Literaturwissenschaft

Exil unter Palmen. Deutsche Emigranten in Sanary-sur-Mer. Von Magali Nieradka-Steiner

Ein Fischerdorf bei Toulon war einst die 'Hauptstadt der deutschen Literatur'. So jedenfalls sah es Ludwig Marcuse. Nach Hitlers Machtergreifung flohen zahlreiche deutsche Literaten an die Côte d'Azur. In Sanary-sur-Mer trafen sich Ernst Toller und Bert Brecht am Hafen, hier besaß Lion Feuchtwanger ein Haus am Meer. Thomas Mann mit Frau besuchte die Kirmes, während Sohn Klaus am 'Mephisto' schrieb. Doch das Exil unter Palmen wurde bald zur Mausefalle. Bei Kriegsbeginn erklärte Frankreich die Deutschen zu feindlichen Ausländern. Wer nicht rechtzeitig nach Übersee emigrieren konnte, wurde interniert, deportiert und ermordet. Magali Nieradka-Steiner hat lange an der Cote d'Azur gelebt. Sie konnte bisher nicht bekannte Dokumente nutzen und mit den letzten Zeitzeugen sprechen. Ihr Buch erzählt eindringlich, wie sich universale Katastrophe und individuelles Schicksal in Sanary kreuzen.

Der Name Sanary-sur-Mer steht heute für Exil und Vertreibung. Zwischen 1933 und 1942 lebten hier mehr als 50 deutsche Intellektuelle, darunter Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel und Thomas Mann. Der Band entwirft ein lebhaftes Porträt der kleinen Mittelmeergemeinde und ihrer prominenten Bewohner inmitten einer Welt am Abgrund.

ISBN 978-3-8062-3656-9     24,95 €  Portofrei     Bestellen

Leben weben. (Auto-)Biographische Praktiken russischer Autorinnen und Autoren im Internet. Von Gernot Howanitz

Das Internet als das Medium der Selbstdarstellung schlechthin wird auch von russischen Autorinnen und Autoren gerne genutzt. Sie übernehmen Bilder der Schriftstellerin bzw. des Schriftstellers aus der russischen Literaturtradition, passen sie auf die kommunikativen Gegebenheiten des Web an und erschaffen sie in medialen Experimenten neu. Doch wie lassen sich die unter der Oberfläche des Web 2.0 operierenden kreativen Mechanismen identifizieren und im Kontext der Literaturtheorie verorten?

ISBN 978-3-8376-5132-4     45,00 €  Portofrei     Bestellen 
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Georg Büchners politisches Vermächtnis. »Die Bildung eines neuen geistigen Lebens im Volk suchen.« Von Hans Otto Rößer

Büchners letzter Brief an seinen Förderer Karl Gutzkow vom 1. Juni 1836 enthält eine prinzipielle Kritik an dem Projekt einer »Bewusstseinsreform« im Interesse der bürgerlichen »Minorität«. Da sich Büchner bis zu seinem frühen Tod nicht noch einmal so grundsätzlich zu politischen Fragen geäußert hat, kann dieser Brief als sein politisches Vermächtnis gelten. Was es mit seinen Forderungen auf sich hat, wird im vorliegenden Buch ausführlich unter Bezug auf gesellschaftsgeschichtliche und ideologisch-politische Konstellationen sowie auf die Werke Büchners untersucht.

ISBN 978-3-9818195-4-0     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie. Von Heike Gfrereis

»Hölderlin ist eine dem Deutschen verwandte Sprache«, fand Oskar Pastior. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung "Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie" folgt den unterschiedlichen archivierbaren Erscheinungsweisen dieser Sprache: Wie liest man Hölderlins Gedichte im Manuskript - von den frühen tammbuchversen über die Hymnen bis zu den späten Scardanelli-Gedichten? Welche Hölderlin-Erfahrungen sind überliefert - von Eduard Mörike über Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann und Paul Celan bis zu W. G. Sebald und Robert Gernhardt? Was bleibt von den Sprachen der Poesie im Archiv - von "Schön" und "Nur für Dich" über "Atmen" und "Zerlegen" bis "Verklären" und "Unsicher"?

ISBN 978-3-944469-50-8     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Arno Schmidt - "Zettel's Traum". Hrsg. Friedhelm Rathjen

Best of Bargfelder Bote: die besten und zentralsten Aufsätze aus fünf Jahrzehnten Dechiffrierarbeit zu Arno Schmidts Kultroman "Zettel's Traum".

