Exil

Exil in der Welt. Wie ich den USA den Rücken kehrte und überall ein Zuhause fand. Von Belén Fernández

Belén Fernández hat als junge, gut ausgebildete Journalistin aus Protest den USA den Rücken gekehrt und reist seither, wohin es sie treibt. Allein und abseits von den üblichen Pfaden denkt sie darüber nach, was es heißt, Amerikanerin zu sein in einem weitgehend von den USA angerichteten Chaos in der Welt. Mit den Jahren ihres Berichtens aus Ländern wie Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Mexiko, Libanon, Syrien, der Türkei, Serbien, Italien hat sie sich einen Namen als eine der schärfsten Beobachterinnen amerikanischer Interventionen rund um den Erdball gemacht.
Über Monate bleibt sie an politischen Brandherden, lernt die Menschen, ihr Leben, wenn nicht Überleben und ihre Sicht der Dinge kennen, benennt konkret, wie es zu politisch fatalen Entwicklungen und haltlosen Zuständen gekommen ist und wer in höchsten Positionen dafür verantwortlich ist.

ISBN 978-3-85869-867-4     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Umbruch oder Hanna und die Freiheit. Ein Prag-Roman. Von Alice Rühle-Gerstel

Die Kommunistin Hanna verlässt Berlin auf der Flucht vor den Nationalsozialisten. In ihrer Heimatstadt Prag findet sie illegale Arbeit bei einer liberalen deutschsprachigen Zeitung und verliebt sich ausgerechnet in den Chefredakteur des politisch konträren Blattes. Im Mittelpunkt von Alice Rühle-Gerstels Roman stehen die Umbrüche im Leben einer jungen Frau zwischen politischen und gesellschaftlichen Fronten, wobei ihre politischen Überzeugungen ins Wanken geraten. "Der Umbruch" von 1937/38 wurde erstmals 1984 postum aus dem Nachlass veröffentlicht.

ISBN 978-3-932338-31-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Kanon im Exil. Von Caroline Jessen

Kanonforschung als Gedächtnis- und Diskursgeschichte.

In nutzlos gewordenen Büchersammlungen ist das Nachleben einer vor dem Holocaust in Deutschland so lebendigen jüdischen Kultur in Israel präsent: In diesen Büchern materialisieren sich Fragmente einer Kultur, die sich mit den Einwanderern und Geflüchteten aus Deutschland nach Palästina gerettet hatte und die nun mit der letzten Generation ihrer Träger aus dem israelischen Alltag verschwindet. In Aussagen über gerettete und verlorene Bücher, vor allem aber in gelesenen und bewahrten Texten zeigen sich Spuren einer "inneren" Geschichte der jüdischen Emigration.

ISBN 978-3-8353-3348-2     42,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Göttin und ihr Sozialist Christiane Grautoffs Autobiographie - ihr Leben mit Ernst Toller. Mit Dokumenten zur Lebensgeschichte. Von Christiane Grautoff

Kurz vor ihrem Lebensende schreibt Christiane Grautoff (1917-1974), die Lebensgefährtin Ernst Tollers, im fernen Mexiko ihre Erinnerungen nieder: an Berlin, wo sich die Tochter von Otto Grautoff, dem Jugendfreund Thomas Manns, zum jungen, vielbeachteten Theaterstar mauserte. Das Schlüsselereignis in ihrem Leben war die Begegnung mit dem um viele Jahre älteren Ernst Toller. So konzentrieren sich ihre Erinnerungen auf die Zeit ihres Zusammenlebens, die Exiljahre. Als sie, Tochter aus gutem Hause, 1932 den fast vierzigjährigen Ernst Toller kennenlernte, war sie erst vierzehn Jahre alt und schon berühmt auf Berliner Bühnen.

ISBN 978-3-931135-18-8     19,00 €  Portofrei     Bestellen

Deutsche auf der Flucht. Hrsg. Francis W. Hoeber und Achim Bonte

Der Band dokumentiert die nervenzehrende Fluchtgeschichte eines jungen, regimekritischen Akademikerpaares, wie sie im nationalsozialistischen Deutschland zahllose Menschen zu bestehen hatten. Während Johannes Höber dank eines glücklichen Zufalls bereits im November 1938 in die Vereinigten Staaten auswandern konnte, durften ihm seine Frau und die neunjährige Tochter Susanne erst im September 1939, kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, folgen. Regelmäßige, im Atlantikverkehr beförderte Briefe bildeten in der Zwischenzeit die wesentliche Verbindung.
Ende der 1980er Jahre fand ihr Sohn Francis die Briefe wieder auf, die das Paar nach dem Start in ein neues Leben selbst vor seinen Kindern niemals mehr erwähnt hatte.

