Zeitgeschichte

Gehört Sachsen noch zu Deutschland? Von Frank Richter

Spätestens seit den Pegida-Aufmärschen und den Exzessen von Heidenau, Freital und Chemnitz hat sich das Bild von Sachsen über die deutschen Grenzen hinaus verdunkelt. Statt an Frauenkirche, Friedliche Revolution und Gemütlichkeit denken viele jetzt an Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Der Freistaat ist zum Synonym für die Zerrissenheit der deutschen Gesellschaft geworden. Wofür steht der Ruf "Wir sind das Volk!" im Jahr 2019? Droht die Abkehr der Bürger von der Demokratie?

ISBN 978-3-550-20035-9     15,00 €  Portofrei     Bestellen

Wie Computer heimisch wurden. Von Sophie Ehrmanntraut

Mit der Einführung des Personal Computers Ende der 1970er-Jahre wurde ein neuer Markt für Konsument_innen von Computertechnologie geschaffen. Im Gegensatz zu den vorherrschenden Erzählungen über geniale Erfinder, tüchtige Unternehmer und Visionäre der Computerkultur im Silicon Valley nimmt Sophie Ehrmanntraut auch jenen Teil der amerikanischen Gesellschaft in den Blick, der Computer bis dahin nur aus den Nachrichten oder Science-Fiction-Romanen kannte.

ISBN 978-3-8376-4531-6     29,99 €  Portofrei     Bestellen

Bella Ciao. Von Raffaella Romagnolo

Piemont, 1946. Giulia Masca kommt als gemachte Frau zurück in das Städtchen ihrer Kindheit, wo sie noch eine Rechnung offen hat. Vor fast fünfzig Jahren wurde sie hier von ihrer besten Freundin Anita und ihrem Verlobten hintergangen, weshalb Giulia die Flucht ergriff und sich in New York eine neue Existenz aufbaute. Nach einem halben Jahrhundert will sie Anita wieder treffen - wie werden sie sich gegenübertreten?
Von einer, die bleibt, und einer, die geht.

ISBN 978-3-257-07062-0     24,00 €  Portofrei     Bestellen

»Die Stunde der Exekutive« Von Martin Diebel

Die geheimen Planungen des Innenministeriums zeigen, wie Beamte den Schutz des Staates über die Sicherung demokratischer Grundrechte stellten.

In der frühen Bundesrepublik war der Geltungsbereich demokratischer Grundrechte keineswegs gesichert. Inwiefern individuelle Freiheiten auch während eines Notstands uneingeschränkt Bestand haben sollten, war eine hart umkämpfte Frage. Während bislang die öffentlichen Proteste gegen die Notstandsgesetze im Vordergrund standen, zeigt Martin Diebel erstmals ausführlich die internen Planungen des Bundesinnenministeriums seit den 1950er Jahren. Deutlich wird, wie weitreichend Grundrechte wie die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit im Fall von Unruhen, Generalstreiks und Kriegen beschnitten werden sollten. Für den Ausnahmezustand sah das Ministerium zudem vor, rechtsstaatliche Prinzipien vorübergehend außer Kraft zu setzen.

ISBN 978-3-8353-3461-8     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Wendepunkt. Von Klaus Mann

Eine der schönsten Autobiographien des 20. Jahrhunderts

"Was für eine Geschichte ist es denn, die ich zu erzählen habe? Die Geschichte eines Intellektuellen zwischen zwei Weltkriegen, eines Mannes also, der die entscheidenden Lebensjahre in einem sozialen und geistigen Vakuum verbringen musste: innig - aber erfolglos - darum bemüht, den Anschluß an irgendeine Gesellschaft zu finden, sich irgendeiner Ordnung einzufügen: immer schweifend, immer ruhelos, umgetrieben, immer auf der Suche ..."

ISBN 978-3-499-27649-1     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Wende, Kinder und Fernsehen. Von Misun Kim

Misun Kim blickt im Rahmen einer fernsehhistorischen Analyse auf das zur Zeit der Wende produzierte und gesendete Kinderprogramm des Deutschen Fernsehfunks (DFF) zurück. Die Autorin fasst verstreut vorliegende Erkenntnisse aus unterschiedlichen Publikationen über die Wendekindheit bzw. Lebensbedingungen der Kinder vor und während der Zeit der Wende zusammen, die Ausgangslage für ihre Programmanalyse auf Produkt- und Zuschauerebene sind. Erstmals in der Forschung gelingt dadurch ein Überblick über die gesamten Fernsehproduktionen aus dieser Zeit und werden statistische Nutzungsdaten der Zuschauer und Zuschauerbriefe untersucht.

