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Frantumaglia Mein geschriebenes Leben. Von Elena Ferrante

"Frantumaglia". Es ist Elena Ferrantes Mutter, eine Schneiderin, die ihrer Tochter dieses Wort hinterlässt - es stammt aus dem neapolitanischen Dialekt, aus der Welt der verknoteten Fäden und der aufgetrennten Nähte, ein Sinnbild für Unaussprechliches, Verwirrendes. Und ein Sinnbild eben auch für die Empfindungen und Ideen, die Elena Ferrantes Leben prägen - und über die sie sich hier Klarheit verschafft.
Die Weltautorin erzählt von ihrer neapolitanischen Herkunft, von ihrer Kindheit als ein unerschöpfliches Archiv aus Erinnerungen, Eindrücken, Fantasien, sie erläutert ihr Verhältnis zur Psychologie und zu Frauenfragen, sie diskutiert ihre Haltung zur Öffentlichkeit und spricht über heutige Bedenken und Begeisterungen.

ISBN 978-3-518-42800-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Diwan des Ibrahim al-Mi'mar (gest. 749/1348-49). Edition und Kommentar. Hrsg. Thomas Bauer

Ibrahim al-Mimar zählte zu den bedeutendsten arabischen Dichtern der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Er stammte aus der Schicht der Handwerker und Händler und ist ein Beispiel dafür, wie sich aufgrund eines Aufblühens des städtischen Bildungswesens in jener Zeit immer breitere Schichten am literarischen Leben beteiligten. Gleichwohl wurde die Literatur der Ayyubiden- und Mamlukenzeit in der Arabistik lange vernachlässigt. Begründet lag dies in einem Geschichtsbild, das von einem "Goldenen Zeitalter" bis zum 11. Jahrhundert und einer dramatisch langen Epoche des Niedergangs infolge klimatischer und ökonomischer Krisen ausging. Die mit dem 12. Jahrhundert einsetzende Erholungsphase und die fruchtbare literarische Tätigkeit, die damit verbunden war, wurde dabei außer Acht gelassen.

ISBN 978-3-95650-475-4     98,00 €  Portofrei     Bestellen

Kafkas letzter Prozess. Von Benjamin Balint

Der berühmteste Koffer der Literaturgeschichte hätte es beinahe nicht geschafft. Max Brod hatte ihn bei sich, als er 1939 mit dem letzten Zug von Prag nach Palästina floh. Im Koffer: Manuskripte, Notate, Kritzeleien von Brods Freund Franz Kafka. So romanhaft, wie diese Geschichte beginnt, geht sie Jahrzehnte später auch weiter, und zwar als veritabler Gerichtskrimi, der erst 2016 abgeschlossen wurde. Vordergründig wurde über den Nachlass Max Brods entschieden. Schnell aber wurde klar, dass hier ganz andere Dinge verhandelt wurden.

ISBN 978-3-946334-48-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Werktage I. Von Volker Braun

Unbekanntes, hoch Wichtiges ist zu vermelden. Volker Braun hat, beginnend im Januar 1977, bis in die Gegenwart ein Werktagebuch geführt. Dessen erster Band, teils kurze, teils längere Notate, erlaubt nicht allein den erhellenden Einblick in die Werkstatt des "lauteren, spielwütigen Autors". Solche Mitschriften des täglichen Lebens machen erfahrbar, wie Volker Braun sich und seine Arbeit, die Kollegen und die politische Situation - in Ost und West - sieht. Und seine Beobachtungen, mal giftig, mal ironisch, Reflexionen und Erzählungen zeigen erneut die Kunst dieses Dramatikers, Lyrikers und Prosaisten: Mit jedem Satz von ihm steigert er humoristisch-traurig die Einsicht in die Verbesserungswürdigkeit und Verbesserungsnotwendigkeit unserer Lage.

ISBN 978-3-518-42048-5     29,80 €  Portofrei     Bestellen

"Wir sind durchs Rote Meer gekommen, wir werden auch durch die braune Scheiße komm... Schriftsteller in Zeiten des Faschismus. Von Birgit Lahann

Gibt es heutige Parallelen zum aufkommenden Faschismus zwischen 1918 und 1933? Welche Debatten führten Schriftsteller und Intellektuelle in diesen Jahren? Birgit Lahann schreibt eine Anatomie der deutschen Literaturelite, die sich im Strudel von Erstem Weltkrieg, Antidemokraten und Nazibarbarei entscheiden musste, wo sie stehen will. Sie erzählt vom Aufstieg der braunen Machthaber, vom Vorspiel zur Emigration, vom Exodus des deutschen Geistes und von dessen Verführbarkeit im Angesicht Hitlers.

