Holocaust

Flucht aus Sobibor. Von Richard Rashke

Am 14. Oktober 1943 kam es zum Aufstand im NS-Vernichtungslager Sobibor. Die etwa 600 gefangene Juden und Jüdinnen erschlugen ein Dutzend SS-Offiziere und Wächter, rissen den Stacheldrahtzaun nieder und rannten über ein vermintes Feld. Gegen alle Wahrscheinlichkeit gelangten mehr als 300 Gefangene in die rettenden Wälder. Etwa 60 jener Männer und Frauen schafften es, bis zum Kriegsende zu überleben.

ISBN 978-3-903022-39-3     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Prophet der Vernichtung. Über Volksgeist und Judenhass. Von Siegfried Lichtenstaedter. Vorwort und Nachwort von Götz Aly

Wie ein bayerisch-jüdischer Beamter den Holocaust vorhersagte: Scharf beobachtend und mit jüdischem Witz schrieb Siegfried Lichtenstaedter (1865-1942) Satiren und Prognosen, die so verblüffend hellsichtig sind, dass der Historiker Götz Aly sie ausgegraben und neu zusammengestellt hat. In drei begleitenden Essays schildert Götz Aly außerdem Lichtenstaedters Leben und zeigt, wie aktuell diese Texte über Antisemitismus, Völkermord und Hass heute wieder sind.
1923 hielt Siegfried Lichtenstaedter für möglich, was 1933 begann: Dass die Juden in Deutschland "totgeschlagen und ihre Güter den 'Ariern' gegeben" würden. 1926 beobachtete er, wie - "heimlich ersehnt und schmunzelnd erwähnt" - Vernichtungswünsche gegen die Juden immer populärer wurden.

ISBN 978-3-10-397421-8     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Auschwitz als Steinbruch. Was von den NS-Verbrechen bleibt. Von Thomas Willms

Wie die Verbrechen des NS-Regimes vergegenwärtigt werden, ist zunehmend einem ökonomischen und ideologischen Markt überlassen. Aus dem Zusammenhang gerissene Bilder haben bereits einen maßgeblichen Einfluss auf das Geschichtsbild. Dieser Prozess ist international und überlagert nationenspezifische geschichtspolitische Probleme. Thomas Willms stellt dar, was von den NS-Verbrechen bleibt, welche Aspekte der Erinnerungen von Zeitzeugen von Anfang an ignoriert wurden und welche Missverständnisse die Vorstellungen über Konzentrationslager bestimmen.

ISBN 978-3-89438-622-1     12,90 €  Portofrei     Bestellen

Zur rechten Zeit. Von Norbert Frei, Franka Maubach, Christina Morina und Maik Tändler

Die Sehnsucht nach einer "konservativen Revolution" zieht sich durch die gesamte deutsche Nachkriegsgeschichte. Immer wieder forderten Nationalkonservative und Rechtsradikale die liberale Demokratie heraus. Doch seit der "Flüchtlingskrise" hat sich die Sprengkraft ihrer Argumente enorm verstärkt: Viele Positionen von AfD, Pegida und der Neuen Rechten sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Verlangen nach einer heilen Geschichte heizt die Stimmung weiter an.

ISBN 978-3-550-20015-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Kanon im Exil. Von Caroline Jessen

Kanonforschung als Gedächtnis- und Diskursgeschichte.

In nutzlos gewordenen Büchersammlungen ist das Nachleben einer vor dem Holocaust in Deutschland so lebendigen jüdischen Kultur in Israel präsent: In diesen Büchern materialisieren sich Fragmente einer Kultur, die sich mit den Einwanderern und Geflüchteten aus Deutschland nach Palästina gerettet hatte und die nun mit der letzten Generation ihrer Träger aus dem israelischen Alltag verschwindet. In Aussagen über gerettete und verlorene Bücher, vor allem aber in gelesenen und bewahrten Texten zeigen sich Spuren einer "inneren" Geschichte der jüdischen Emigration.

