Judenverfolgung

Protest und Menschlichkeit. Die Widerstandsgruppe »Onkel Emil« im Nationalsozialismus. Von Wolfgang Benz

1938 beschlossen die Journalistin Ruth Andreas-Friedrich und der Dirigent Leo Borchard, gemeinsam mit Gleichgesinnten Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten. Ihre geheime "Clique" existierte in Berlin bis zu Borchards Tod 1945 und wurde später unter dem Namen "Onkel Emil" bekannt. Die Gruppe versorgte politisch Verfolgte und insbesondere untergetauchte Juden mit Lebensmitteln, Quartier und Papieren.

ISBN 978-3-15-011258-8     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Die verdammte Generation. Gespräche mit den letzten Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Von Christian Hardinghaus

Während Holocaust und Judenverfolgung seit Jahrzehnten ihren berechtigten Platz besetzen, haben wir vergessen, die Soldaten, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, zu fragen, wie das alles wirklich war im Krieg. Ein Versäumnis, das Ende der 1960er-Jahre seinen Anfang nahm, als rebellische Studenten damit begannen, ihre Elterngeneration pauschal als Nazis zu verdammen.

Alle bisherigen Versuche einer differenzierten Betrachtung unserer dunkelsten Geschichte scheiterten. Die Legende einer sauberen Wehrmacht ist zur Legende einer verbrecherischen Wehrmacht verkommen. Dabei haben historische Erkenntnisse nie bezweifelt, dass nur ein geringer Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt war. Wenn es gelingt, dies anzuerkennen, können wir den Blick auf unsere Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen lernen.

ISBN 978-3-95890-297-8     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Das Auswärtige Amt und seine umstrittene Vergangenheit. Eine deutsche Debatte. Hrsg. Martin Sabrow, Christian Mentel

Vom Auftrag der Historiker - was bleibt von der Debatte um das Auswärtige Amt im Nationalsozialismus?Die vom Auswärtigen Amt beauftragte und von einer Unabhängigen Historikerkommission verantwortete Studie "Das Amt und die Vergangenheit" (erschienen 2010) rief sowohl große Anerkennung als auch scharfe Kritik hervor: Gestritten wurde in großer Intensität über die historiographische Anlage, über methodische Fragen, aber auch über grundsätzliche Interpretationsfragen.Martin Sabrow und Christian Mentel dokumentieren die wichtigsten Beiträge dieser umfangreichen und vielschichtigen Selbstverständigungsdebatte. Darüber hinaus fassen sie in einer ausführlichen Einleitung Hintergründe und Verlauf zusammen und ziehen Bilanz: Markiert die Debatte um das »Amt« eine Wende in der deutschen Geschichtskultur?

ISBN 978-3-596-19602-9     12,99 €  Portofrei     Bestellen

Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse von Überlebenden. Hrsg. Boris Zabarko, Margret Müller und Werner Müller

Der Band unternimmt den Versuch, eine "Geografie des Holocaust in der Ukraine" vorzulegen. Das Buch gliedert sich geografisch nach Gebieten (Oblast), Bezirken und darin wiederum Städten, die jeweils in kurzen Überblicksdarstellungen vorgestellt werden. Dafür wurden über die in den Berichten genannten Ghettos und Vernichtungsorte Informationen aus der Sekundärliteratur und Quellenpublikationen herangezogen. Nach Möglichkeit sind bei den einzelnen Orten aufgeführt: die Zahl der Ghettobewohner, von wann bis wann das Ghetto existierte und wie viele Menschen wann, durch wen, wo und wie ermordet wurden. Jedem Ort sind sodann Zeitzeugenberichte zugeordnet.

ISBN 978-3-86331-475-0     49,00 €  Portofrei     Bestellen

Das eigene Schicksal selbst bestimmen. Fluchten von Juden aus den Deportationszügen in die Vernichtungslager der »Aktion Reinhardt« in Polen. Von Franziska Bruder

Von März 1942 bis Herbst 1943 wurden 1,5 Millionen Juden und Jüdinnen, die meisten davon ehemalige polnische Staatsangehörige, zumeist per Zug in die NS-Vernichtungslager Treblinka, Belzec und Sobibor deportiert und dort ermordet. Entgegen dem Stereotyp gingen sie nicht wie "Schafe zur Schlachtbank", sondern leisteten vielfältigen Widerstand. Nachdem die Funktion der Lager bekannt geworden war, bereiteten sich viele Juden auf die Flucht vor und sprangen unter Lebensgefahr aus den schnell fahrenden und schwer bewachten Todeszügen.

