nacht Huren, Freier, Transvestiten, Schläger und Künstler wie die noch völlig unbekannte Band "The Beatles", aufgeputscht von Drogen und Alkohol, durch die heruntergekommenen Straßen. Sie alle treibt die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben.

ISBN 978-3-446-26256-0     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Kommune der Faschisten. Gabriele D'Annunzio, die Republik von Fiume und die Extreme des 20. Jahrhunderts. Von Kersten Knipp

"Fiume ist ein Leuchtturm, erstrahlend inmitten eines Meeres der Niederträchtigkeit." Gabriele d'Annunzio

Im September 1919 besetzen 2500 Freischärler unter der Führung des Exzentrikers, Dichters und Kriegshelden Gabriele D'Annunzio eine kleine, kroatische Küstenstadt und errichten dort auf den Trümmern des Habsburgerreichs die Republik von Fiume. Hier führen sie ein bizarres Spektakel antagonistischer Elemente auf: Militärparaden, Fackelzüge und Kriegsverherrlichung, vereint mit einem nicht abreißenden Happening von freier Liebe, Drogen und FKK. Die Republik von Fiume bildet den Auftakt zu einem Jahrhundert der Gewalt.

ISBN 978-3-8062-3914-0     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Vom Hörsaal auf die Anklagebank. Die 68er und das Establishment in Deutschland und den USA. Von Sandra Kraft

War die 68er-Bewegung wirklich Ausdruck eines Generationenkonflikts? Sandra Kraft untersucht sie als Konflikt zwischen antiautoritärer Studentenbewegung und dem Establishment als deren politischem Gegenüber. Sie zeigt, dass die Radikalisierung der Bewegung auch von den (Re-)Aktionen des Establishments beeinflusst war. Der Blick auf verschiedene Protesträume - Universität, Straße und Gerichtssaal - verdeutlicht, dass gerade die situationsbedingte Dynamik, die sich aus dem Zusammenspiel der Akteure (Studenten auf der einen, Polizei und Establishment auf der anderen Seite) ergab, ausschlaggebend für den Verlauf der Ereignisse war.

ISBN 978-3-593-39294-3     45,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste. Von Christof Meueler und Franz Dobler

Von Che Guevara bis Karl Valentin, von Hans Söllner bis Kofelgschroa. Die Bandbreite des Trikont-Universums ist unermesslich. Höchste Zeit, dass ein Buch die Geschichte und Geschichten des Münchner Tradiotionslabels festhält. Erzählt wird die Geschichte alternativer Musik, Kultur, Politik und Ökonomie seit Ende der 60er-Jahre. Nicht im Großen und Ganzen, sondern im Kleinen und Feinen.

ISBN 978-3-453-27135-7     22,99 €  Portofrei     Bestellen

Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn. »68« und das Ringen um menschenwürdige Arbeit. Von Wolfgang Hien und Peter Birke

Der frühere Gewerkschaftsaktivist und heutige Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien ( 1949) diskutiert mit dem Historiker Peter Birke ( 1965) über die Lehrlingsbewegung und politische Betriebsarbeit seit Mitte der 1960er Jahre. Nach seinem späten Studium engagierte Wolfgang Hien sich für eine kritische und - sowohl für die Unternehmen als auch für Gewerkschaften - oft unbequeme Arbeitswissenschaft, die sich an der Situation der Lohnabhängigen orientiert und für Menschenwürde in der Arbeitswelt eintritt. Ein lebendiges, reflektiertes, auch persönliche Erlebnisse und Verletzungen nicht aussparendes Gespräch, das in diesem Buch eingefangen und erläuternd eingerahmt wird.

ISBN 978-3-89965-829-3     22,80 €  Portofrei     Bestellen

Lenz. Von Peter Schneider

"Schneiders Lenz ist ein Meisterwerk - huckepack sehen wir mit seinen Augen die Risse im Beton der Nachkriegszeit." Julia Franck
Fünf Jahre nach Ausbruch der Studentenrevolte macht ein schmaler Band literarisch Furore: Peter Schneiders Neuerzählung von Büchners Novelle avanciert binnen kürzester Zeit zum Kultbuch einer ganzen Generation.
Lenz, Student in einer Großstadt, irrt durch sein Leben: Seine Beziehung scheitert, politische Aktivitäten erschöpfen sich in fruchtlosen Diskussionen, der Versuch, sie durch die Arbeit in einer Fabrik endlich lebendig werden zu lassen, bleibt ergebnislos.
Um der drückenden Stagnation zu entkommen, löst er eine Fahrkarte nach Italien.

ISBN 978-3-462-03988-7     8,99 €  Portofrei     Bestellen

1964 - das Jahr, mit dem »68« begann. Hrsg. Robert Lorenz und Franz Walter

Das Jahr 1968 wird gemeinhin mit der Überwindung überkommener Gesellschaftsstrukturen und dem Entree des bürgerrechtlichen Fortschritts verbunden. Doch dieses Datum war nicht Ausgangs-, sondern vielmehr Kulminationspunkt politischen und sozialen Wandels. Denn vieles von dem, was sich mit der Chiffre "68" verbindet, begann schon vorher. 1964 verdichteten sich zahlreiche Ereignisse zu einer Zäsur, die den gesellschaftlichen Umbruch schon vor 1968 einläutete.

ISBN 978-3-8376-2580-6     29,99 €  Portofrei     Bestellen
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Ansprachen. Von Peter Schneider

In diesem ersten Buch von Peter Schneider wurden zehn berühmte Texte der Jahre 1967 bis 1969 abgedruckt, darunter die Rede "Wir haben Fehler gemacht", die 1967 während eines Sit-ins im Audimax der Freien Universität Berlin gehalten wurde, oder "Bild-Zeitung", eine Rede bei einer das Springer-Tribunal vorbereitenden Veranstaltung. Sie sind hier erstmals seit 30 Jahren wieder lieferbar - und lassen den heutigen Leser verblüfft die provokante Sprengkraft von damals erkennen, die ihren Ursprung in einer Gesellschaft hatte, "in der die Interessen und Wünsche der Menschen so hundertfach beleidigt worden sind, dass sie es für einen Anschlag auf ihr Leben halten, wenn einer bei Rot über die Straße geht."

ISBN 978-3-8031-2791-4     10,00 €  Portofrei     Bestellen

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