Paris

Privateigentum. Von Julia Deck

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Schicksal des roten Katers ist schrecklich. Aber das der übrigen Figuren in dieser bitterbösen Geschichte nicht minder. Charles und Eva Caradec sind in die Vorstadt gezogen, um etwas Platz zu haben und im Grünen zu leben. Das Heizsystem wird aus erneuerbarer Energie gespeist, das Abwasser ebenso wie der Kompost recycelt. Und hinter den frisch verputzten Fassaden belauern sich die Nachbarn bald gegenseitig. Sie überwachen und strafen einander, es entstehen Intrigen und Affären. Die gemeinsamen Grillabende können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Versprechen dauerhaften Glücks nicht im Neubaugebiet liegt, und als eine Nachbarin spurlos verschwindet, scheint die Katastrophe unabwendbar.

ISBN 978-3-8031-1356-6     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Baustelle Revolution. Erinnerungen eines Anarchisten. Von Lucio Urtubia

Lucio Urtubia, 1931 in einem kleinen Dorf in Navarra geboren, wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf. Mitte der 1950er Jahre flüchtet er nach Frankreich, wo er Kontakt zu anarchistischen Gruppen aufnimmt. Von Paris aus unterstützt er den Widerstand gegen die Franco-Diktatur. Fälschen von Dokumenten, Verstecken von Untergrundkämpfern und illegale Geldbeschaffungsaktionen sind fortan Teil seines Lebens. 1980 gelingt ihm sein größter Coup: Durch den Druck von Travellerschecks der Citibank im Wert von mehreren Millionen Dollar zwingt er die mächtigste Bank der Welt in die Knie.

ISBN 978-3-935936-84-2     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Die Optimisten. Von Rebecca Makkai

Ein Virus greift um sich. Liebe in schwierigen Zeiten.

Chicago, 1985: Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer nach Neuerwerbungen für seine Galerie sucht. Gerade ist er einer Gemäldesammlung auf der Spur, die seiner Karriere den entscheidenden Schub verleihen konnte. Er ahnt nicht, dass ein Virus, das gerade in Chicagos "Boys Town" zu wüten begonnen hat, einen nach dem anderen seiner Freunde in den Abgrund reißen wird.
Paris, 2015: Fiona spürt ihrer Tochter nach, die sich offenbar nicht finden lassen will. Die Suche nach der Tochter gestaltet sich ebenso zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, denn in Paris trifft sie auf alte Freunde aus Chicago, die sie an das Gefühlschaos der Achtzigerjahre erinnern und sie mit einem großen Schmerz von damals konfrontieren.

ISBN 978-3-96161-077-8     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Ich rede von der Cholera. Ein Bericht aus Paris von 1832. Von Heinrich Heine

Heinrich Heines Reportage über die Cholera aus dem Jahr 1832 ist einer der eindrücklichsten Texte, die jemals über eine Pandemie geschrieben wurden. -- 1831 ging Heinrich Heine nach Paris, von wo er als Journalist für die Augsburger "Allgemeine Zeitung" schrieb. Sein bei weitem erschütterndster Bericht erschien am 20. April 1832, als in der französischen Hauptstadt in den ersten Frühlingstagen die Cholera ausbrach. Heines Reportage ist ebenso schonungslos wie beklemmend aktuell: Die Krankheit war zuvor bereits in einer anderen Stadt, in London, ausgebrochen, und doch hatte man ihr in Frankreich sorglos entgegengesehen. Aber bald schon liegen Leichen in den Straßen, und es grassieren Gerüchte und Fake News.

ISBN 978-3-455-01042-8     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Transitkind. Von Rafael Gumucio

Das lateinamerikanische Exil im Paris der 70er Jahre: Mit seinen Eltern und seiner Grossmutter vor der Militärdiktatur Augusto Pinochets geflüchtet, wächst der junge Chilene Rafael Gumucio zwischen den chaotischen Sitzungen sozialistischer Polit-Komitees und den verlorenen Träumen einer ganzen Generation auf. Während seine Eltern bald ihre eigenen (und getrennten) Wege finden, mit ihrem Schicksal umzugehen, sucht Rafael in Gesprächen mit der Statue Victor Hugos und dem lieben Gott nach Antworten auf die grossen Fragen in einer Welt, in der das Leben stets ein Provisorium zu sein scheint. Und als einige Jahre später die Namen der Familie auf den Listen der begnadigten Exilanten erscheinen, die nach Chile zurückkehren dürfen, macht das die Dinge auch nicht einfacher:

