Arbeiterklasse

Shuggie Bain. Von Douglas Stuart

Shuggie ist anders, zart, fantasievoll und feminin, und das ausgerechnet in der Tristesse und Armut einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre, mit einem Vater, der virile Potenz über alles stellt. Shuggies Herz gehört der Mutter, Agnes, die ihn versteht und der grauen Welt energisch ihre Schönheit entgegensetzt, Haltung mit makellosem Make-up, strahlend weißen Kunstzähnen und glamouröser Kleidung zeigt - und doch Trost immer mehr im Alkohol sucht. Sie zu retten ist Shuggies Mission, eine Aufgabe, die er mit absoluter Hingabe und unerschütterlicher Liebe Jahr um Jahr erfüllt, bis er schließlich daran scheitern muss. Ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe, tieftraurig und zugleich von ergreifender Zärtlichkeit.

ISBN 978-3-446-27108-1     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Leib der Mutter. Von Else Feldmann

Erstmals 1924 als Fortsetzungsroman in der Arbeiter Zeitung in Wien, 1931 dann in Buchform - erschienen. Einer trüben Zeit verhaftet, im Ton des Erzählens am Leben de "kleinen Leute" orientiert, schildert die Autorin, wie sie sich durchfristen, wie sie scheitern an der Bitterkeit dieser Jahre, die ahnen lassen, daß es noch schlimmer kommen wird. In einer Zeit, in der soziale Not und Rassismus wieder ungeahnte Formen annehmen, kann der Roman von Else Feldmann als sensible Zeit- und Milieustudie, die auch heute - wieder - Gültigkeit hat, gelesen werden.

ISBN 978-3-900399-75-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Germinal. Von Emile Zola

"Germinal ist Teil von Zolas epochalem und zwanzig Jahre währenden Unterfangen, ein umfassendes Bild seiner wahnwitzigen Zeit zu entwerfen - dem französischen Kaiserreich unter Napoleon III. mit all seinen Irrungen und Wirrungen und dem Ausbrechen des Proletariats." Redaktion Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)

ISBN 978-3-96637-238-1     24,90 €  Portofrei     Bestellen

Fabriktagebuch. Von Simone Weil

In den Jahren 1934 und 1935 hat Simone Weil ihre Erfahrungen in einer Fabrik in einem Tagebuch festgehalten, das heute mit Recht zu den wichtigsten politischen Dokumenten jener Epoche zählt. Es gibt kein in seiner Bedeutung vergleichbares Stück politischer Literatur aus der Arbeitswelt jener Zeit.

ISBN 978-3-518-46991-0     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Klassentheorie. Vom Making und Remaking. Hrsg. Mario Candeias

Jahrelang kaum beachtet, sind "Klassen" und "Klassenpolitik" als Begriffe mit Wucht in den öffentlichen Diskurs zurückgekehrt. Doch für die Entwicklung einer neuen, verbindenden Klassenpolitik bedarf es der Kenntnis der fortgeschrittensten marxistischen, marxistisch-feministischen und praxeologischen Klassentheorien. Hier werden sie vorgestellt.

ISBN 978-3-86754-517-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? Regie: Dudow, Slatan

[Erstaufführung: 30. Mai 1932]

Berlin 1931. Vater Bönike und sein Sohn sind arbeitslos, wie Millionen andere. Tochter Anni hat zwar eine schlecht bezahlte Anstellung in einer Fabrik, aber als ihr Bruder sich verzweifelt das Leben nimmt, muss die Familie ihre Wohnung räumen. Ihre Zuflucht ist die Gartenkolonie Kuhle Wampe vor den Toren Berlins. Als Anni zu allem Unglück von ihrem Freund Fritz schwanger wird, drängen ihre Eltern sie, sich zu verloben. Doch Fritz weigert sich und Anni muss ihre Familie verlassen. Bei einer Freundin findet sie zunächst Unterschlupf - aber was soll jetzt aus ihr und dem Kind werden?

EAN 4042564209501     27,95 €  Portofrei     Bestellen

Uns haben sie vergessen. Die werktätige Klasse, die Pflege und die Krise, die kommt. Von Peter Mertens

Mertens Darstellung unterscheidet sich von den meisten Publikationen zu diesem Thema: Er jongliert nicht mit Zahlen und medizinischen Befunden, er verzichtet auf pseudowissenschaftliche Erklärungen. Er nimmt die Pandemie als gesellschaftspolitischen Vorgang. »Uns haben sie vergessen« zeigt Europas Menschenlandschaft mit Krise und Habgier in Corona-Zeiten, mit Krankenschwestern und »systemrelevanten« Werktätigen als »Helden«. Ein Bericht über eine alte Welt, die abstirbt, und eine neue, die noch geboren werden muss. Denn Corona ist zwar eine Krankheit des Körpers, aber sie offenbart, dass es dringlich ist, den Zeitgeist zu verändern und die gesellschaftlichen Umstände menschlicher zu gestalten.

ISBN 978-3-947094-77-6     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Streulicht. Von Deniz Ohde

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis der Hausrat aus allen Schränken quoll. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

ISBN 978-3-518-42963-1     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Elenden. Von Anna Mayr

Anna Mayr war noch ein Kind und schon arbeitslos. Sie ließ die Armut hinter sich, doch den meisten gelingt das nicht - und das ist so gewollt. Dieses Buch zeigt, warum.

Faul. Ungebildet. Desinteressiert. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind - was sie nicht davor schützte, dass ein Leben auf Hartz IV ein Leben mit Geldsorgen ist und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Früher schämte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten.

ISBN 978-3-446-26840-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Von bell hooks

Die afro-amerikanische Feministin bell hooks verknüpft in diesem Buch einen sehr persönlichen und autobiografischen Zugang mit einer grundlegenden Gesellschaftsanalyse und Kulturkritik. hooks denkt Klasse stark vom Alltag und von sozialen Bewegungen her, die sie im Hinblick auf ihre Klassenpolitiken kritisiert und auf ihre Potenziale hin befragt. Dabei liefert sie differenzierte und empirisch fundierte Analysen zu den Verknüpfungen von Rassismus, Sexismus und Kapitalismus/Klassismus. Ausgangspunkt sind häufig ihre persönlichen Erfahrungen: als Schwarze Frau aus der Arbeiter innenklasse ("working class") der Südstaaten der USA und als "Klassenwechslerin", die sich in einem weißen akademischen Mittelklasse-Umfeld bewegt - und ihren Wurzeln treu bleiben will.

ISBN 978-3-89771-274-4     14,00 €  Portofrei     Bestellen

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