Antifaschismus

Märzrevolution 1920. Von Erhard Lucas

Gegen eine demokratisch gewählte Regierung putscht ein Teil der Armee, und der andere Teil verweigert der Regierung die Unterstützung. Diese flieht. In vielen Landesteilen wird der Generalstreik ausgerufen. Im Industriezentrum des Landes werden die Betriebe besetzt, und mehrere tausend Arbeiter bewaffnen sich, greifen die Putschisten an und besiegen reguläre Truppen im offenen Kampf. Neugebildete Vollzugsräte übernehmen alle öffentliche Gewalt und es bildet sich eine „Rote Armee” mit etwa 50.000 Kämpfern, bestehend aus Sozialdemokraten, Unabhängigen, Kommunisten und Syndikalisten. Die Rede ist nicht von Spanien 1936, sondern vom Ruhrgebiet im März 1920. Nach der Niederschlagung des Rechts-Putsches ging die Reichsregierung zusammen mit den Einheiten, die sie im Stich gelassen hatten, gegen ihre Retter vor.

ISBN 978-3-9820783-2-8     40,00 €  Portofrei     Bestellen

Weite Wege in die Freiheit. Erinnerungen an die Resistenza. Von Joyce Lussu

Joyce Lussu (1912-1998), war Aristokratin, Sozialistin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie gibt Einblick in die letzte Phase der "Resistenza lunga", des politischen Widerstands gegen Mussolinis Faschismus, der sich bereits ab Mitte der 1920er-Jahre in der Emigration organisierte.Unter vielerlei Identitäten wird Joyce Lussu in Frankreich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Juli 1940 zu einer verlässlichen Dokumentenfälscherin und unerschrockenen Fluchthelferin. Sie begleitet Emilio Lussu über eine Schleuserroute nach Portugal, absolviert in Großbritannien eine militärische Ausbildung und wagt im September 1943 eine riskante Mission durch die Frontlinien zu den alliierten Truppen im bereits befreiten Süditalien.

ISBN 978-3-85476-951-4     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Schriften von Heinrich Vogeler. Hrsg. Walter Fähnders und Helga Karrenbrock

Heinrich Vogeler (1872-1942) war Maler, Grafiker, Buchkünstler, Kunstgewerbler, Architekt, Pädagoge, Politiker – und nicht zuletzt Schriftsteller, Verfasser einer Vielzahl von Schriften, von Broschüren und Aufsätzen, Reiseberichten und Aufrufen. Es sind Texte eines Autors, der darin eher selten über Kunst oder sein eigenes künstlerisches Oeuvre spricht, was bei einem so vielseitigen Künstler eigentlich zu erwarten wäre. Es sind auch keine im strengen Sinn literarischen Texte (nach dem frühen Gedicht-Bändchen Dir aus dem Jahr 1899, das Ausnahme bleibt), sondern Schriften von ausnahmslos diskursiver, theoretischer, essayistischer Art, oft im polemischen, fast immer im politischen und sozialkritischen Kontext. Später kommen Reiseberichte aus Russland hinzu. Dies hängt eng mit Vogelers Biographie zusammen.

ISBN 978-3-8498-1779-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Dschinns. Von Fatma Aydemir

Fatma Aydemirs großer Familienroman - "Ihr Sound hat eine Wucht, die abwechselnd ins Herz und in die Magengrube geht." Alena Schröder.

Dreißig Jahre hat Hüseyin in Deutschland gearbeitet, nun erfüllt er sich endlich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Nur um am Tag des Einzugs an einem Herzinfarkt zu sterben. Zur Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach. Fatma Aydemirs großer Gesellschaftsroman erzählt von sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt sind. Alle haben sie ihr eigenes Gepäck dabei: Geheimnisse, Wünsche, Wunden. Was sie jedoch vereint: das Gefühl, dass sie in Hüseyins Wohnung jemand beobachtet.

ISBN 978-3-446-26914-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Woche. Von Heike Geißler

Der Ohnmacht eine Kampfansage. »Politik, Europa, Gegenwart, Alltag, das kann einem ja nun keiner erzählen, dass das keine Auswirkungen hat«, ruft die Erzählerin ihrer Freundin Constanze zu. Zusammen sind sie die proletarischen Prinzessinnen - »Prinzessinnen, wie sie nicht in jedem Buche stehen. Aber wartet nur, wir schreiben uns in die Bücher hinein«. Zusammen wollen sie Widerstand leisten. Eine Revolte anzetteln. Die alten Märchen überschreiben. Denn etwas ist aus den Fugen geraten: Plötzlich drängen sich immer mehr Montage in die Woche. Da sind Riesen, die wie aus dem Schauermärchen in die Wirklichkeit schnellen. Da ist der Tod, der, eben noch erschöpft, immer mehr zum Akteur wird. Da ist ein unsichtbares Kind, das dafür plädiert, geboren zu werden. Da ist der schönste Roman der Welt in weißen Jeans. Höchste Zeit also, jedwede Ohnmacht zu überwinden.

