Westfälisches Dampfboot

Klassen im Postfordismus. Hrsg. Hans-Günter Thien

Im Gegensatz zur deutschsprachigen Soziologie existiert auf internationaler Ebene, v.a. im englischsprachigen Raum, seit einiger Zeit eine elaborierte Diskussion über Klassenverhältnisse. Seit der jüngsten "Finanzmarktkrise" werden diese Ansätze auch hierzulande breiter reflektiert. Dabei geht es um die durch diese Krise angezeigten Veränderungen kapitalistischer Gesellschaften und ihre Auswirkungen auf die Sozialstruktur und die mit ihr verbundenen Personengruppen.

ISBN 978-3-89691-781-2     35,00 €  Portofrei     Bestellen

Freud, Trotzki und der Horkheimer-Kreis. Von Helmut Dahmer

In diesem Nachfolgeband zu den 2009 erschienenen Divergenzen geht es zum einen um die Fortführung der von Horkheimer, Adorno und Marcuse vorgetragenen Kritik des (inzwischen zum psychoanalytischen Mainstream gewordenen) "neofreudianischen Revisionismus", zum andern um das eigentümliche Verhältnis der Begründer der "Frankfurter Schule" zu den marxistisch-antistalinistischen Autoren und Gruppierungen ihrer Zeit, vor allem zu ihrem Emigrations- und Soziologen-Kollegen Trotzki, dessen Schriften sie kannten, vorsichtshalber aber nie erwähnten.

ISBN 978-3-89691-271-8     45,00 €  Portofrei     Bestellen

VORSCHAU: Die Finanzialisierung der deutschen Ökonomie am Beispiel des Wohnungsmarktes. Von Philipp Metzger

Philipp P. Metzger analysiert mit marxistischen und postkeynesianischen Ansätzen sowie der materialistischen Staatstheorie die Entwicklung des deutschen Wohnimmobilienmarktes der letzten Jahrzehnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland eine spezifisch fordistische Wohnpolitik, die auf zwei Werkzeuge setzte: Mietrecht und sozialer Wohnungsbau. Politisches Ziel war, qualitativ hochwertige Mietwohnungen zu günstigen Preisen für alle zu schaffen.

ISBN 978-3-89691-262-6     30,00 €  Portofrei     Bestellen

Jenseits des Arbeitszwangs. Thesen zu einer anderen Gesellschaft. Von Christian Oswald

Angesichts der ungeheuren Selbstzerstörungskräfte, die die kapitalistische Produktionsweise freisetzt, wächst auch in den westlichen Industrienationen die Überzeugung, dass man nicht länger pragmatisch weiterwursteln kann. Vielleicht so dringlich wie nie sehen sich die Menschen vor die Frage gestellt, wie wirklicher sozialer Fortschritt aussehen könnte. Genau hier knüpft der Autor des kleinen Bandes an. Er stellt darin einige Thesen zur Diskussion, in denen er die aktuelle, konkrete Möglichkeit einer grundlegenden Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse untersucht.

ISBN 978-3-89691-268-8     25,00 €  Portofrei     Bestellen

"Komm ins Offene, Freund." Von Willi Hoss

Es ist selten in Deutschland, dass das Leben eines Linken eine Erfolgsgeschichte wird. Willi Hoss (1929-2003), Gewerkschafter-Urgestein, ließ sich nicht auf Karrieren festlegen, auch wenn er sein ganzes Leben immer ein Arbeiter war. Seine Autobiographie, entstanden in Gesprächen mit Peter Kammerer, bricht mit dem klassischen Schema einer Arbeiterbiographie.

ISBN 978-3-89691-562-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Schuldenkrise und Landraub in Griechenland. Von Costis Hadjimichalis

Die aktuelle Kreditkrise in Griechenland fällt mit einer weltweiten Phase der Finanzialisierung und einem Trend zu Investitionen in Vermögenswerte zusammen. Verschiedene Arten von Rente versprechen höhere Profite als die Warenproduktion. Investoren sind überall auf der Suche nach Land, das profitabel genutzt werden kann. In Griechenland richtet sich das Interesse seit 2010 v.a. auf Land in öffentlichem Eigentum, das durch Privatisierungen in großem Maßstab für Extraktivismus und für Großprojekte in den Bereichen Energiegewinnung, Immobilienentwicklung und Tourismus erschlossen wird. Hierfür wurde mit der TAIPED nach dem Vorbild der deutschen Treuhand eine spezielle Behörde eingerichtet, in die alle öffentlichen Vermögenswerte eingingen, die zum Zweck der Schuldentilgung veräußert werden sollen.Aus historischen Gründen sind die wichtigsten Landeigentümer Griechenlands der Staat, Kirchen und Klöster sowie Banken, die zur ersten Zielscheibe von Landraub wurden.

