Algerien

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Marseille.73. Von Dominique Manotti

Bisher hat sich Commissaire Daquin, Neuzugang aus Paris, bei der Marseiller Kripo wenig Freunde gemacht - zu intellektuell, zu unbestechlich, zu fremd.
Aktuell überwachen er und sein Team rechtsextreme Splittergruppen, die im Verdacht stehen, an der Côte d'Azur paramilitärische Trainingslager zu unterhalten. In die Untersuchung zum Mord an einem algerischen Jugendlichen geraten sie eher zufällig. Kein Zufall ist hingegen die Schlampigkeit, mit der die zuständigen Kollegen ihre Ermittlung betreiben. Unter Überschreitung seiner Befugnisse und ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt Daquin die von ihnen ignorierten Fährten - und trifft mitten in ein Wespennest. Denn die verschiedenen Dienste der Marseiller Polizei sind nicht nur Meister der Mauschelei, sie führen auch einen gnadenlosen Krieg gegeneinander.

ISBN 978-3-86754-247-0     23,00 €  Portofrei     Bestellen

Wir wollten das Leben ändern. Band 2. Von Anne Beaumanoir

Mitte der 50er Jahre drohte der Algerienkrieg die Kolonialmacht Frankreich zu spalten. Anne Beaumanoir ergriff erneut Partei gegen Unterdrückung und engagierte sich für die Befreiung Algeriens, obwohl sie zwei Söhne hat und wieder schwanger ist. Mit ihrem Mann Jo, gleichfalls Mediziner, beteiligte sie sich am Geldsammeln für die algerischen Aufständischen, wurde verraten und kam ins Gefängnis. Der Verurteilung entzog sie sich und flüchtete nach Tunesien.

ISBN 978-3-943446-46-3     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Annette, ein Heldinnenepos. Von Anne Weber

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2020.

Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams.

ISBN 978-3-95757-845-7     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Dezemberkids. Von Kaouther Adimi

Eine Brache in der Cité du 11-Décembre, in der Banlieue von Algier. Die Kinder und Jugendlichen des Viertels haben sie sich erobert. Den Kopf voller Träume, spielen sie dort Fußball, auch wenn der Regen das Areal immer wieder in Schlamm verwandelt. Eines Tages tauchen zwei Generäle mit Bauplänen auf. Sie wollen dort ihre Villen errichten, das Grundstück gehört nun ihnen. Doch den Kindern gelingt es, die Männer fürs Erste zu vertreiben, und schon bald organisieren sie den Widerstand. Anders als ihre resignierten Eltern sind die jungen Menschen nicht willens, sich zu beugen. Die Spannung steigt. Wird der Machtapparat die rebellische Jugend doch noch in die Knie zwingen?

ISBN 978-3-03925-000-4     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Rote Hand. Von Jürgen Heimbach

Ausgezeichnet mit dem "Glauser 2020" als bester Kriminalroman des Jahres.

Arnolt Streich ist nicht gerade ein Menschenfreund. Vom Wirtschaftswunder vergessen, verbringt der ehemalige Fremdenlegionär seine Tage als Wachmann über ein paar schäbigen, von zwielichtigen Typen gemieteten Garagen in einer zugigen Wohnung, raucht eine Morris nach der anderen und flüchtet sich in die tröstliche Stimme von Édith Piaf.

Beim täglichen Bier um die Ecke erfährt er von einem tödlichen Anschlag mitten in der Stadt. Das Opfer: Georg Puchert, ein Waffenhändler, der die algerische Befreiungsfront FNL im Kampf um die Unabhängigkeit mit Waffen versorgt hat.

ISBN 978-3-293-20899-5     13,95 €  Portofrei     Bestellen

Der Fremde. Von Albert Camus

"Ich begriff, daß ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoß ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne daß man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils."

Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation und bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus.

ISBN 978-3-499-22189-7     9,00 €  Portofrei     Bestellen
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Internationalistischer Nationalismus. Lehren aus dem panafrikanischen Befreiungskampf. Von Lisa Hoppel

Nationalismus und Internationalismus werden meist auf ihre bürgerlichen bzw. sozialistischen Ausprägungen reduziert. Doch verweisen politische Projekte im Zuge antikolonialer Befreiungsbewegungen auf Möglichkeiten eines emanzipatorischen Nationalismus, der mit internationalistischen Strategien einhergeht. Der Panafrikanismus stellt eine Spielart dieses internationalistischen Nationalismus dar. Anhand panafrikanischer Ideen und Praxis in Ghana und Algerien zwischen 1945 und 1963 zeigt Lisa Hoppel, wie historische Alternativen das bestehende Weltsystem und die nationalstaatliche Ordnung herausforderten.

ISBN 978-3-85371-462-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Im Schatten des Dritten Reiches. Der BND und sein Agent Richard Christmann. Von Matthias Ritzi und Erich Schmidt-Eenboom

Der 1956 gegründete Bundesnachrichtendienst (BND) und sein Vorläufer, die Organisation Gehlen, rekrutierten in den 1950er Jahren viel Personal, das schon im Dritten Reich für Gestapo, SS oder den militärischen Geheimdienst gearbeitet hatte. Dazu gehörte auch der Lothringer Richard Christmann, im Krieg Doppelagent der Wehrmacht in den Niederlanden und der wohl erfolgreichste Agentenführer im besetzten Paris. Von 1956 bis 1961 als BND-Resident in Tunis eingesetzt, konterkarierte er unter anderem die offizielle deutsch-französische Versöhnungspolitik durch die gezielte Unterstützung der algerischen Unabhängigkeitsbewegung gegen Frankreich.

ISBN 978-3-86153-643-7     29,90 €  Portofrei     Vergriffen

Der Schleier. Von Frantz Fanon

Algerien zur Zeit des französischen Kolonialregimes. Der Schleier - ein "totes", da kulturell unhinterfragtes Kleidungsstück - wird zum Stein des Anstoßes und erhält eine völlig neue Dynamik. Seine Trägerin sieht, ohne gesehen zu werden. Auf individueller Ebene verwirrt und frustriert sie den Blick der Kolonialherren; auf politischer Ebene verkörpert ihre Kleidung genau jene kulturelle Identität, die zum Verschwinden gebracht werden soll.

ISBN 978-3-85132-873-8     10,00 €  Portofrei     Bestellen

Ein Leben am Rande der Wahrscheinlichkeit. Si Mustapha alias Winfried Müller: Vom Wehrmachtsdeserteur zum Helden des algerischen Befreiungskampfes. Von Fritz Keller

Am 22. Dezember 1962 - die französische Kolonialmacht hat gerade den Krieg verloren und die Unabhängigkeit Algeriens akzeptiert - berichtet ein gewisser Major Si Mustapha der deutschen Öffentlichkeit von der Desertion von über 4.000 Söldnern (davon vielen deutschsprechenden) aus der Fremdenlegion. Kurze Zeit später macht der inzwischen in der algerischen Verwaltung eingesetzte Si Mustapha in deutschen Medien erneut von sich reden: Er bietet 12.000 Villen und Schlösser zum Kauf an, die in Algerien hinterlassen wurden. Bei dieser Gelegenheit entdeckt die deutsche Öffentlichkeit auch, dass Si Mustapha mit dem 1926 in Wiesbaden geborenen Journalisten Winfried Müller identisch ist.

ISBN 978-3-85476-544-8     15,00 €  Portofrei     Bestellen

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