Außenpolitik (Thema)
Die unterschätzte Abhängigkeit: Europas Suche nach eigenen Seltenen Erden
Seltene Erden sind Rohstoffe von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft des Westens. Auch in zahlreichen militärischen Technologien sind sie unentbehrlich. Weltweit größter Produzent von Seltenen Erden ist die Volksrepublik China, was ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit des Westens darstellt. Viel zu lange blieb dieses Problem unter dem Radar der politischen Entscheidungsträger.
An unflinching exposé of Israel's Lobby, showing how its outsized influence works against our national interests and threatens our freedom. > Israel’s Lobby combines investigative journalism and political science to tie together the stories of American and Israeli oligarchs capturing the policymaking process in successive presidential administrations and the geopolitical, national security and domestic consequences of American foreign policy effectively sold to the highest bidder.
Der bekannte Menschenrechtsanwalt und Bestseller-Autor Philippe Sands erzählt die skandalöse Geschichte eines Verstoßes gegen die Menschenrechte. Er zeigt, dass der Kolonialismus noch nicht überwunden ist und Großbritannien bis heute internationales Recht bricht.
April 1973. Mitten in der Nacht werden die Bewohner einer Insel im Chagos-Archipel aus dem Schlaf gerissen. Britische Soldaten zwingen sie mit vorgehaltenen Waffen, ihre Häuser zu verlassen, per Schiff werden sie nach Mauritius und in die USA deportiert. Chagos wird zu britischem Territorium erklärt, Großbritannien verpachtet eine der Inseln für eine Militärbasis an die USA.
Seit dem Krieg in der Ukraine wird intensiv über die Rüstungs- und Energiepolitik gestritten. Mit dabei ist der Blick zurück auf die westdeutsche Friedens- und Anti-AKW-Bewegung der 1970er und 1980er Jahre. Die Erinnerung an die beiden größten Protestbewegungen der "alten" Bundesrepublik erfolgt mit eindrücklichen Fotos. Abgedruckt in Medien aller Art waren sie damals Teil beim Kampf um die öffentliche Meinung. So wichtig die Fotos früher waren und so sehr sie heute noch wirken, so wenig fanden bislang deren Produzenten Beachtung.
Am 4. Juli 2026 feiern die USA ein Jubiläum. An diesem Tag vor 250 Jahren wurde die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet. Darin heißt es, dass »alle Menschen gleich geboren« sind, aber in ihr steht kein Verbot der Sklaverei. Als dann 1787 die Verfassung beschlossen wurde, ist keine Rede mehr davon, dass »alle Menschen gleich geboren« sind. Auch wird nirgends die Sklaverei verboten. Dies gilt bis heute. So wurden die USA als rassistischer, kolonialer Sklavenstaat gegründet – aber sie geben sich als Demokratie aus: Lügen von Anfang an. Denn längst gibt es Formen modernisierter Sklavenarbeit mit weltweit Millionen Niedrigstlohnempfängern.
Sie beobachten sich gegenseitig über den Pazifik hinweg mit Argusaugen und reden übereinander statt miteinander: Längst hat der entscheidende geopolitische Wettstreit des 21. Jahrhunderts zwischen China und den USA begonnen – beides Weltmächte ohne ernsthafte Rivalen.
Kishore Mahbubani, renommierter und hervorragend vernetzter Diplomat und Gelehrter, analysiert die tiefen Verwerfungen in den Beziehungen zwischen Peking und Washington. Mit unverstelltem Blick erläutert er die Stärken, Schwächen, Fehler und Eigenheiten Chinas und der USA.
Israel und Deutschland pflegen – als historische Lehre aus dem Holocaust – ein besonderes Verhältnis. Die deutsche Israelpolitik orientiert sich dabei – besonders seit einer Rede, die Bundeskanzlerin Angela Merkel 2008 vor dem israelischen Parlament hielt – am höchst ambivalenten Konzept der »Staatsräson«. Dieses Konzept gewann mit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 an Bedeutung, um die praktisch bedingungslose deutsche Unterstützung der israelischen Kriegsführung in Gaza und darüber hinaus zu rechtfertigen.
Kai Ambos unterzieht die »Staatsräson« einer historisch-etymologischen Analyse und klärt ihr Verhältnis zu Völkerrecht und Verfassung; er zeigt, dass die Verwendung des Begriffs im deutsch-israelischen Verhältnis viele ungelöste Fragen aufwirft und seine Umsetzung zu rechtsstaatlichen Problemen führt.
Uwe Leuschner war in seinem Berufsleben in vierzehn Unternehmen tätig. Der Logistiker hat in Europa und in Asien gearbeitet, er kennt Länder und Leute. Er sorgte für Handel, weil er an einen Wandel glaubte. Dass zum Beispiel »der Westen« weniger arrogant auf jene Staaten und Völker herabschaute, die nicht seiner Lebensweise und seinen Regeln folgen mochten. Oder dass die andere Art zu leben und die Dinge zu betrachten, wie sie in Asien und in der nicht-westlichen Welt vorherrschten, akzeptiert werden würden. Das jedoch geschah nicht. Das Gegenteil trat ein. Leuschner fragt nach dem Warum. Und bietet als notorischer Optimist Optionen an, das globale Dilemma zu überwinden, in welchem sich die Erde aktuell befindet.
NEUE PERSPEKTIVEN AUF DIE DEUTSCHE KOLONIALGESCHICHTE
Die eigene Zeit als Kolonialmacht sei im Vergleich mit Ländern wie Frankreich oder Großbritannien kurz und relativ unproblematisch gewesen: So sah man es hierzulande lange. Doch das war ein Irrtum. Heute steht die deutsche koloniale Vergangenheit zu Recht im Zentrum kontrovers geführter Debatten über das koloniale Erbe in einer globalen Welt. Dieses Buch beleuchtet mit dem Auswärtigen Amt einen zentralen Akteur des deutschen Kolonialismus und spannt den Bogen vom Deutschen Kaiserreich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Deutschland, sondern auch in die betroffenen Gesellschaften Afrikas, Asiens und Ozeaniens.
Stalin’s Gamble beleuchtet die Ursprünge des Zweiten Weltkriegs in Europa und zielt darauf ab, eine historische Erzählung der Beziehungen der UdSSR zu Großbritannien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Polen, Deutschland, Italien, der Tschechoslowakei und Rumänien in den 1930er Jahren zu erstellen. Das Buch untersucht die Bemühungen der Sowjetunion, ein Verteidigungsbündnis gegen Nazi-Deutschland zu organisieren und damit faktisch die antideutsche Entente des Ersten Weltkriegs wieder aufzubauen.
Shedding light on the origins of the Second World War in Europe, Stalin’s Gamble aims to create a historical narrative of the relations of the USSR with Britain, France, the United States, Poland, Germany, Italy, Czechoslovakia, and Romania during the 1930s. The book explores the Soviet Union’s efforts to organize a defensive alliance against Nazi Germany, in effect rebuilding the anti-German Entente of the First World War.