Geistesgeschichte

Wenn's keiner sagt, sag ich's. Verengte Räume - Absurde Zeiten. Von Milosz Matuschek

Milosz Matuschek legt überall dort den Finger in die Wunde, wo viele nicht einmal einen Kratzer sehen. Seine Texte sind brillante Analysen einer Gesellschaft, die Vielfalt preist, dabei aber Diskursräume verengt und Anpassung belohnt. Die Coronapandemie mitsamt Maßnahmenapparat stellen eine gänzlich neue Eskalation der Freiheitsbedrohung dar. Hellsichtig wie unnachgiebig zeichnet Matuschek nach, wie die unbehagliche Überlagerung von Themen wie Machtkonzentration, Cancel Culture, digitale Überwachung, Mehrfach-Impfungen und Pandemie-Panik zum Verlust von Freiheit, Transparenz und Demokratie führt.

ISBN 978-3-946778-36-3     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Krise des Absoluten. Was die Postmoderne hätte sein können. Von Daniel-Pascal Zorn

Die Postmoderne gehört zu den umstrittensten Epochen der jüngeren Philosophie. Sie wird für Misstände der Gegenwart verantwortlich gemacht. Aber kennen wir die Postmoderne wirklich? Daniel-Pascal Zorn führt den Leser durch die deutsche, französische und amerikanische Postmoderne. Er entfaltet das Panorama eines verlorenen Denkens, das wir gerade jetzt am nötigsten hätten.

ISBN 978-3-608-98349-4     38,00 €  Portofrei     Bestellen

Das Verstummen der Götter und die Erfindung des europäischen Denkens. Entwurf einer psychoanalytischen Mentalitätsgeschichte. Von Eberhard Th. Haas

Als die Frühmenschen begannen, ihre Toten zu bestatten, eröffnete sich ihnen das Reich des Übernatürlichen. Mit ihren Ahnen und Göttern standen sie in naturhaft-mystischer Verbindung und Abhängigkeit. Mit der Erfindung der Schrift erfolgte vor dreitausend Jahren ein einschneidender Epochenwechsel, die Achsenzeit. Der sich emanzipierende europäische Geist ließ die Götter verstummen, Menschen entwickelten Individualität und ein sich seiner selbst bewusstes Ich. Eberhard Th. Haas entwirft eine psychoanalytisch orientierte Mentalitätsgeschichte und widmet sich der Frage, vor welche Herausforderungen uns ein digitaler Epochenwechsel stellen könnte.

ISBN 978-3-8379-2979-9     44,90 €  Portofrei     Bestellen

Bedrohte Bücher. Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens. Von Richard Ovenden

Seit Wissen schriftlich fixiert wird, haben Menschen versucht, es unter ihre Kontrolle zu bringen - oder zu vernichten. Richard Ovenden, Direktor der berühmten Bodleian Library in Oxford, führt uns in fesselnd erzählten Schlüsselepisoden durch die dreitausendjährige Geschichte der Angriffe auf Bücher, Bibliotheken und Archive. Sie handelt von fragilen Tontafeln aus Mesopotamien und kostbaren Bänden mittelalterlicher Gelehrsamkeit, von den grandiosen Bibliotheken in Alexandria und Sarajevo, von irakischen, indonesischen und bundesdeutschen Archiven. Und sie kennt ihre Heldinnen und Helden: Mönche und Hobbyarchäologen, Philanthropen und Freiheitskämpfer und vor allem Bibliothekare und Archivare, die sich gegen die Zerstörung gestemmt haben, nicht selten unter Einsatz ihres Lebens.

ISBN 978-3-518-43007-1     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Das illustrierte Kompendium der Philosophie. Von Aristoteles über Schopenhauer bis Simone de Beauvoir: Philosophie, wie sie noch nie zu sehen war. Von Masato Tanaka und Tetsuya Saito

»Das fabulöse Kompendium der Philosophie« erklärt die großen Philosoph:innen und ihre wichtigsten Ideen aus 2600 Jahren abendländischer Geistesgeschichte in originellen Piktogrammen, Schautafeln und kurzen Texten. Mehr als 200 Schlüsselkonzepte werden so auf innovative und bestechende Weise zugänglich und machen die Liebe zur Weisheit endlich für wirklich alle erfahrbar. Ein geniales Konzept aus Japan, das perfekte Buch zum Einsteigen und Weiterdenken, Auffrischen und Festlesen für alle Denker:innen und Designverliebte zwischen 16 und 99.

