Ideengeschichte

Genossen! Von Jodi Dean

Jodi Dean schreibt die bislang fehlende Theorie des Genossen und greift dabei auf viele kulturelle und historische Beispiele zurück, von Zetkin bis Obama, von Lubitsch bis Sartre. Sie ruft die Linken auf, die Möglichkeit spontaner, unorganisierter Veränderung aus dem Alltag heraus nicht zu überschätzen. Denn nur als Genossen vermögen wir in den Weltenlauf einzugreifen - und das ist in Zeiten des Neoliberalismus und Klimawandels dringender denn je.
Der Begriff "Genosse" entstand im 16. Jahrhundert und bezeichnete zunächst Soldaten, die eine Baracke teilten. Im politischen Kontext ist er eine ebenso symbolische wie praktische Figur und bedeutet gleichermaßen Freude und Disziplin.

ISBN 978-3-8031-3700-5     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Kritik - Selbstaffirmation - Othering. Immanuel Kants Denken der Zweckmässigkeit und die koloniale Episteme. Von Karin Hostettler

Die Rassentheorie, die Geschichtsphilosophie, die Ästhetik und die Naturteleologie haben eine Gemeinsamkeit: In all diesen Themengebieten entwickelte Immanuel Kant ein Denken der Zweckmässigkeit. Die Fokussierung auf diesen Strang macht eine Verbindung sichtbar, die von seinen frühen Schriften zu den unterschiedlichen "Rassen" der Menschen hin zur Kritik der Urteilskraft und damit zu seiner Selbstreflexion über die kritische Philosophie reicht. Karin Hostettler arbeitet das mit diesem Denken verbundene Othering und die damit einhergehende Selbstaffirmation heraus und zeigt so die Selbstverortung der kritischen Philosophie in einer kolonialen Episteme auf.

ISBN 978-3-8376-5176-8     39,00 €  Portofrei     Bestellen 
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Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht. Von Mineke Schipper

Seit jeher erzählen sich die Menschen Geschichten, über Götter, das Leben, den Ursprung der Welt und ihre Körper. Mineke Schipper zeigt, wie sich Mythen und Legenden, Kunst und Wissenschaftstraditionen auf den weiblichen Körper ausgewirkt haben und was sie über die Jahrtausende aus ihm gemacht haben. Ein ebenso aufschlussreicher wie unterhaltsamer Einblick in die Vorbedingungen der Gender-Debatte.

- globaler Einblick in die Ursprünge der Geschlechterverhältnisse
- der weibliche Körper in Wissenschaft, Religion, Kunst und Popkultur
- Schöpfungsmythen und Legenden.

ISBN 978-3-608-98316-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Feminismus. Die illustrierte Geschichte der weltweiten Frauenbewegung. Hrsg. Jane Gerhard, Dan Tucker

Frauenrechte: die größte gesellschaftliche Debatte der letzten 150 Jahr.e.

Dieser einmalige Bildband illustriert die Geschichte der globalen Frauenbewegung und den weltweiten Kampf um weibliche Gleichberechtigung. Kenntnisreiche Texte behandeln Themen, die für Frauen auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung sind: Wahlrecht, reproduktive Freiheit, Ehe- und Eigentumsrechte, Gleichstellung am Arbeitsplatz, unterdrückende Vorstellungen von weiblicher Schönheit, Rassengleichheit und LGBTQ-Rechte. Mit vergleichendem Blick über Kontinente hinweg beleuchtet der Band die wichtigsten feministischen Strömungen, Entwicklungen und Ereignisse aus 150 Jahren und porträtiert die Frauenrechtlerinnen, die diese politische, soziale und kulturelle Bewegung getragen und bis heute geprägt haben ...

ISBN 978-3-7913-8529-7     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Big Ideas. Das Feminismus-Buch. Große Ideen einfach erklärt. Von Hannah McCann, Georgie Carroll, Beverley Duguid, Kathryn Gehred, Liana Kirillova, Ann Kramer, Marian Smith Holmes und Shannon Weber

Feminismus anschaulich & verständlich erklärt!
Facettenreich, komplex, vielfältig, revolutionär - der Feminismus zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Bewegungen unserer Zeit. Dieses innovative Nachschlagewerk führt mit informativen Diagrammen & originellen Grafiken leicht verständlich in über 100 feministische Ideen, Organisationen & Ereignisse ein - von kritischen Aktivistinnen des 17. Jahrhunderts bis zu feministischen Forderungen des 21. Jahrhunderts.

ISBN 978-3-8310-3912-8     24,95 €  Portofrei     Bestellen

Wie die Deutschen weiß wurden. Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus. Von Wulf D. Hund

Bei dieser "Kleinen (Heimat)Geschichte des Rassismus" handelt es sich um das erste Buch überhaupt, das die Entwicklung des Rassismus gezielt aus deutscher Perspektive beleuchtet. Der Herausbildung des an Hautfarben orientierten Rassismus wird dabei ebenso nachgegangen wie dem Antisemitismus, Antiislamismus, Antislawismus, Antiziganismus und eugenischem Denken.
Erst im Verlauf des europäischen Kolonialismus entstanden Formen der Herabminderung, die mit bestimmten Hautfarben verknüpft waren. Sie mündeten schließlich in die von der Aufklärung entwickelte Rassentheorie, wobei deutsche Denker eine bedeutende Rolle spielten.

