Literaturwissenschaft

Deutsche Sagen. Hrsg. von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (Brüder Grimm)

Diese Texte, sagt Wilhelm Grimm, "verdienen bessere Aufmerksamkeit, als man ihnen bisher geschenkt, nicht nur ihre Dichtung wegen, die eine eigene Lieblichkeit hat und die einem jeden, der sie in der Kindheit angehört, eine goldenen Lehre und eine heitere Erinnerung daran durchs ganze Leben mit auf den Weg gibt, sondern auch weil sie schon mehrere Jahrhunderte durch unter dem Volk gelebt".

ISBN 978-3-618-62020-4     76,00 €  Portofrei     Bestellen

Versuche über Weiss' «Ästhetik des Widerstands». Von Robert Cohen

Der fast tausendseitige Roman von Peter Weiss mit dem ungewöhnlichen Titel Die Ästhetik des Widerstands (erschienen 1975-1981), ist vom Kultbuch - von Kennern in eine Reihe mit Joyce, Proust und Musil gestellt - zum Bestseller geworden, er "gehört zu den Grundbüchern unseres Jahrhunderts" (Thomas Metscher). Doch bleiben die ungewöhnlichen Schwierigkeiten dieses Texts: sein formaler Avantgardismus, die Radikalität seines Antifaschismus, sein Festhalten an der historischen Mission der Arbeiterklasse im Kampf um die Befreiung.

ISBN 978-3-261-03974-3     61,95 €  Portofrei     Bestellen

Der George-Kreis und die Theosophie. Mit einem Exkurs zum Swastika-Zeichen bei Helena Blavatsky, Alfred Schuler und Stefan George. Von Jan Stottmeister

Die Theosophische Gesellschaft war die kulturgeschichtlich einflussreichste esoterische Institution des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Lehren vermengten Elemente indischer Religionen und des europäischen Okkultismus zu einer religiös grundierten Weltanschauung, die vor allem bei Künstlern, Intellektuellen und sozialen Eliten Anklang fand. Die Wirkungsgeschichte der Theosophie prägt auch die Geschichte des Kreises um den Dichter Stefan George. Sie ist nachweisbar in der Symbolik, mit der Georges Buchgestalter Melchior Lechter die Publikationen des Kreises versah, und im Mitgliedsregister der Theosophischen Gesellschaft, das neben Lechter auch Karl Wolfskehl und andere George-Anhänger verzeichnet.

ISBN 978-3-8353-1197-8     39,90 €  Portofrei     Bestellen

Ästhetische Distanz. Auch über Sublimierungsverluste in den Literaturwissenschaften. Abschiedsvorlesung. Von Wolfgang Riedel

Der Text gibt die Abschiedsvorlesung wieder, die der Verfasser am 5. Juli 2019 im Toscanasaal der Würzburger Residenz, zugleich Festhörsaal der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg, gehalten hat. Die Grußworte und Laudationes hielten Roland Baumhauer, Dekan der Philosophischen Fakultät, Alfred Forchel, Präsident der Universität, Dieter Wrobel, Lehrstuhl für Deutschdidaktik und Vorstand des Instituts für Deutsche Philologie, sowie drei neugermanistische Kollegen, zugleich Freunde, von auswärts, Peter-André Alt, Jörg Robert und Vahidin Preljevic.

ISBN 978-3-8260-6957-4     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Niegeschichte. Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine. Von Dietmar Dath

Mit Niegeschichte liefert Dietmar Dath eine Einführung in sein liebstes Thema: Science Fiction. Seine kenntnisreiche Theoriegeschichte und persönliche Genre-Erkundung ist eine Einladung an alle, spekulative Literatur als hochrelevant für unsere Zukunft zu begreifen - gerade weil sie von dem erzählt, was so nie stattfinden wird. Egal ob als Serie auf Netflix, im Radio oder als Comic oder Buch: Science Fiction erlebt in den letzten Jahren eine Wiederbelebung, geradezu einen Boom. Steckt dahinter Eskapismus angesichts der Schieflagen in unserer Gegenwart oder handelt es sich um den Hunger nach Möglichkeiten, die Welt anders zu denken?

ISBN 978-3-95757-785-6     38,00 €  Portofrei     Bestellen

Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft. Von Luc Boltanski

Was hat die Kriminalliteratur mit der Paranoia und den Sozialwissenschaften zu tun? Dieser Frage geht Luc Boltanski in seinem höchst originellen Buch nach. Seine Antwort: Wie die Sozialwissenschaften entsteht auch die Kriminalliteratur um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, und in diese Zeit fällt auch die Entdeckung der Paranoia in der Psychiatrie. Zusammen zeugen sie von einem sich zunehmend verbreitenden Zweifel an der "Realität der Realität", der als Symptom der Moderne gelten kann.