ISBN 978-3-89691-855-0     19,90 €  Portofrei     Bestellen

Entgrenzte Arbeit, (un-)begrenzte Solidarität? Hrsg. Carmen Ludwig, Hendrik Simon und Alexander Wagner

Arbeit im Gegenwartskapitalismus ist zu weiten Teilen entgrenzte Arbeit. Sie soll zeitlich, räumlich sowie normativ möglichst unbeschränkt, d.h. flexibel sein. Bewährte soziale Strukturen und rechtliche Referenzrahmen verlieren demgegenüber an Bedeutung. Damit gehen vielfach soziale Desintegration, (betriebliche) Fragmentierung sowie prekäre Beschäftigungs- und Lebensverhältnisse einher. Ausgehend von dieser Problemlage diskutieren die Beiträge des Bandes entgrenzte Arbeit als Herausforderung gewerkschaftlicher Solidarisierung im nationalen und internationalen Kontext.

ISBN 978-3-89691-275-6     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Rosa Luxemburg, Paul Levi und die USPD. Von Hartfrid Krause

In den wenigen gemeinsamen Jahren (1913-1919) arbeiteten Luxemburg und Levi im Kampf gegen die Mehrheitssozialdemokratie ab August 1914 gemeinsam in der Spartakusgruppe. Trotz Einberufung zum Militär (Levi) sowie Schutzhaft und Gefängnis (Luxemburg) kämpften sie intensiv gegen die Sozialdemokratie, die den Kriegskrediten zugestimmt hatte. In der Novemberrevolution arbeiteten beide als Redakteure von "Die Rote Fahne" bis zur brutalen Ermordung von Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919.

ISBN 978-3-89691-274-9     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Emanzipation. Zur Geschichte und Aktualität eines politischen Begriffs. Hrsg. Alex Demirovic, Susanne Lettow und Andrea Maihofer

Der Begriff der Emanzipation spielte in der Geschichte vieler sozialer Bewegungen seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Insbesondere in der kritischen Theorie von Marx bis Marcuse hatte der Begriff eine zentrale Bedeutung. Die neue Linke der 1960er und 1970er Jahre berief sich emphatisch auf ihn, während die feministischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts den Begriff der Emanzipation vielfach durch den der Befreiung ersetzten. Anders als Gleichheit oder Freiheit, auf die verbreitet Bezug genommen wird, ist der Begriff der Emanzipation allerdings kaum Gegenstand grundsätzlicher Reflexion geworden. Beklagt wurde schon in den 1970er Jahren seine Vieldeutigkeit.

ISBN 978-3-89691-282-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Indien heute. Die Armut bleibt unbesiegt. Von Hanns Wienold

Indien heute gibt Einblicke in Lebenssituationen der großen Mehrheit von Inderinnen und Indern auf dem Land und in den Städten, die trotz hohen Wirtschaftswachstums und hochfliegender Regierungspläne nach wie vor unter bitterer Armut, täglicher Unsicherheit, Hunger und Unterernährung leiden. Gut 90 Prozent derjenigen, die einem Erwerb nachgehen, besitzen keinen Arbeitsvertrag, arbeiten ohne soziale Sicherung und Interessenvertretung, als sog. KontraktarbeiterInnen, als TagelöhnerInnen oder als "Selbständige", etwa im Straßenhandel. Viele Millionen ziehen unstet auf der Suche nach Arbeit zwischen den Städten und ihren ländlichen Herkunftsregionen hin und her. Agrarland schwindet, Farmbetriebe werden fragmentiert. Die kleinbäuerlichen Wirtschaften können die ProduzentInnen nicht mehr ernähren.

ISBN 978-3-89691-279-4     29,00 €  Portofrei     Bestellen

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