Literaturgeschichte

Hans Fallada. Die Biographie. Von Peter Walther

»Die Geschichte eines hochbegabten Selbstzerstörers.« Thomas Hüetlin, Der Spiegel.

Populär war er schon immer, mittlerweile erkennt man seinen weltliterarischen Rang: Der Autor Hans Fallada wurde in den letzten Jahren noch einmal völlig neu entdeckt. Es ist Zeit, sich auch seiner Biographie neu zu nähern und das reiche, bislang unerschlossene Material auszuwerten. So schärfen sich selbst für den Kenner die Konturen und schließen sich die Lücken. Hier der von seinen Dämonen bedrängte Künstler, Frauenheld, Opportunist, Ex-Sträfling und Morphinist, dort der respektierte Landwirt, liebende Familienvater, sich unter Lebensgefahr vom Alptraum des Dritten Reichs freischreibende Nazi-Gegner - die dramatische Biographie einer zerrissenen Persönlichkeit.

ISBN 978-3-7466-3416-6     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Briefwechsel Heinrich Mann-Thomas Mann. Hrsg. Katrin Bedenig und Hans Wißkirchen

Der Briefwechsel von Heinrich und Thomas Mann in einer neuen Edition mit über 100 unbekannten Briefen und Postkarten.

Die Brüder Thomas und Heinrich Mann verbindet eine lange und wechselhafte Geschichte. Nach der vertrauten Nähe während ihrer Anfänge als Schriftsteller distanzierten sie sich nach und nach voneinander: unterschiedliche literarische und politische Auffassungen waren ausschlaggebend für einen Disput, der sich immer mehr zuspitzte und zum Beginn des Ersten Weltkriegs in offene Feindschaft umschlug. Erst durch den Tod der Mutter 1923 fanden die Brüder wieder zusammen, sie versöhnten sich und trafen sich wieder im französischen und amerikanischen Exil.

ISBN 978-3-10-002262-2     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Februar 33. Der Winter der Literatur. Von Uwe Wittstock

"PACKEND UND BEÄNGSTIGEND: DIE VERWANDLUNG DEUTSCHLANDS IN EINE HÖLLE AUS DIKTATUR UND TERROR." STEN NADOLNY

Es ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt die Chronik eines angekündigten und doch nicht für möglich gehaltenen Todes. Von Tag zu Tag verfolgt er, wie das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit in wenigen Wochen einem langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog.
Montag, 30. Januar. Joseph Roth will die Nachrichten, die der Tag bringen wird, nicht mehr in Berlin abwarten. Schon früh morgens fährt er zum Bahnhof und nimmt den Zug nach Paris. Thomas Mann in München derweil kümmert sich die kommenden zehn Tage kaum um Politik, dafür umso mehr um seinen Vortrag über Richard Wagner. Immer ganz dicht an den Menschen, entfaltet Uwe Wittstock ein Mosaik der bedrohlichen Ereignisse unmittelbar nach Hitlers «Machtergreifung», die auch für die Literaten in Deutschland in die Katastrophe führten.

ISBN 978-3-406-77693-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Brechts Metamorphosen. Von Jesus zu Stirner, Lenin und Lao-tse. Von Lenz Prütting

Brecht hat im Laufe seiner geistigen Entwicklung eine ganze Reihe von ideologischen Positionen eingenommen und für sein poetisches Werk fruchtbar gemacht, von denen die marxistische nur eine von vielen war. Deshalb stellt dieser neue Blick auf Brecht sein Werk als einzelne Stationen einer nach allen Seiten offenen Entwicklung dar und konzentriert sich dabei auf die Positionen, die bisher in der Forschung zu kurz gekommen, übersehen oder schlichtweg geleugnet worden sind: die nationalprotestantischen Anfänge des jungen Dichters, die enge Orientierung an der Philosophie von Max Stirner in den frühen Augsburger Dramen und die ebenso enge Orientierung an Lao-Tse in den späten klassischen Werken.

ISBN 978-3-495-49147-8     49,00 €  Portofrei     Bestellen

Brecht/Weill ›Mahagonny‹ Von Bertolt Brecht. Hrsg. Jan Knopf

Der vorliegende Band präsentiert sämtliche poetischen Texte Brechts zum Thema Mahagonny: die verschiedenen Fassungen des »Songspiels« sowie die Urfassung der »Oper in drei Akten«, dazu mehrere Vorstufen und Neufassungen einzelner Szenen; außerdem sämtliche Gedichte aus dem Umkreis, die er teilweise zunächst in seine Gedichtsammlung Bertolt Brechts Hauspostille aufgenommen hat. Es folgen Äußerungen von Brecht und auch von Kurt Weill über die Oper im allgemeinen und die Möglichkeiten ihrer Erneuerung. Die Entstehungsgeschichte von Text und Musik wird durch Erinnerungen von Zeitgenossen dokumentiert.