ISBN 978-3-86732-305-5     14,90 €  Portofrei     Bestellen

"Wir sind durchs Rote Meer gekommen, wir werden auch durch die braune Scheiße komm... Schriftsteller in Zeiten des Faschismus. Von Birgit Lahann

Gibt es heutige Parallelen zum aufkommenden Faschismus zwischen 1918 und 1933? Welche Debatten führten Schriftsteller und Intellektuelle in diesen Jahren? Birgit Lahann schreibt eine Anatomie der deutschen Literaturelite, die sich im Strudel von Erstem Weltkrieg, Antidemokraten und Nazibarbarei entscheiden musste, wo sie stehen will. Sie erzählt vom Aufstieg der braunen Machthaber, vom Vorspiel zur Emigration, vom Exodus des deutschen Geistes und von dessen Verführbarkeit im Angesicht Hitlers.

ISBN 978-3-8012-0539-3     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Vulkan. Roman unter Emigranten. Von Klaus Mann

Klaus Manns Roman entfaltet ein facettenreiches Panorama von Exil-Schicksalen: Er erzählt vom oft bitteren Alltag der aus Nazi-Deutschland Vertriebenen, von ihren politischen Kämpfen und Debatten, von ihrer Not und Verzweiflung, von ihren Hoffnungen.
"Der Vulkan", den Klaus Mann selbst für sein bestes Buch hielt, ist ein großes poetisches Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit - gerade darum hat das Buch bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

ISBN 978-3-499-22591-8     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Die deutsche Wirtschaftspolitik im Übergang zum Nazifaschismus. Analysen 1932-1948 und ergänzende Texte (mit DVD). Von Alfred Sohn-Rethel

Sohn-Rethels Wunsch nach einer akademischen Karriere im Anschluss an seine Promotion 1928 (s. Band 1 der Werkausgabe: Von der Analytik des Wirtschaftens) ging nicht in Erfüllung. Weder gelang es ihm, im Bereich der Nationalökonomie unterzukommen, noch fand er mit seinen philosophischen Entwürfen (s. Band 3 der Werkausgabe, erscheint 2015) Anschluss an das Frankfurter Institut für Sozialforschung.Vermittelt durch seinen Ziehvater, den Großindustriellen Ernst Poensgen, erhielt er dann aber 1931 eine Stelle beim Mitteleuropäischen Wirtschaftstag (MWT) in Berlin, wo er Gelegenheit hatte, die Strategien des Großkapitals in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus aus der Nähe zu untersuchen. Band 2 umfasst die in dieser Zeit entstandenen Analysen, die vor allem im Deutschen Volkswirt und den Deutschen Führerbriefen veröffentlicht wurden. Ergänzt werden sie durch die Texte, mit denen Sohn-Rethel nach 1937 den Kontakt zu dem englischen Politiker und Journalisten Wickham Steed herstellte.

ISBN 978-3-86259-120-6     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Ich war der letzte Bürger der DDR. Mein Leben als Enkel der Honeckers. Von Roberto Yáñez und Thomas Grimm

Über die letzten Jahre von Erich und Margot Honecker, die in Chile politisches Asyl fanden, ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Nun, zwei Jahre nach dem Tod Margot Honeckers, bricht ihr Enkel, Roberto Yáñez, das Schweigen. Erstmals spricht er von seinem Leben als "Lieblingsenkel" und erzählt, was nach dem Sturz des Großvaters und dem Zusammenbruch der DDR geschah.
Roberto Yáñez, der Sohn von Sonja Honecker, wächst auf mit den Privilegien der Macht. Als die Mauer fällt, ist er 15 Jahre alt. Die geliebten Großeltern werden als Verbrecher gejagt. Er selbst fühlt sich verfolgt, auch nachdem seine Familie nach Chile, in das Land seines Vaters, ausgereist ist.

ISBN 978-3-458-17748-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Fuck America. Bronskys Geständnis. Von Edgar Hilsenrath

Wenn du, Jakob Bronsky, so ein Mädchen triffst, dann wird sie sich fragen: "Wer ist Jakob Bronsky? Was weiß Jakob Bronsky vom 'american way of life'? Weiß Jakob Bronsky, daß nur der Erfolg etwas gilt und sonst nichts? Ist er ein Kerl, der sich rücksichtslos durchsetzt und doch an den lieben Gott glaubt? Weiß er, daß unsere Welt eine heile Welt ist? Kennt er die Ideale unserer Vorväter, die damals mit dem ersten Schiff hier ankamen, der Mayflower, und was hält er von der Coca-Cola-Kultur?"

ISBN 978-3-943334-02-9     19,00 €  Portofrei     Bestellen

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