Indien (Thema)
Die unterschätzte Abhängigkeit: Europas Suche nach eigenen Seltenen Erden
Seltene Erden sind Rohstoffe von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft des Westens. Auch in zahlreichen militärischen Technologien sind sie unentbehrlich. Weltweit größter Produzent von Seltenen Erden ist die Volksrepublik China, was ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit des Westens darstellt. Viel zu lange blieb dieses Problem unter dem Radar der politischen Entscheidungsträger.
Die weitgehend friedliche oder zumindest übersichtliche Weltordnung der langen 1990er Jahre ist Vergangenheit: Weder internationale Organisationen noch die vormalige alleinige Supermacht USA können heute militärische Konflikte wie in der Ukraine eindämmen. Der Westen wirkt gespalten. Neue Mächte betreten die Bühne, Handelskriege stellen exportorientierte Staaten wie die Bundesrepublik vor Probleme.
Volker Perthes, ehemaliger UN-Diplomat und langjähriger Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, bietet mit seinem Essay Einordnung und Überblick.
Sophy Roberts' neues Buch über die Ausuferungen des Kolonialismus, mit Elefanten den afrikanischen Kontinent zu plündern
1879 startete König Leopold II. von Belgien einen sonderbaren Plan, um Afrikas Ressourcen zu plündern: Elefanten sollten als Arbeitstiere dienen. Dazu beauftragte er den irischen Abenteurer Frederick Carter, vier gezähmte Asiatische Elefanten von Indien an die ostafrikanische Küste zu verschiffen, von wo sie ins Landesinnere Richtung Kongo marschieren sollten. Ziel war nicht weniger als die Gründung einer Ausbildungsstätte für Afrikanische Elefanten.
Die Erzählung berichtet vom Widerstand gegen die britische Kolonialmacht auf dem südasiatischen Subkontinent in den Jahren 1905 bis 1934.
Dieser Widerstand fand vielfältige Ausdrucksformen. Die Erzählung konzentriert sich auf hierzulande wenig bekannte Ereignisse und Akteure. Die Briten haben den südasiatischen Kontinent 1947 aus verschiedenen Gründen verlassen. Einer davon war der revolutionäre Widerstand. Das wurde im kollektiven Bewusstsein Indiens und der Welt über lange Zeit hin verdrängt und vergessen.
Die Anthropologin Alpa Shah erzählt in ihrer außergewöhnlichen, preisgekrönten Ethnografie von ihrem Fußmarsch mit einer Gruppe maoistischer Guerillas, den Naxaliten. Sieben Nächte lang, 250 km weit durch die dichten Wälder Ostindiens. Seit Jahrzehnten kämpfen die Rebellen nahezu unbeachtet von der Weltöffentlichkeit gegen den indischen Staat, verüben Anschläge auf Großgrundbesitzer, Beamte und Polizei.
Benannt nach dem Dorf Naxalbari in Westbengalen, wo der maoistische Aufstand 1967 seinen Ausgang nahm, wehren sie sich gegen die ungleiche Landverteilung und die soziale und wirtschaftliche Benachteiligung der indigenen Bevölkerungsgruppen durch das hinduistisch geprägte Kastensystem.
Ein packender Roman über unsere aufgewühlten Zeiten
Im Stil der großen Romane von Arundhati Roy oder Amitav Ghosh entwirft Devika Rege mit großer erzählerischer Kraft und feinem Gespür für Details ein lebendiges Porträt des modernen Indien - die bildgewaltige, universelle Chronik einer rastlosen Generation im Aufbruch.
»Devika Rege steht an der Spitze einer neuen Generation von Autoreninnen und Autoren.« Vauhini Vara
Info
Zusammenfassung
Dieses Briefing analysiert die aktuelle Eskalation in Westasien mit Fokus auf die strategische Rolle des Iran, die finanziellen Zwänge der USA und die Verschiebung der regionalen Machtverhältnisse. Der Kernpunkt ist der Übergang des Iran von einer defensiven zu einer offensiven „Mosaik-Strategie“, die darauf abzielt, die militärische Infrastruktur Israels und die Präsenz der USA systematisch zu schwächen.
Von der Altsteinzeit bis zur Spätantike reicht das große Panorama, das im ersten Band der Geschichte der Welt entworfen wird - eine grandiose Darstellung von mehr als 2,7 Millionen Jahren Kultur- und Ereignisgeschichte der Menschheit. Sie reicht von den Anfängen der Menschwerdung über den Beginn des Ackerbaus, das Aufblühen der frühen Hochkulturen bis zur Epoche der griechisch-römischen Welt und dem Ende der Gupta-Zeit in Indien, dem Niedergang der Sui-Dynastie in China und dem Aufkommen des Islam.
In den Jahrhunderten zwischen 1350 und 1750 wird die Geschichte der Welt endgültig zu einer zusammenhängenden Weltgeschichte. Auf allen Kontinenten expandieren neue Großreiche, während westeuropäische Seefahrer den Atlantik in ein Binnenmeer verwandeln und der Islam die Handelssysteme vom Mittelmeer bis nach Südostasien beherrscht.
In diesem souveränen Überblick werden fünf Jahrtausende indischer Geschichte lebendig: Von den Anfängen der menschlichen Zivilisation über die Entstehung von Buddhismus und Hinduismus, das Mogulreich und die Kolonialzeit führt uns John Zubrzycki bis in Indiens dynamische Gegenwart. Nicht zuletzt gibt er Einblicke in die Zerrissenheit der modernen indischen Republik, die seit kurzem das bevölkerungsreichste Land der Erde ist.