ISBN 978-3-518-43053-8     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Es kommt dein Tag, Genosse Spartakus! Erinnerungen an den Antifaschisten, Schriftsteller und Dramaturgen KuBa (Kurt Barthel) Hrsg. Jochen Barthel

Weggefährten, Mitstreiter, Freunde des Antifaschisten, Dichters und Dramaturgen KuBa (1914 - 1967) kommen zu Wort: Genossen aus den Jahren des Exils, aber auch Angehörige der DDR-Gründergeneration; enge Vertraute, die von wichtigen Stationen in seinem Leben berichten und Leser des "Arbeiterjungen mit heißem Herzen und großem Talent" (Anna Seghers über KuBa). Unversehens wird dieser Erinnerungsband zu einem lebendigen Geschichtsbuch, das die DDR nicht von ihrem Ende her (um-)interpretiert, sondern uns "Nachgeborenen" ihre Gründung und frühen Jahre historisch wahrhaftig nahebringt.

ISBN 978-3-96170-047-9     14,80 €  Portofrei     Bestellen

Betty Rosenfeld. Zwischen Davidstern und roter Fahne. Von Michael Uhl

Betty Rosenfeld (Stuttgart, 23. März 1907 - Auschwitz, 1942) wächst in einem liberal-religiösen Elternhaus auf. Schon in ihrer Jugend, die sie beim «Deutsch-jüdischen Wanderbund Kameraden» und bei der «Demokratischen Jugend» verbringt, ist sie beseelt von hohen Idealen. Als Jugendliche verehrt sie Walter Rathenau. An der «Marxistischen Arbeiterschule» in Stuttgart besucht sie den Unterricht von Friedrich Wolf und Kurt Hager. Schließlich tippt sie für den kommunistischen Untergrund von Stuttgart Flugblätter gegen die neuen Machthaber in Berlin. Im Gegensatz zu anderen SozialistInnen mit jüdischen Wurzeln trägt sie aber den jüdischen Kalender weiter in ihrem Herzen und tritt nie aus ihrer Religionsgemeinschaft aus. Sie wandert nach Palästina aus, wo sie den antifaschistischen Impuls und die Gesinnungsgenossen, mit denen sie für «die Sache» kämpfte, vermisst.

ISBN 978-3-89657-036-9     39,80 €  Portofrei     Bestellen

Mikis Theodorakis - Komponist, Widerstandskämpfer, Mensch

→ Mikis Theodorakis

«Europa hatte keinen Che Guevara, es hatte Mikis Theodorakis.»
Roger Willemsen

«Wir hatten vergessen, dass er sterblich ist. Aber er hinterlässt uns seine Lieder als Vermächtnis.»
Kyriakos Mitsotakis, griechischer Premierminister

Der Komponist Mikis Theodorakis tauchte unmittelbar nach dem Putsch unter und rief zum Widerstand auf.
Vier Monate lang kämpfte er mit der „Patriotischen Front“ im Untergrund gegen die Junta.
Im August 1967 wurde er verhaftet, gefoltert, ins Bergdorf Zatouna verbannt, später ins Konzentrationslager Oropos überführt.
Theodorakis’ Musik war bereits am 1. Juni 1967 verboten worden; wer sie anhörte, musste mit einer Haftstrafe rechnen.
(Wikipedia)

Mikis Theodorakis 1974 Ausschnitte aus dem Konzert im Karaiskakis Stadion Athen 1 3


Mikis Theodorakis 1974 Ausschnitte aus dem Konzert im Karaiskakis 
Stadion Athen 
Teil 1 von 3  RoterStern Youtube ohne Datum

Mikis Thodorakis - Komponist → arte 02.09.2021 (verfügbar bis 01.12.2021

»Ich lehre euch Gedächtnis« Paul Wulf: NS-Opfer – Antifaschist – Aufklärer. Hrsg. Freundeskreis Paul Wulf

Heimkinder und Psychiatrisierte wurden von den Nazis als 'lebensunwert' stigmatisiert und oftmals zwangssterilisiert. Doch in der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wurden die ihnen angetane Gewalt und ihre Bemühungen um Entschädigung jahrzehntelang missachtet. Paul Wulf, der im Zentrum dieses Buches steht, war einer der ersten, der das öffentliche Schweigen durchbrach und mit seinen Recherchen und Ausstellungen auf das Schicksal dieser vergessenen Opfer aufmerksam machte.Paul Wulf (1921-1999), bereits mit elf Jahren in eine »Idiotenanstalt « eingewiesen, wurde 1938 selbst zwangssterilisiert. Gegen Ende des Krieges schloss er sich als 17-Jähriger einer Widerstandsgruppe an, die antifaschistische Informationen verteilte.

ISBN 978-3-89771-087-0     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Valter verteidigt Sarajevo. Von Ahmet Muminovic

Valter, ein einfacher Bankangestellter, wird kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges von seinem Arbeitgeber von Belgrad nach Sarajevo strafversetzt. Kaum erreicht die Wehrmacht Jugoslawien, legt Valter die Arbeit nieder und schließt sich dem Widerstand gegen die neuen Besatzer an. Ab 1943 führt er die Angriffe der Partisanen unter der Parole Smrt fasizmu, svoboda narodu an, und stellt die Versorgung der Zivilbevölkerung sicher. Als Valter bleibt er dabei für die Nazis immer ein Phantom, für die Bevölkerung jedoch ein rettender und rächender Engel. "Valter verteidigt Sarajevo" ist von der historischen Person Vladimir «Valter» Peric inspiriert, dem Partisanen, Volkshelden und Freiheitskämpfer, der bei der Befreiung Sarajevos am 6. April 1945 im Kampf gegen die Deutschen starb.

ISBN 978-3-903022-94-2     14,00 €  Portofrei     Bestellen

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