ISBN 978-3-85990-387-6     21,20 €  Portofrei     Bestellen

Briefe einer Peruanerin. Femmes de Lettres, Bd. 3. Von Françoise de Grafigny

Die Briefe einer Peruanerin waren in ihrer Zeit ein Bestseller. In 41 fiktiven Briefen, die eine entführte Inka-Prinzessin aus Frankreich an den Geliebten zu Hause schreibt, hält Françoise de Grafigny dem Ancien Régime den Spiegel vor. Sie entwickelt dabei eine weibliche Lebensutopie, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist. Fast 40 Ausgaben und zahlreiche Übersetzungen erschienen in den Jahren zwischen der Erstveröffentlichung 1747 und 1835. Dann geriet das Werk weitgehend in Vergessenheit.

Françoise de Grafigny hat in diesem Briefroman zahlreiche Themen der Aufklärung auf originelle Weise aufgegriffen. Zilia, die "natürliche Wilde" aus Peru, kommt in die zivilisierte, aber sittlich zweifelhafte Pariser Gesellschaft, und in dem Maße, wie sie mit den Lebensverhältnissen vertraut wird, kritisiert sie Klerus, Kirche, die Kluft zwischen Arm und Reich, vor allem aber die vorherrschende Doppelmoral.

ISBN 978-3-906910-83-3     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Exil der frechen Frauen. Von Robert Cohen

Es beginnt im Berlin der Goldenen Zwanzigerjahre. Die junge Olga Benario befreit ihren Liebhaber aus dem Gefängnis, mit einer ungeladenen Pistole. Hingerissen von dem Schneid ihrer Altersgenossin, gründen zwei Schriftstellerinnen, Maria Osten und Ruth Rewald, einen Verein frecher Frauen.

Keine fünfzehn Jahre später sind die drei Frauen tot. Dazwischen liegen drei Leben, gelebt in Brasilien, Frankreich, Russland, gewidmet dem Widerstand gegen den Faschismus. Zahlreiche berühmte Zeitgenossen kreuzen ihren Weg: Bertolt Brecht, Anna Seghers, Tina Modotti, Claude Lévi-Strauss.

ISBN 978-3-293-20874-2     16,95 €  Portofrei     Bestellen

La Garçonne. Die Aussteigerin. Von Victor Margueritte

Der Skandalroman der Zwanzigerjahre - wiederentdeckt!

Paris, in den 1920 er Jahren: Monique Lerbier, Tochter aus reichem Hause, weigert sich, den Mann zu heiraten, den ihr Vater in einem intriganten Mitgifthandel für sie bestimmt hat. Auch bei ihrer Mutter, die mit 50 nur noch ein einziges Lebensziel hat - so auszusehen wie mit 30 - findet sie keine Unterstützung. Angeekelt von den Ränkespielen der Bourgeoisie bricht Monique mit ihrer Familie und entwickelt sich zur emanzipierten, unabhängigen Garçonne. Sie steht finanziell auf eigenen Beinen und stürzt sich kopfüber ins rauschhafte Leben der Pariser Boheme, wo die freie Liebe lockt und das Opium ...

ISBN 978-3-86915-210-3     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Das Haus der Frauen- Von Laetitia Colombani

In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im "Haus der Frauen" schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn.

ISBN 978-3-10-390003-3     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Giovannis Zimmer. Von James Baldwin

Keine Liebe ist jemals unschuldig

Im Paris der Fünfzigerjahre lernt David, amerikanischer Expat, in einer Bar den reizend überheblichen, löwenhaften Giovanni kennen. Die beiden beginnen eine Affäre - und Verlangen und auch Scham brechen in David los wie ein Sturm. Dann kehrt plötzlich seine Verlobte zurück. David bringt nicht den Mut auf, sich zu outen. Im Glauben, sich selbst retten zu können, stürzt er Giovanni in ein Unglück, das tödlich endet.

ISBN 978-3-423-28217-8     20,00 €  Portofrei     Bestellen

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