Literaturwissenschaft

Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft. Von Luc Boltanski

Was hat die Kriminalliteratur mit der Paranoia und den Sozialwissenschaften zu tun? Dieser Frage geht Luc Boltanski in seinem höchst originellen Buch nach. Seine Antwort: Wie die Sozialwissenschaften entsteht auch die Kriminalliteratur um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, und in diese Zeit fällt auch die Entdeckung der Paranoia in der Psychiatrie. Zusammen zeugen sie von einem sich zunehmend verbreitenden Zweifel an der "Realität der Realität", der als Symptom der Moderne gelten kann.

ISBN 978-3-518-29753-7     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Peter Handke, Jugoslawien und das Problem der strukturellen Gewalt. Von Anne Lindner

Anne Lindner nimmt die Debatte um den Autor Peter Handke während der Jugoslawien-Kriege zum Ausgangspunkt, über die literarische Artikulation den Typus der strukturellen Gewalt als Problem moderner Staatsgesellschaften zu untersuchen. Sie geht dabei auf zwei Ebenen vor: Zum einen werden die Texte Handkes auf die politischen Problemstellungen hin in ihrer politischen Äußerlichkeit gelesen; zum anderen wird mithilfe neuerer politischer Theorien ein begriffliches Instrumentarium politischer Analyse entwickelt. Wir sind nicht für die Opfer verantwortlich, vielmehr vor den Opfern. Gilles Deleuze/Félix Guattari

ISBN 978-3-8350-6094-4     54,99 €  Portofrei     Bestellen

Mit Dolchen sprechen. Von Karl Heinz Bohrer

Gerade in letzter Zeit hat der "Hass"-Begriff eine Karriere an öffentlicher Bedeutung hinter sich gebracht. In der publizistischen und sozialhistorischen Kritik an der in Deutschland und Europa verbreiteten Reaktion auf die Flüchtlingskrise rückte er gemeinsam mit Begriffen wie "Identität" und "Rassismus" in die vorderste Linie des Diskurses.

Doch Karl Heinz Bohrers Studie in zwölf Kapiteln sucht im literarischen Hasseffekt etwas ganz anderes. Nicht um den Hass als die begleitende Emotion eines politisch-weltanschaulichen Programms geht es ihm, sondern einzig um den literarischen Ausdruckswert, um die Rolle des Hasses als eines Mediums exzessiv gesteigerter Poesie. Dabei zeigt sich eine privilegierte Rolle von Charakteren des Hasses und ihres Ausdrucksvermögens in der Literatur, an deren Vorbild sich die Expressivität literarischer Sprache selbst entwickelt.

ISBN 978-3-518-42881-8     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Braver Junge – gefüllt mit Gift Schreiben, Ambivalenz, Politik und Geschlecht im Werk Joseph Roths. Von Sebastian Kiefer

Die 2. Auflage des Buches erfüllt mit den neu verfassten Wort-für-Wort-Lektüren ein Desiderat: Es bietet die erste, umfassende Darstellung des Sprachkünstlers Joseph Roth. Nur im Akt des Schreibens konnte Roth konstruktiv mit seinen heillosen inneren Ambivalenzen umgehen. Er spielte ironisch oder pathetisch, kindlich oder listig täuschend mit Klischees und Konventionen des Darstellens, Erzählens, Metaphorisierens, Idiomatisierens, der personalen und gegenständlichen Identität. Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden Klischees der Geschlechter: Sie wandern nahezu ungefiltert in Roths Literatur. Alle religiösen, politischen, biographischen Positionsbestimmungen Roths waren dagegen stets (auch) Produkte bestimmter Schreibstrategien.

ISBN 978-3-476-05107-3     54,99 €  Portofrei     Bestellen

Gegenwartsliteratur. Eine Einführung. Von Leonhard Herrmann und Silke Horstkotte

Als "Gegenwartsliteratur" wird heute meist die Literatur bezeichnet, die seit 1989/90 entstanden ist. Seit der Wende und der Wiedervereinigung hat sich so viel verändert, dass eine neue literarische Epoche angebrochen scheint. Doch wie lässt sich die Gegenwart in Literatur fassen? Und was sind die Charakteristika von Gegenwartsliteratur? - Dieser Band stellt die zentralen Debatten, Strömungen und Hauptgattungen der Literatur von 1990 bis ins Jahr 2015 dar.

