Judenverfolgung

"Die Firma ist entjudet." Von Waltraud Bierwirth

Sie liebten Regensburg und waren seit Generationen hier ansässig. Sie waren in der Stadt gesellschaftlich verankert und geschätzt; ihre Geschäfte und deren Angebote waren "erste Wahl". Was der NS-Staat ihnen antat, war menschenverachtend, motiviert durch seine Gier nach jüdischem Besitz.
Den Leidensweg der Regensburger Juden hin zum der Deportation vorausgehenden "Finanztod" beschreibt die Autorin. Ihre Ausführungen gründen auf intensiven Quellenstudien: Steuer- und Arisierungsakten, Briefverkehr, Augenzeugenberichte.

ISBN 978-3-7917-2862-9     19,95 €  Portofrei     Bestellen

Der entsiedelte Jude. Von Susanne Willems

Die Nazis brauchten Wohnungen in Berlin. Für ihre Bonzen undfür die Propaganda. Also sorgte Hitlers Günstling, der Generalbauinspektor der Reichshauptstadt Albert Speer, seit1937 für die systematische Deportation von Juden, um an deren Wohnungen, Häuser und Grundstücke zu gelangen. Allerdings sollten die Arbeitsfähigen als Sklaven der Rüstungsproduktionerhalten bleiben. Deshalb veranlasste Speer als Reichsminister für Bewaffnung und Munition den Ausbau des Lagers in Auschwitz-Birkenau. Hätten dies die Richter beim Kriegesverbrecherprozess in Nürnberg gewusst, wäre Speer nicht mit einer Haftstrafe davongekommen. Das Wissen um diese Zusammenhänge von Wohnungspolitik, Massendeportation und Vernichtung durch Arbeit verdanken wir der Historikerin Susanne Willems.

ISBN 978-3-360-01332-3     29,99 €  Portofrei     Bestellen

Rettung kennt keine Konventionen. Von Katrin Reichelt

Am Morgen des 30. November 1941 sah der lettische Hafenarbeiter Janis Lipke, wie tausende Rigaer Juden in langen Kolonnen zu ihrer Ermordung getrieben wurden. In Janis' Entsetzen mischte sich Wut über die rohe und willkürliche Gewalt. Sie mündete in dem Entschluss, etwas gegen diese Grausamkeiten zu tun und er beschloss, zu handeln. Bis zum Ende der deutschen Besatzung in Lettland 1945 rettete er insgesamt 54 Menschen vor der Erschießung. Er war nicht der Einzige, der sich und seine Familie der drohendenTodesstrafe für die Hilfeleistung gegenüber Verfolgten aussetzte.

ISBN 978-3-86732-255-3     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Sie wollten mich umbringen, dazu mussten sie mich erst haben. Von Tanja von Fransecky

Ein Mann reißt Corrie ten Boom nachts aus dem Schlaf und brüllt sie an: "Wie viele Juden sind hier versteckt?" Sie leugnet geistes gegenwärtig, dass ihr Haus in Haarlem Untergetauchten als Zuflucht dient. Jedoch: Der vermeintliche Gestapo-Mann ist einer, den sie versteckt hält. Corrie ten Boom hat diese Notfallübung bestanden. Die Jüdin Sieny Kattenburg fährt im Herbst 1943 mit dem Bus nach Nieuw Vennep, um dort bei der Bauernfamilie Boogaard unterzutauchen. Deren Hilfsbereitschaft ist derart bekannt, dass der Bus fahrer - in Nieuw Vennep angekommen - ansagt: "Juden für Boogaard hier aussteigen."

ISBN 978-3-86732-256-0     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Kann ein Mensch dabei untätig bleiben? Von Iva Arakchiyska

Während er deutsche Offiziere im Militärkrankenhaus behandelte, erfuhr der bulgarische Arzt Dr. Pavel Gerdjikov von den Deportationsplänen der bulgarischen Regierung. Zwar nahm er die Rolle des vertrauenswürdigen Arztes mit exzellenten Deutschkenntnissen ein, doch er verachtete den Antisemitismus und die NS-Ideologie zutiefst. Acht Monate lang versteckte er eine befreundete jüdische Familie in seiner Wohnung, fälschte Personalausweise, stahl Formulare bei der Polizei und rettete jüdische Kinder aus Deportationszügen. Pavel Gerdjikov war einer von vielen mutigen Menschen, die Hilfe für verfolgte Juden in Bulgarien leisteten, jedoch wurden bisher nur wenige Fälle dokumentiert und veröffentlicht.