ISBN 978-3-8012-0539-3     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Richtige Literatur im Falschen? Schriftsteller – Kapitalismus – Kritik. Hrsg. Ingar Solty und Enno Stahl

Lässt sich die politische Problemlage unserer Zeit literarisch erfassen? Was ist die Rolle von Literatur im globalen Kapitalismus? Lässt sich ein dauerhafter Arbeitszusammenhang von Autorinnen und Autoren organisieren? Diesen Fragen widmete sich im April 2015 eine Schriftstellertagung unter dem Titel "Richtige Literatur im Falschen?", die im Literaturforum im Brecht-Haus stattfand. In Zentrum stand die Frage nach dem Verhältnis zwischen Literatur, Engagement und kapitalistischer Gesellschaft.

ISBN 978-3-95732-163-3     21,00 €  Portofrei     Bestellen

Der junge Hacks. 5. Band: Briefe und Lebensdokumente. Von Peter Hacks

Band 5 der Frühwerk-Edition von Peter Hacks ergänzt das poetische Werk um die aufschlussreiche private und berufliche Korrespondenz: mit dem Berliner Ensemble, dem Philosophen Ernst Bloch, dem Kinderbuchautor James Krüss, Damenbekanntschaften, Rundfunk- und Feuilletonredaktionen uvm. Eindrucksvoll zeigen sie den Kampf eines jungen Dichters um Anerkennung in der Kulturszene. Zeugnisse, Ausweise und andere persönliche Dokumente runden das Bild ab. Zudem gewährt die Edition einen erhellenden und amüsanten Einblick in das muntere Treiben der Schwabinger Bohème.

ISBN 978-3-359-02361-6     29,95 €  Portofrei     Bestellen

Der junge Hacks Band. 5 Bände. Von Peter Hacks

Als Peter Hacks 1955 im Alter von 27 Jahren in die DDR übersiedelte, hatte er bereits ein beeindruckend umfangreiches uvre vorzuweisen. Von Dachau aus arbeitete er vor allem für den Hörfunk und Feuilletons, 1954 avancierte er durch die Auszeichnung mit dem Dramatikerpreis der Stadt München zum Hoffnungsträger der deutschen Bühnen. Die kommentierte Edition enthält das gesamte, bisher kaum zugängliche Frühwerk des Dichters Peter Hacks, soweit es nicht in die Werkausgabe Eingang fand: Weit über 400 Gedichte und mehr als 60 Bühnen- und Funkstücke für Erwachsene und Kinder stehen neben verstreut publizierten oder unveröffentlichten Feuilletons.

ISBN 978-3-359-02376-0     149,75 €  Portofrei     Bestellen

Werke. Berner Ausgabe Briefe 1-3. Von Robert Walser

Robert Walser ist als Briefschreiber noch zu entdecken. Seine Briefe sind nicht bloß die private Rückseite des Werks, sondern dessen integraler Teil. Deshalb wird die Berner Ausgabe der Werke Walsers mit einer neuen, umfassenden Briefedition eröffnet. Sie gibt Einblick in die Existenzbedingungen von Walsers "Poetenleben" zwischen Zürich, Berlin, Biel, Bern und Herisau. In den Briefen lernen wir Walser in seinem weit verzweigten Netzwerk kennen, das von den nächsten Geschwistern bis zu Hesse und Hofmannsthal reicht. Wir werden Zeugen, wie raffiniert und hartnäckig er gegenüber Verlegern und Redakteuren sein literarisches Überleben behauptet. Im Kampf um Zeilenhonorare und im kritischen Kommentar zur Gegenwart wird der hellwache, weltzugewandte Walser hörbar. Dagegen spricht in der Privatkorrespondenz ein verspielter und witziger Walser. Insbesondere die Briefe an seine langjährige Freundin Frieda Mermet dokumentieren eine Fernliebe delikatester Art.

ISBN 978-3-518-42845-0     68,00 €  Portofrei     Bestellen

Wir Negativen. Kurt Tucholsky und die Weimarer Republik- Von Günther Rüther

Von der ersten Stunde an zählte der Berliner Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky zu den schärfsten Kritikern der Weimarer Republik. Doch im Gegensatz zu vielen anderen wollte er sie nicht zerstören, sondern ihr auf die Sprünge helfen, den Geist der Freiheit entfachen und sie vom Stahlkorsett des wilhelminischen Obrigkeitsstaates befreien. Ist er dabei mit seinen idealistischen Vorstellungen selbst zum Untergangspropheten geworden?

ISBN 978-3-7374-1101-1     26,00 €  Portofrei     Bestellen

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