ISBN 978-3-658-26579-3     49,99 €  Portofrei     Bestellen

Das Tagebuch 1880-1937. Leinen-Ausgabe. Gesamtausgabe Bände 1 - 9. Von Harry Kessler

Die erste vollständige und wissenschaftlich aufgearbeitete Ausgabe des legendären, 57 Jahre hindurch geführten Tagebuchs des Schriftstellers, Diplomaten und Kunstmäzens Harry Graf Kessler.
Gesamtausgabe aller neun Bände

ISBN 978-3-7681-9927-8     473,00 €  Portofrei     Bestellen

Michail Gorbatschow und Zdeněk Mlynář. Gespräche in Wien, Moskau und Prag. Hrsg. Klaus Kukuk

Der Russe Gorbatschow und der Tscheche Mlynár teilten, als sie von 1950 bis 1955 an der Lomonossow-Universität in Moskau Jura studierten, nicht nur die kommunistische Überzeugung, sondern sich auch das Zimmer. Ihre Freundschaft bestand bis zum Krebstod Mlynárs 1997. Die beiden verstanden sich als Reformkommunisten und versuchten den Sozialismus zu verbessern. Der eine 1968 während des Prager Frühlings, der andere von 1985 bis 1991 mit Perestroika und Glasnost. Beide trafen sich wiederholt. So auch 1993/94 in Prag, Wien und Moskau. Die dort geführten drei Gespräche wurden 1994 in Prag publiziert. Der von einer Stiftung in den USA protegierte Verlag ging wie das interessante zeitgeschichtliche Dokumente unter. Kukuk hat jahrelang nach diesem Buch gesucht und wurde schließlich in einem Antiquariat fündig.

ISBN 978-3-947094-36-3     15,00 €  Portofrei     Bestellen

An den Ufern der Seine. Die magischen Jahre von Paris 1940 - 1950. Von Agnès Poirier

Vor dem Hintergrund weltgeschichtlicher Verwerfungen erlebt Paris in den Jahren 1940 bis 1950 seine Wiedergeburt: Mit großer Erzählkunst lässt Agnès Poirier den Flair und das geistig-künstlerische Leben in einer der aufregendsten Metropolen der Welt lebendig werden. Ein unvergleichlich inspirierendes Porträt einer ganzen Epoche, deren Errungenschaften unser Dasein und Lebensgefühl bis heute revolutionieren.

Im besetzten und im befreiten Paris trafen sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg die kreativsten Köpfe, die originellsten Stimmen und die leidenschaftlichsten Selbstdarsteller ihrer Generation. Sie brachen mit dem kapitalistischen System und errichteten eine antibürgerliche Gegenwelt. Bei Absinth, Pastis und Ersatzkaffee mit Sacharin fragten sie sich im Café de Flore: Wer bin ich? Wie können wir überleben? Wie wollen wir leben? Jetzt, heute, morgen, überhaupt. Mit unwiderstehlichem Charme und großer Sachkenntnis erzählt Agnès Poirier von den menschlichen Dramen, die die Entstehung großer Werke der Kunst und Literatur begleiteten: In dem magischen Jahrzehnt zwischen 1940 und 1950 wagten es de Beauvoir, Sartre, Giacometti, Picasso, Beckett, Koestler u.v.a., radikal anders zu denken, zu handeln, zu leben.

ISBN 978-3-608-96401-1     25,00 €  Portofrei     Bestellen

70 Jahre Grundgesetz. Hrsg. Hans Michael Heinig und Frank Schorkopf

Im Mai 2019 wird das Grundgesetz 70 Jahre alt. Es galt gut 40 Jahre in der Bonner und 30 Jahre in der Berliner Republik. Das "Jubiläum" fällt zusammen mit 100 Jahren Weimarer Reichsverfassung, eine Verfassung, die stürmische Zeiten kannte - und sie nicht überlebte. Das Doppeljubiläum ist Anlass, sich über das Grundgesetz, den von ihm verfassten Staat, über unsere Gesellschaft und politische Herrschaft zu vergewissern. Was hat sich bewährt? Wie wurde die verfassungspolitische Ordnung zu der, die wir kennen? Wie gut sind wir für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gerüstet?

ISBN 978-3-525-31078-6     25,00 €  Portofrei     Bestellen

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