ISBN 978-3-8353-3348-2     42,00 €  Portofrei     Bestellen

Neuer Antisemitismus? Hrsg. Christian Heilbronn, Doron Rabinovici und Natan Sznaider

Worauf lassen wir uns ein, wenn wir Antisemitismus begreifen wollen? Meinen wir ein Gefühl, ein Ressentiment, eine Haltung, ein Gerücht oder gar nur ein Vorurteil über eine bestimmte soziale und kulturelle Gruppe, die Juden genannt wird? Ressentiments gegen Juden kommen von Rechten, Linken, der Mitte, von Muslimen, sogar von anderen Juden.

Vor diesem Hintergrund ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, und eine erweiterte Fassung des mittlerweile zum Standardwerk avancierten Sammelbandes zur Frage des "neuen Antisemitismus" vorzulegen. Die bisherigen Beiträge werden ergänzt um neue Texte, unter anderem zur aktuellen Situation in Großbritannien, Frankreich und Polen sowie um Erörterungen zur Agitation im Netz und um eine Untersuchung zu antisemitischen Einstellungen unter Flüchtlingen.

ISBN 978-3-518-12740-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Liebe Kitty. Von Anne Frank

Während des Krieges versteckte sich Anne Frank zusammen mit ihrer Familie und vier anderen Untergetauchten mehr als zwei Jahre lang vor den Nazis in einem Hinterhaus in der Amsterdamer Prinsengracht. In dieser Zeit führte Anne ein Tagebuch. Im Frühjahr 1944 kam sie auf die Idee, ein Buch über ihre Zeit im Versteck zu schreiben und ihr Tagebuch als Grundlage zu nehmen. Am 29. März jenes Jahres notiert sie im Tagebuch: »Stell Dir mal vor, wie interessant es wäre, wenn ich einen Roman über das Hinterhaus herausbringen würde ...«
Zwei Monate später begann sie mit ihrem »Roman«. Im Tagebuch schreibt sie darüber an ihre imaginäre Brieffreundin: »Liebe Kitty, endlich nach sehr vielem Nachdenken habe ich dann mit meinem ›Hinterhaus‹ angefangen, in meinem Kopf ist es schon so weit fertig wie nur möglich, in Wirklichkeit aber wird es wohl viel weniger schnell gehen, falls es überhaupt jemals fertig wird.« Da die Versteckten am 4. August 1944 verhaftet wurden, konnte Anne Frank ihr Buch nicht fertigstellen, das Manuskript blieb unvollendet.

ISBN 978-3-906910-62-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

"Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein." Von Kurt Schilde

Der Jude und blinde Bankangestellte Erich Frey lebte mit seiner Frau Elsbeth und ihren Töchtern Liselott und Marie Anne im nationalsozialistischen Berlin. Die Kinder wanderten 1939 nach Großbritannien bzw. in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina aus. Leider ist es den Eltern nicht gelungen, ihnen zu folgen. Zur Informationen ihrer Kinder über ihr Leben seit deren Auswanderung verfasste Erich Frey mit Unterstützung seiner Frau im April und Mai 1942 einen zwölfseitigen, eng beschriebenen Bericht. Eine von vier ursprünglichen Fassungen ist nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an die Töchter gelangt.

ISBN 978-3-86732-304-8     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Der Reisende. Von Ulrich Alexander Boschwitz

Die große Wiederentdeckung.
Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst.
"Ein wirklich bewegender, aber auch instruktiver Text. Ein großer Gewinn! Für einen Dreiundzwanzigjährigen ein ganz erstaunliches Werk."
Brigitte Kronauer

ISBN 978-3-608-98154-4     9,95 €  Portofrei     Bestellen

Effingers. Von Gabriele Tergit

"Effingers" ist ein Familienroman - eine Chronik der Familie Effinger über vier Generationen hinweg. Außer dass sie Juden sind, unterscheidet sich ihr Schicksal in nichts von dem anderer gutsituierter gebildeter Bürger im Berlin der Jahrhundertwende. Alle fahren sie im sich immer wiederholenden Lebenskarussell, das sich durch Glück, Schmerz, Leichtsinn, Erfolg und Scheitern dreht. "Effingers" ist ein typisch deutsches Bürgerschicksal in Berlin, wie es das der "Buddenbrooks" in Lübeck war.

Als der Nationalsozialismus sich breitmacht, wird das deutsche Schicksal zu einem jüdischen. Wer wachsam ist, wandert aus.

ISBN 978-3-89561-493-4     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Seiten