ISBN 978-3-89771-826-5     29,80 €  Portofrei     Bestellen

Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit. Von Zvi Cohen

Etwa 1200 Juden werden Anfang 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt in die Schweiz gebracht. Der "Zug in die Freiheit" bleibt der einzige Rettungszug aus dem Ghetto und beschreibt ein Kapitel in der deutsch-schweizerischen NS-Geschichte, das kaum bekannt ist. Nur noch wenige Überlebende können darüber berichten - Zvi Cohen ist einer von ihnen.

ISBN 978-3-86331-485-9     16,00 €  Portofrei     Bestellen

St. Petersburg - Berlin - Paris Memoiren eines Davongekommenen. Von Léon Poliakov

Poliakov musste als Kind mit seinen Eltern vor der Oktoberevolution fliehen und gelangte über Berlin nach Paris, wo sein Vater das Pariser Tagblatt ins Leben rief und zum populären Sprachrohr von Schriftstellern wie Heinrich Mann und Oskar Maria Graf machte. 1940 geriet Léon Poliakov in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Flucht schloss er sich der Résistance an und beteiligte sich an der Rettung von Juden. Noch während der Befreiung Frankreichs begann Poliakov mit der Sammlung von Täterdokumenten und war Mitglied der französischen Delegation bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen.

ISBN 978-3-89320-243-0     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Wann wird diese Hölle enden? Das Mädchen, das das Warschauer Ghetto überlebte. Von Mary Berg

Das Tagebuch von Mary Berg wurde in Amerika vor Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht und war der erste Augenzeugenbericht über das Leben im Warschauer Ghetto. Es beschreibt eindringlich den vergeblichen Versuch, sich möglichst lange einen normalen Alltag aufrechtzuerhalten, in den aber nach und nach Hunger, Krankheit und Tod Einzug hielten. Es dokumentiert, wie die Nazis 1942 die "Große Aktion" starteten, die zur schrittweisen Auflösung des Ghettos führte, und wie die ersten Berichte über Deportationen ins Vernichtungslager Treblinka die zurückgebliebenen Bewohner erschütterten. Es schildert die Gewissenbisse von Mary Berg, die 1943, kurz vor dem blutigen Aufstand im Warschauer Ghetto, mit ihren Eltern und der jüngeren Schwester fliehen kann, aber Freunde und Familienangehörige zurücklassen muss.

ISBN 978-3-280-05713-1     23,00 €  Portofrei     Bestellen

"Endlösung". Das Schicksal der Juden 1933 bis 1948. Von David Cesarani

Noch ein Buch zum Holocaust? Ja, unbedingt. Es hat in den vergangenen Jahren eine Fülle neuer Forschungen, Spezialstudien und Zeitzeugnisse gegeben, die kaum mehr zu überblicken sind und einer fachkundigen Zusammenführung und qualifizierten Gesamtdarstellung bedürfen. Diese legt der britische Historiker und weltweit renommierte Holocaust-Experte David Cesarani nun vor. Sie wird für viele Jahre das maßgebliche Standardwerk zum Thema sein.

ISBN 978-3-549-07417-6     42,00 €  Portofrei    vergriffen 
E-Book 978-3-8437-0700-8    38,99 €  Portofrei     E-Book bestellen

Max Mohr (1891-1937) Korrespondenzen. Hrsg. Florian Steger

Max Mohr (1891-1937) ist heute vergessen. Er war Arzt und einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Weimarer Republik. Sogar im englischsprachigen Raum wurden einige seiner Dramen gespielt und gefeiert. Als Jude musste er 1934 nach Shanghai fliehen. Er versuchte zwar, von Shanghai aus Verbindungen zu Intellektuellen und Künstlern, so auch zu Thomas Mann (1875 1955), zu halten, es gelang ihm aber nur schwerlich.

ISBN 978-3-8253-6140-2     59,00 €  Portofrei     Bestellen

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