ISBN 978-3-476-04499-0     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Die Dialektik und der Humanismus der Praxis. Mit Marx gegen den neoliberalen kollektiven Selbstmord. Von Franz J. Hinkelammert

Hinkelammert verdeutlicht, wie sich die Auffassung des historischen Materialismus und damit der menschlichen Gesellschaft im Marxschen Denken entwickelt. Der Markt wird zum Ausgangspunkt des Wirtschaftens, der Mensch zu einem verachteten und ausgebeuteten Wesen. Ziel einer Befreiung wäre die Unterordnung des Marktes unter das Leben der Menschen. Das aber setzt eine Kritik der politischen Ökonomie voraus.

Zudem zeigt Marx, dass die Marktordnung als Wettbewerbsordnung gleichzeitig eine Klassenkampfordnung ist. Dieser Klassenkampf von oben bildet durch die entstehenden extremen Widersprüche auch einen Klassenkampf von unten heraus. Auf diese Entwicklung reagieren wiederum Interpretationen, die häufig die Form von (scheinbarer) Wissenschaft haben und beherrscht werden durch die "Sieger" im Wettbewerb.

ISBN 978-3-96488-056-7     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Ferienmüde. Als das Reisen nicht mehr geholfen hat. Von Valentin Groebner

Das Schlagwort des vergangenen Jahres hieß "overtourism": Überfüllung der Städte, der Strände, der Traumdestinationen. Dann kam die große Stillstellung im Frühjahr 2020: Geschlossene Grenzen, gesperrte Flughäfen, menschenleere Innenstädte. Mit der Rückkehr zur Normalität wird dann auch wohl das Fernweh wiederkommen, der große Aufbruch in die Ferien. Aber wohin?

Reisen im 21. Jahrhundert ist - nicht ganz freiwillig - eine postromantische Angelegenheit. Was haben die fast eineinhalb Milliarden Menschen gefunden, die sich 2019 auf die Suche nach der Schönheit gemacht haben, nach dem gelungenen Ferienerlebnis, nach der Auszeit, der großen Wiedergutmachung des eigenen Lebens durch Reisen? Urlaub war in keiner der großen Sozialutopien der letzten Jahrhunderte vorgesehen, in Tommaso di Campanellas Sonnenstaat ebenso wenig wie im kommunistischen Paradies oder in der vermeintlichen Auflösung aller Körper und Grenzen im selbstverwalteten Digitalien der 1990er Jahre. Umsturz? Revolution? Alles uninteressant. Am Beginn des 21. Jahrhunderts war der Urlaub die letzte große soziale Utopie, das Territorium der Freiheit, drei Wochen im Jahr.

ISBN 978-3-8353-9126-0     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Freud, Trotzki und der Horkheimer-Kreis. Von Helmut Dahmer

In diesem Nachfolgeband zu den 2009 erschienenen Divergenzen geht es zum einen um die Fortführung der von Horkheimer, Adorno und Marcuse vorgetragenen Kritik des (inzwischen zum psychoanalytischen Mainstream gewordenen) "neofreudianischen Revisionismus", zum andern um das eigentümliche Verhältnis der Begründer der "Frankfurter Schule" zu den marxistisch-antistalinistischen Autoren und Gruppierungen ihrer Zeit, vor allem zu ihrem Emigrations- und Soziologen-Kollegen Trotzki, dessen Schriften sie kannten, vorsichtshalber aber nie erwähnten.

ISBN 978-3-89691-271-8     45,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Krieg der Armen. Von Éric Vuillard

Dürfen die Armen wütend sein, dürfen die an den Rand Gedrängten sich ihre Rechte erkämpfen, notfalls mit Gewalt? Luther sprach ihnen im Zuge der Bauernkriege dieses Recht ab, ein anderer Reformator jedoch schlug sich auf ihre Seite und prägte die beiden Jahre des Aufstands entscheidend. Der Drucker, Utopist, Brandredner und Theologe Thomas Müntzer hatte nicht weniger als einen Sturz der Obrigkeit im Sinn - mit religiösen wie ganz und gar weltlichen Argumenten stellte er sich dem ausbeuterischen Feudalsystem entgegen. Der Preis für seinen Mut war hoch: Für seine sozialrevolutionären Ideen wurde er bereits zwei Jahre nach Beginn der Aufstände enthauptet, doch sein Drängen nach Gerechtigkeit hat ebenso überlebt wie das Selbstverständnis der oberen Klassen, mit dem sie ihre Privilegien rechtfertigen.

ISBN 978-3-95757-837-2     16,00 €  Portofrei     Bestellen

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