ISBN 978-3-476-02578-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Zum Politischen der Dramatik von Thomas Bernhard und Peter Handke. Neue Aufteilungen des Sinnlichen. Von Christine Hegenbart

Diese Studie untersucht systematisch die politische Dimension der Dramen von Thomas Bernhard und Peter Handke. Obgleich beide Autoren als Provokateure und Skandal-Inszenatoren gelten, deren öffentliche Auftritte wie Werke heftige Debatten auslösten, fehlt bisher eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der politischen Dimension. Die Autorin schließt diese Forschungslücke mit Hilfe der Theorie des französischen Philosophen Jacques Rancières. Davon ausgehend untersucht sie die politischen Strukturen in ausgewählten dramatischen Werken sowie die Positionierung der Texte in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext.

ISBN 978-3-631-71898-8     68,95 €  Portofrei     Bestellen

Weiter im Blues. Studien und Texte zu Peter Handke. Von Karl Wagner

 "Weiter im Blues" lautet eine Szenenanweisung in Peter Handkes Stück Die Fahrt im Einbaum; in seinem Drama "Zurüstungen für die Unsterblichkeit" von 1997 wird der "alte Mitternachtsblues" mit der neuen Verfassung einer andalusischen Enklave gleichgesetzt. Früh schon hat Peter Handke den "Text des rhythm-and-blues" gemocht und immer wieder neu buchstabiert: Im weitesten Sinn entspricht Handkes Blues einer Lebensform, wie er sie in Anlehnung an Wittgenstein auch in der "Kunst des Fragens" entworfen sieht. Schreiben und Lesen als eine Lebensform könnte als existenzielles Kürzel für sein umfangreiches, vielgestaltiges Werk gesetzt werden.

ISBN 978-3-938803-22-6     21,00 €  Portofrei     Bestellen

Werke Band 1 (1902-1918), Teilband 1 (1902-1913. Von Georg Lukács

Mit diesem Teilband wird die Georg Lukács-Werkausgabe nach zehn Jahren wieder fortgesetzt. Der Band enthält, wie es in der neueren Editionsphilologie üblich geworden ist, in chronologischer Reihenfolge Lukács' Werke und Schriften bis 1918, bis zu den Texten, die u.a. für den noch ausstehenden Bd. 3 der Werkausgabe vorgesehen sind und Lukács' Eintritt in die ungarische kommunistische Partei dokumentieren. Zugrunde gelegt wurde und maßgeblich ist die ungarische Gesamtausgabe, die freilich um einige - bei Drucklegung der ungarischen Ausgabe im Jahre 1977 noch unbekannte - weitere Texte von Georg Lukács ergänzt worden ist.

ISBN 978-3-8498-1150-1     128,00 €  Portofrei     Bestellen

Werke Band 1 (1902-1918), Teilband 2 (1914-1918). Von Georg Lukács

Mit diesen beiden Teilbänden wird die Georg Lukács-Werkausgabe nach zehn Jahren wieder fortgesetzt. Die Bände enthalten, wie es in der neueren Editionsphilologie üblich geworden ist, in chronologischer Reihenfolge Lukács’ Werke und Schriften bis 1918, bis zu den Texten, die u.a. für den noch ausstehenden Bd. 3 der Werkausgabe vorgesehen sind und Lukács’ Eintritt in die ungarische kommunistische Partei dokumentieren. Zugrunde gelegt wurde und maßgeblich ist die ungarische Gesamtausgabe, die freilich um einige – bei Drucklegung der ungarischen Ausgabe im Jahre 1977 noch unbekannte – weitere Texte von Georg Lukács ergänzt worden ist.

ISBN 978-3-8498-1151-8     128,00 €  Portofrei     Bestellen

Handbuch Postkolonialismus und Literatur. Hrsg. Dirk Göttsche, Axel Dunkerund Gabriele Dürbeck

Das Handbuch bietet erstmals einen umfassenden interdisziplinären Überblick über die postkoloniale Theorie und Forschung in den Literatur- und Kulturwissenschaften. Es verbindet die Einführung in das Thema mit einer kritischen Zwischenbilanz zu diesem internationalen Forschungsfeld. Auf einen Theorieteil und die lexikalische Darstellung von postkolonialen Grundbegriffen folgen Artikel zur Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Kolonialismus und Postkolonialismus in den betroffenen Kulturräumen sowie ein Anhang mit historischen Überblicken zu einzelnen Ländern und weiterführenden Informationen.

ISBN 978-3-476-02551-7     99,99 €  Portofrei     Bestellen

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