ISBN 978-3-351-05090-0     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Quellen des Selbst. Die Entstehung der neuzeitlichen Identität. Von Charles Taylor

Quellen des Selbst bietet eine Geschichte der neuzeitlichen Identität. Mit diesem Ausdruck meint Taylor die Gesamtheit der (weitgehend unformulierten) Auffassungen dessen, was es heißt, ein handelndes menschliches Wesen zu sein - was die im neuzeitlichen Abendland beheimateten Empfindungen der Innerlichkeit, der Freiheit, der Individualität und des Eingebettetseins in die Natur bedeuten.

ISBN 978-3-518-28833-7     30,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften. Von Michel Foucault

»Dieses Buch muss als eine vergleichende Studie gelesen werden. Was ich wollte, war, eine bestimmte Zahl von Elementen nebeneinander zu zeigen - das Wissen von den Lebewesen, das Wissen von den Gesetzen der Sprache und das Wissen der ökonomischen Fakten - und sie mit dem philosophischen Diskurs ihrer Zeit in Verbindung zu setzen für einen Zeitraum, der sich vom siebzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert erstreckt.« (Foucault)

ISBN 978-3-518-27696-9     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Naturzustand und Barbarei. Begründung und Kritik staatlicher Ordnung im Zeichen des Kolonialismus. Von Oliver Eberl

Im Zuge des Denkmalsturzes ehemaliger Sklavenhalter werden auch westliche Konzepte auf ihren Beitrag zu Rassismus und Unterdrückung hin untersucht. Ein solches Konzept ist der fest im europäischen Denken verankerte Begriff »Barbarei«. »Barbarei« ist der zentrale Begriff für die Beschreibung anderer Völker, die seit der Antike die Abwertung anderer Kulturen markiert und immer wieder neu bestimmt wird. In der europäischen Geschichte ist »Barbarei« auf das Engste mit dem Kolonialismus verbunden und muss somit als dessen Komplize und Erbe verstanden werden. »Barbarei« steht für das »Andere« westlicher Ordnung und zivilisierter Werte. Man beklagt damit furchtbare Verbrechen und verurteilt sie als moralisch besonders verwerflich. Zurückgreifen können diese politischen Verwendungsweisen auf eine lange Geschichte theoretischer Konzepte der »Barbarei«.

ISBN 978-3-86854-349-0     40,00 €  Portofrei     Bestellen

Neue radikale Aufklärung. Von Marina Garcés

In ihrem Plädoyer für eine neue, radikale Aufklärung wendet sich Marina Garcés gegen die Leichtgläubigkeit heute. Autoritarismus, Populismus, Terrorismus dominieren in einer Welt, in der wir bereitwillig neue Formen der Knechtschaft und Unterdrückung akzeptieren, anstatt Freiheit und Würde anzustreben.
Welche Alternativen bietet sich zur neuen "selbstverschuldete Unmündigkeit"? Wie können das soziale, kulturelle und politische System, aber auch die Geisteswissenschaften dazu beitragen, effektive Werkzeuge gegen den von Garcés so apostrophierten "Nekrokapitalismus" zu schmieden?

ISBN 978-3-85132-938-4     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Fett, das nicht kalt wird. Zur Gegenwärtigkeit des Joseph Beuys. Hrsg. Johannes Vincent Knecht

Die Aufgabe bestünde nicht darin, Beuys als Reliquie vor sich her zu tragen, sondern ihn wieder ermutigend im Rücken zu spüren!

Der vorliegende Band soll durch einige Nachträge, Anmerkungen und Fragmente die eklatante Leerstelle einer fruchtbaren Beuys-Rezeption nur markieren, vielleicht auch erhellen und erkunden, nicht aber ausfüllen. Er bildet das Resultat einer längeren Sammlertätigkeit in studentischen und künstlerischen Kreisen und erweist Beuys mindestens dadurch Reverenz, dass er das Disparate affirmiert und dabei die hedonistische Grenzgängerschaft zwischen Theorie und Praxis erprobt.

ISBN 978-3-7758-1415-7     29,90 €  Portofrei     Bestellen

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