Gerichtsprozess

Urteil: ungerecht. Ein Richter deckt auf, warum unsere Justiz versagt. Von Thorsten Schleif

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass deutsche Gerichte skandalös anmutende Urteile fällen: Brutale Gewalttäter erhalten lächerlich milde Strafen, Wiederholungstäter entgehen längst fälligen Haftbefehlen, weil die Verfahren viel zu lange dauern, Freiheitsstrafen werden wieder und wieder zur Bewährung ausgesetzt. Das Vertrauen in unsere Justiz schwindet.

Skandal- und Fehlurteile sind kein Zufall, sondern systembedingt, sagt Richter Thorsten Schleif. Unser Justizsystem versagt bereits lange vor den eigentlichen Verfahren, bei der Ausbildung und Auswahl seiner Richter. Unser Gerichtswesen befindet sich in einem katastrophalen Zustand

ISBN 978-3-7423-1150-4     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Der Vorleser. Von Bernhard Schlink

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

ISBN 978-3-257-26134-9     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Corpus Delicti. Ein Prozess. Von Juli Zeh

Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht dies aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden.

ISBN 978-3-442-74066-6     11,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Auschwitz-Prozess auf Tonband. Hrsg. Sybille Steinbacher, Katharina Rauschenberger

Der Auschwitz-Prozess im Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Im Herbst 2017 wurden die Unterlagen des Auschwitz-Prozesses in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen, darunter auch Tonbandaufnahmen. Sie ermöglichen außergewöhnliche Einblicke in das Prozessgeschehen und lenken die Aufmerksamkeit auf die Verfolgten, die als Zeugen vor Gericht aussagten. Wie haben sie das Erlebte in den Prozess eingebracht? Wie wurden ihre Aussagen durch die Übersetzer und das Gericht interpretiert? Welche Rolle spielten die Verteidiger? Wie kam es überhaupt zur Aufzeichnung im Gerichtssaal und welche Umstände führten zur Archivierung der Bänder?

ISBN 978-3-8353-3679-7     14,90 €  Portofrei     Bestellen

Strafprozessordnung. Gerichtsverfassungsgesetz, Nebengesetze und ergänzende Bestimmungen. Von Bertram Schmitt

Dieser Standardkommentar bietet handlich und komprimiert:
- größtmögliche Zuverlässigkeit in allen Fragen des Strafprozessrechts
- die vollständige Erfassung aller einschlägigen veröffentlichten Entscheidungen und der nichtveröffentlichten BGH-Entscheidungen sowie der hierzu bedeutsamen Literatur
- einen umfassenden Überblick über alle wesentlichen und praxisrelevanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen

ISBN 978-3-406-74541-6     95,00 €  Portofrei     Bestellen

"Der General muss weg!" Siegfried Buback, die RAF und der Staat von Michael Buback, Elisabeth Buback

Am Gründonnerstag 1977 wird Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe ermordet, mit ihm sein Fahrer Wolfgang Göbel und der Justizbeamte Georg Wurster. 2007 wird seinem Sohn Michael Buback zugetragen, dass für das Attentat die Falschen verurteilt wurden. 2008 fasst Michael Buback seine damaligen Rechercheergebnisse in dem Buch "Der zweite Tod meines Vaters" zusammen. Diese führen 2010 zum Prozess vor dem Oberlandesgericht Stuttgart, in dem das frühere RAF-Mitglied Verena Becker wegen dreifachen Mordes angeklagt wird.

ISBN 978-3-95510-211-1     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Tablas von Daimiel. Von Peter Handke

Seine Beziehung zu Serbien und Slobodan Milosevic brachte Peter Handke nicht nur viel Kritik, sondern oft auch undifferenzierte Diffamierungen ein. In Paris wurde eines seiner Theaterstücke vom Spielplan genommen, die Stadt Düsseldorf verweigerte ihm den zuerkannten Heinrich Heine-Preis 2006 - höchste Zeit nun, seine Sichtweise kennenzulernen. In "Die Tablas von Daimiel" erzählt Peter Handke, warum und in welcher Form er zum Zeugen der Kriege auf dem Balkan wurde. Hier macht er seine Einstellung zu den mörderischen Auseinandersetzungen, ihren Voraussetzungen und Konsequenzen, unmißverständlich - für jeden, der lesen will - deutlich.

ISBN 978-3-518-06877-9     10,00 €  Portofrei     Bestellen

Rund um das Große Tribunal. Von Peter Handke

In diesem Band setzt sich Peter Handke mit den Prozessen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag auseinander. Er tut dies nicht in der Rolle eines "Prozeßberichtserstatters", sondern er sucht die Wirklichkeiten und Schicksale hinter den Bildern.
Das erste Mal war Peter Handke im März 1998 für einige Tage als Besucher des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, und vier Jahre später reiste er zum Prozess gegen Slobodan Milosevic erneut dorthin, gleich in den ersten Tagen nach der Eröffnung und fast ein halbes Jahr danach, als die Zahl der anwesenden Journalisten und Kamerateams deutlich geschrumpft war.

ISBN 978-3-518-06703-1     10,00 €  Portofrei     Bestellen

Richter zwischen den Fronten. Die Urteile des Berner Prozesses um die "Protokolle der Weisen von Zion" 1933-1937. Von Sibylle Hofer

Zwischen 1933 und 1937 fand in Bern ein spektakulärer Prozess statt. Dieser erregte weltweit Aufmerksamkeit, weil dabei Schweizer Richter über nichts weniger als den nationalsozialistischen Antisemitismus zu urteilen hatten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Schrift «Die Protokolle der Weisen von Zion». Mit Auszügen aus dieser Schrift hatten die deutschen Nationalsozialisten unter anderem den Boykott jüdischer Geschäfte vom 1. April 1933 begründet. Zwei Monate später erstatteten die Kultusgemeinde sowie der Schweizerische Israelitische Gemeindebund Strafanzeige wegen des Verkaufs der «Protokolle» in Bern. Daraufhin wurde gegen Mitglieder verschiedener Schweizer Fronten Anklage erhoben. In Zeiten großer politischer Spannungen zwischen Deutschland und der Schweiz sprach das Berner Obergericht im Jahr 1937 in zweiter Instanz die Angeklagten schließlich frei.

ISBN 978-3-7190-3144-2     53,00 €  Portofrei     Bestellen

Die «Protokolle der Weisen von Zion» vor Gericht. Der Berner Prozess 1933–1937 und die «antisemitische Internationale» von Michael Hagemeister

1933 erhoben der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Israelitische Kultusgemeinde Bern vor dem Berner Amtsgericht Klage gegen die Verbreiter der "Protokolle der Weisen von Zion". In dem weltweit beachteten Verfahren suchten die Kläger die Entstehung des Textes lückenlos zu rekonstruieren und damit das einflussreichste Dokument des modernen Antisemitismus als Fälschung zu entlarven. Die antisemitischen Beklagten wollten hingegen die "Echtheit" der "Protokolle" nachweisen. Dabei konnten sie auf ein weit verzweigtes Netzwerk zurückgreifen, dessen Verbindungen von Berlin, Paris und Wien bis nach Los Angeles und ins mandschurische Harbin reichten.

ISBN 978-3-0340-1385-7     54,00 €  Portofrei     Bestellen