Vor 50 Jahren erschien Arno Schmidts "Zettel's Traum", das wohl spektakulärste literarische Werk der deutschen Literatur in der zweiten Jahrhunderthälfte: 1330 Seiten im Großformat DIN A3, gedruckt als Faksimile des vom Autor hergestellten dreispaltigen Maschinenskriptes. Trotz des hohen Verkaufspreises war das Großbuch binnen weniger Wochen vergriffen und das Medienecho enorm. Arno Schmidt, zuvor nur von einem begrenzten Kreis gelesen, avancierte zum international rezipierten Kultautor.

ISBN 978-3-96707-095-8     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Der doppelte Boden. Ein Gespräch über Literatur und Kritik. Von Marcel Reich-Ranicki und Peter von Matt

Gute Literatur, hat Marcel Reich- Ranicki gesagt, ähnele einem Koffer für Schmuggelware. Auch sie hat einen doppelten Boden, in dem sich Dinge zunächst unsichtbar transportieren lassen. Und selbst wenn der Leser versteckte Bedeutungen nicht entdeckt, genießt er doch die Lektüre. Denn gute Literatur sei vor allem eines: nicht langweilig.

ISBN 978-3-311-14018-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Maxim Gorki in Saarow 1922/23. Von Christa Ebert

In das aufstrebende Heil- und Kurbad Saarow, idyllisch am Scharmützelsee gelegen, verschlug es im Winter 1922/23 auf einer Deutschlandreise den russischen Schriftsteller Maxim Gorki (1868-1936). Gorki konnte sich in Saarow nicht nur einer vorzüglichen medizinischen Behandlung unterziehen, sondern dank der guten Verkehrsverbindung nach Berlin seine zahlreichen Kontakte zu dort ansässigen russischen Verlagen und Institutionen pflegen.

ISBN 978-3-947215-62-1     8,00 €  Portofrei     Bestellen

Diskursdisko. Über Literatur und Gesellschaft. Von Enno Stahl

Seit Menschen sich in literarischer Form äußern, wird auch das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft erörtert, also die Frage nach dem Resonanzraum, in dem Literatur stattfiindet und den sie über das Medium Sprache und zumeist auch über ihre Darstellungsmotive zwangsläufiig in irgendeiner Weise interpretiert. Gibt es eine Verpflichtung, dass Literatur sich kritisch auf die Gesellschaft bezieht? Oder muss die Literatur frei sein von allen Ansprüchen, die von außen an sie gerichtet werden? Diese Alternative wurde je nach historischer Phase unterschiedlich beantwortet.

ISBN 978-3-95732-429-0     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Weltanschauungsroman 2. Ordnung. Von Florens Schwarzwälder

Robert Musil und Hermann Broch antworteten zwischen den Weltkriegen auf eine Epoche der Katastrophen, der sie mit ihren in weltanschauliche Erlösungshoffnungen verstrickten Protagonisten nah auf den Leib rückten: eine Pathogenese der bürgerlichen Welt für die 1930er Jahre. Dass sie nach 1933 die Sehnsucht ihrer Zeitgenossen nach einer "Weltanschauung" immer ernster nahmen, hat die Nachgeborenen nicht selten irritiert. Doch bezeugt noch heute ihr "Weltanschauungsroman 2. Ordnung", der hier erstmals entfaltet wird, das gewaltige historische Projekt, sich auf die Sprache der Zeit einzulassen und ihren fatalsten Tendenzen mit literarischer Einfühlung und kritischer Distanz nachzuspüren.

ISBN 978-3-8376-4996-3     44,99 €  Portofrei     Bestellen
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Deutsche Sagen. Hrsg. von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (Brüder Grimm)

Diese Texte, sagt Wilhelm Grimm, "verdienen bessere Aufmerksamkeit, als man ihnen bisher geschenkt, nicht nur ihre Dichtung wegen, die eine eigene Lieblichkeit hat und die einem jeden, der sie in der Kindheit angehört, eine goldenen Lehre und eine heitere Erinnerung daran durchs ganze Leben mit auf den Weg gibt, sondern auch weil sie schon mehrere Jahrhunderte durch unter dem Volk gelebt".

ISBN 978-3-618-62020-4     76,00 €  Portofrei     Bestellen

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