ISBN 978-3-518-38581-4     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Diskurse des Kalten Krieges. Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur. Von Stefan Maurer, Doris Neumann-Rieser und Günther Stocker

Anders als es die literaturhistorischen Klischees behaupten, hat sich die österreichische Nachkriegsliteratur sehr wohl mit den politischen Verhältnissen ihrer Zeit auseinandergesetzt. Jenseits der kanonisierten Namen gibt es hier Texte zu entdecken, die sich explizit in die Diskurse des Kalten Krieges einmischen, brisante Themen aufgreifen und literarisch verarbeiten. Agententhriller und Propagandadramen, Satiren und Zeitromane werden in der vorliegenden Studie im Kontext der nationalen und internationalen politischen Diskurse analysiert.

ISBN 978-3-205-20380-3     79,00 €  Portofrei     Bestellen  
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Geschichtete Identitäten. (Post-)Imperiales Erzählen und Identitätsbildung im östlichen Europa. Hrsg. Thomas Grob, Anna Hodel, Jan Miluška und Boris Previsic

Imperiale Situationen werden in den Kulturwissenschaften zunehmend auch als kulturell komplexe Möglichkeitsräume betrachtet. Wenig Aufmerksamkeit wurde bisher dem Verhältnis von subjektiv-individuellen und 'kollektiven' Zugehörigkeitskonzepten gewidmet, wie auch der Frage, wie in imperialen Kontexten Selbst- und Fremdentwürfe verhandelt werden. Scheinbar homogene Größen wie Nation oder Region können dabei höchstens von teilweiser Bedeutung sein. Kulturelle Identitäten sind im Kontext imperialer Erfahrungen historisch und lebensweltlich "geschichtete", sie zeigen Merkmale der Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Zeit- und Erfahrungsräume - und sie konstituieren und reflektieren sich nicht zuletzt in Erzählungen.

ISBN 978-3-412-50978-1     60,00 €  Portofrei     Bestellen 
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Revolutionäre Romantik. Die Oden des John Keats. Von Jenny Farrell

Ist die Dichtung des John Keats für uns heute relevant? In " Revolutionäre Romantik: Die Oden des John Keats" legt Jenny Farrell Kernbedeutungen in Keats' Oden für seine eigene Zeit wie für die unsere frei. Sie unterzieht "Ode an Psyche", "Ode an eine Nachtigall", "Ode auf eine griechische Urne", "Ode auf die Melancholie" und "An den Herbst" einer genauen Betrachtung auch im Kontext ihrer Epoche. Dabei zeigt die Autorin, wie Keats in diesen Dichtungen sein zentrales Denken entwickelt: Schönheit als Utopie eines wahrhaft menschlichens Lebens, Schönheit, die ihre Wurzeln in der Wirklichkeit hat, doch durch eine inhumane Gesellschaft unterdrückt wird.

ISBN 978-3-946946-13-7     17,00 €  Portofrei     Bestellen

Jeder schreibt für sich allein. Schriftsteller im Nationalsozialismus. Von Anatol Regnier

Wer als Autor im Dritten Reich publizieren wollte, musste sich offiziell registrieren lassen als Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Aber was bedeutete das? Wieviel Anpassung wurde verlangt? Wie war das Verhältnis zum Staat und wie das Selbstverständnis als Repräsentant des deutschen Geisteslebens? Hielt man Kontakt zu emigrierten Kollegen? Und wie stellte man sich zur Verfolgung und Deportation der Juden? Anatol Regnier hat für dieses Buch Schriftstellernachlässe und Verlagskorrespondenz gesichtet und lässt die Protagonisten ausführlich selbst zu Wort kommen. Überzeugte Nazis sind darunter, andere glaubten, das Richtige zu tun und taten das Falsche. War man als Dagebliebener, wie man sich auch drehte und wendete, Teil des Systems? Oder war es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben? Die Befunde sind oft überraschend ambivalent und sehr viel differenzierter, als die Schwarz-Weiß-Logik Nazi/Antinazi vermuten lässt.

ISBN 978-3-406-75592-7     26,00 €  Portofrei     Bestellen

"Das Märchen meines Lebens." Poetische Selbstporträts. Von Heinrich Heine

»In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks.« Heinrich Heine.

Das Frappante an Heinrich Heine, so befand einer seiner Schriftstellerkollegen, sei, dass man seine Werke nicht lesen könne, »ohne auch für die Person des Dichters eine neugierige Spannung zu empfinden.« Für die Zeitgenossen war diese sprichwörtliche »Heinesche Subjektivität« Faszinosum und Ärgernis zugleich, für heutige Leser macht gerade sie den ungebrochenen Reiz seiner Schriften aus.

ISBN 978-3-455-00628-5     24,00 €  Portofrei     Bestellen

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