ISBN 978-3-86732-254-6     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Das war doch jenseits jeder menschlichen Vorstellungskraft. Von Claudia Schoppmann

Dass Edgar Brichta dem Schicksal seiner Familienangehörigen entging, hatte er nur seinen Eltern zu verdanken. In der Hoffnung, dass Norwegen neutral bleiben würde, schickten sie ihren Sohn im Oktober 1939 zu unbekannten Menschen in ein fremdes Land. Für den neunjährigen Edgar war die von der Nansenhilfe organisierte Reise aus Bratislava ins "Landder Wikinger" zunächst ein Abenteuer. Doch im April 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht Norwegen. Nur vereinzelt wurde öffentlich gegen die antijüdischen Maß nahmen der Marionettenregierung unter Vidkun Quisling protestiert.

Erstmals werden in diesem Buch sechs bewegende und in Deutschland nicht bekannte Geschichten aus Norwegen präsentiert. Sie erzählen von entschlossenem Handeln, Mitmenschlichkeit und dem Mut zum Überleben unter dramatischen Bedingungen.

ISBN 978-3-86732-257-7     25,00 €  Portofrei     Bestellen

»Schießen Sie mich nieder!« Hrsg. Christin Sandow

Im November 1941 wird die zwanzigjährige Jüdin Käte Frieß mit ihrem Mann Georg von Nürnberg nach Riga deportiert. Sie übersteht den Aufenthalt in verschiedenen Haftstätten in Lettland, bis man sie im Februar 1945 zurück nach Deutschland, nach Hamburg, "evakuiert". Aus dem dortigen Polizeigefängnis Fuhlsbüttel treibt die SS die Häftlinge auf einem Fußmarsch in das "Arbeitserziehungslager Nordmark" bei Kiel. Dort endlich wird Käte Frieß Anfang Mai 1945 von den "Weißen Bussen" des Dänischen Roten Kreuzes befreit und nach Schweden gebracht. Als sie im Sommer 1945 erfährt, dass ihr Mann in Bergen-Belsen umgekommen ist, fließen Trauer und Schmerz über diesen Verlust in ihren Erinnerungsbericht mit ein. Ihr überliefertes Zeugnis "Meinem Gori gewidmet" ist somit nicht allein eine Rekonstruktion der Lagererfahrungen, sondern auch und vor allem der Versuch, den gewaltsamen Tod eines geliebten Menschen zu bewältigen.

ISBN 978-3-86732-273-7     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Shoah (Studienausgabe, 4 DVDs). Regie von Claude Lanzmann

Claude Lanzmanns Jahrhundertwerk über die Vernichtung des europäischen Judentums erscheint jetzt ungekürzt auf vier DVD in einfacher Ausstattung zum Sonderpreis. Dieses epische Mammutprojekt verzichtet auf Musik, auch auf jegliche Form der Analyse und vor allem auf historisches Bildmaterial - auf die Aufnahmen von Massengräbern, Gaskammern, von ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern steht die Gegenwärtigkeit des Erinnerns.

ISBN 978-3-89848-985-0     24,90 €  Portofrei     Bestellen

Shoah. Von Claude Lanzmann

Shoah ist ein hebräisches Wort. Es bedeutet: großes Unheil, Katastrophe. Der Schriftsteller und Filmemacher Claude Lanzmann hat Zeugen der Shoah aufgespürt und ihnen Fragen gestellt. Er hat Opfer und Täter und Zuschauer gefragt, was sie erlebt, was sie gesehen und gehört haben. So entstand eines der bedeutendsten und eindrucksvollsten Werke über die Vernichtung der europäischen Juden, der Film "Shoah".

"Um zu erzählen, was sie gesehen und erlebt hatten, mussten die Leute den höchsten Preis bezahlen: revivre - nochmals erleben. Nochmals durchleben - und nicht erinnern. Dies ist der Preis der Wahrheit. Und diese Wahrheit wollte ich ergründen und weitergeben", sagt Claude Lanzmann.

ISBN 978-3-499-62777-4     9,99 €  Portofrei     Bestellen

Walther Rauff. Organisator der Gaswagenmorde. Von Heinz Schneppen

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

ISBN 978-3-86331-024-0     19,00 €  Portofrei     Bestellen

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