Carl Schmitt hat die entscheidende Bedeutung des Freund-Feind-Gegensatzes für das Politische hervorgehoben, gegen eine existentielle Bedrohung oder gar seine eigene Vernichtung anzugehen. Ist der Zusammenhang zwischen dem Feindbegriff und dem Politischen heute noch zeitgemäß? Oder muss einerseits das Politische ganz anders definiert und andererseits das Problem der Feindschaft jenseits des Politischen behandelt werden?
Rüdiger Voigt (Jahrgang 1941) ist ein deutscher Politik- und Staatswissenschaftler, Jurist und emeritierter Hochschullehrer. Er studierte Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Kiel und Tübingen und lehrte zunächst an der Freien Universität Berlin sowie an der Universität Siegen. Von 1990 bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Verwaltungswissenschaft an der Universität der Bundeswehr München und Direktor des Instituts für Staatswissenschaften. Wissenschaftlich beschäftigt sich Voigt insbesondere mit Staats- und Souveränitätstheorien, Verwaltungswissenschaft, Weltordnung, Geopolitik und Kriegstheorie. Er gilt als Herausgeber und Autor zahlreicher staatswissenschaftlicher Publikationsreihen, darunter „Staatsverständnisse“, „Staatsdiskurse“ und „Staat – Souveränität – Nation“. In seinen Arbeiten setzt er sich unter anderem mit Carl Schmitt, Niccolò Machiavelli, Fragen staatlicher Ordnung sowie den Grundlagen politischer Herrschaft auseinander.
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