ISBN 978-3-518-29753-7     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Peter Handke, Jugoslawien und das Problem der strukturellen Gewalt. Von Anne Lindner

Anne Lindner nimmt die Debatte um den Autor Peter Handke während der Jugoslawien-Kriege zum Ausgangspunkt, über die literarische Artikulation den Typus der strukturellen Gewalt als Problem moderner Staatsgesellschaften zu untersuchen. Sie geht dabei auf zwei Ebenen vor: Zum einen werden die Texte Handkes auf die politischen Problemstellungen hin in ihrer politischen Äußerlichkeit gelesen; zum anderen wird mithilfe neuerer politischer Theorien ein begriffliches Instrumentarium politischer Analyse entwickelt. Wir sind nicht für die Opfer verantwortlich, vielmehr vor den Opfern. Gilles Deleuze/Félix Guattari

ISBN 978-3-8350-6094-4     54,99 €  Portofrei     Bestellen

Mit Dolchen sprechen. Von Karl Heinz Bohrer

Gerade in letzter Zeit hat der "Hass"-Begriff eine Karriere an öffentlicher Bedeutung hinter sich gebracht. In der publizistischen und sozialhistorischen Kritik an der in Deutschland und Europa verbreiteten Reaktion auf die Flüchtlingskrise rückte er gemeinsam mit Begriffen wie "Identität" und "Rassismus" in die vorderste Linie des Diskurses.

Doch Karl Heinz Bohrers Studie in zwölf Kapiteln sucht im literarischen Hasseffekt etwas ganz anderes. Nicht um den Hass als die begleitende Emotion eines politisch-weltanschaulichen Programms geht es ihm, sondern einzig um den literarischen Ausdruckswert, um die Rolle des Hasses als eines Mediums exzessiv gesteigerter Poesie. Dabei zeigt sich eine privilegierte Rolle von Charakteren des Hasses und ihres Ausdrucksvermögens in der Literatur, an deren Vorbild sich die Expressivität literarischer Sprache selbst entwickelt.

ISBN 978-3-518-42881-8     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Braver Junge – gefüllt mit Gift Schreiben, Ambivalenz, Politik und Geschlecht im Werk Joseph Roths. Von Sebastian Kiefer

Die 2. Auflage des Buches erfüllt mit den neu verfassten Wort-für-Wort-Lektüren ein Desiderat: Es bietet die erste, umfassende Darstellung des Sprachkünstlers Joseph Roth. Nur im Akt des Schreibens konnte Roth konstruktiv mit seinen heillosen inneren Ambivalenzen umgehen. Er spielte ironisch oder pathetisch, kindlich oder listig täuschend mit Klischees und Konventionen des Darstellens, Erzählens, Metaphorisierens, Idiomatisierens, der personalen und gegenständlichen Identität. Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden Klischees der Geschlechter: Sie wandern nahezu ungefiltert in Roths Literatur. Alle religiösen, politischen, biographischen Positionsbestimmungen Roths waren dagegen stets (auch) Produkte bestimmter Schreibstrategien.

ISBN 978-3-476-05107-3     54,99 €  Portofrei     Bestellen

Peter Handke und das zerfallende Jugoslawien. Ästhetische und diskursive Dimensionen einer Literarisierung der Wirklichkeit. Jean Bertrand Miguoué

Die Arbeit betrachtet Handkes umstrittene Bücher über die Auflösung Jugoslawiens aus zwei ungewohnten Perspektiven: Der Verfasser bringt seine afrikanischen Erfahrungen ein und erkennt auch in Handkes von Zuneigung bestimmtem Bild Serbiens Spuren eines kolonialistischen Blicks; die Feldtheorie Bourdieus und Genettes Systematik der Paratexte gestattet es Miguoué - in Verbindung mit einer genauen Analyse der Rezeption der Jugoslawienbücher - nachzuweisen, dass deren verbreitetes Missverstehen darauf beruht, dass sie oft in ein falsches Feld eingeordnet worden sind, in das der Publizistik und nicht in das der Literatur. Miguoués Nachweis, dass es sich bei diesen Werken um literarische und nicht in erster Linie um politische Werke handelt, überzeugt - seine Studie korrigiert ein falsches Bild von Handke.

ISBN 978-3-901064-40-1     42,00 €  Portofrei     Bestellen

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