BRD

Darf ich Genosse sagen? Der Briefwechsel mit Peter Hacks. Von Kurt Gossweiler und Peter Hacks

Kurt Gossweiler im Briefwechsel mit Peter Hacks (1996-2003) Die 52 Briefe, die die Partner im Laufe von mehr als sechs Jahren wechseln, bezeugen eine außerordentliche Intensität auf beiden Seiten. Sie sind verbunden im gemeinsamen Nachdenken über den gleichen, gleich grundsätzlichen Fragen: Welches sind die Klassen und die Klassenkämpfe in sozialistischen Gesellschaften? Welchen Anteil hatten Persönlichkeiten wie Nikita Chruschtschow am Zerfall des Sozialismus in der Sowjetunion und in der DDR? Wie wäre die Niederlage von 1989-90 zu vermeiden gewesen? Und welcher Organisationsformen, Bildungsformen, Kampfformen bedarf es für einen zukünftigen Sozialismus?

ISBN 978-3-359-50099-5     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Lotte Lenya und Bertolt Brecht. Das wilde Leben zweier Aufsteiger. Von Jürgen Hillesheim

Der Welterfolg der Dreigroschenoper 1928 verband zwei eigenwillige Künstlerpersönlichkeiten miteinander: Bertolt Brecht als Schriftsteller und Dramatiker und Lotte Lenya als Interpretin seiner Songs. Ihre Karrieren weisen erstaunliche Gemeinsamkeiten auf - und grundlegende Unterschiede.

Der Brecht-Forscher Jürgen Hillesheim führt erstmals die Lebensgeschichten von Lotte Lenya und Bertolt Brecht zusammen. Die zupackende Sängerin und Schauspielerin und der Begründer des Epischen Theaters waren entschlossen, mit ihrer Kunst erfolgreich zu sein - koste es, was es wolle. Jenseits von bürgerlicher Moral gelang ihnen der Aufstieg.
Zwei herausragende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts im Doppelporträt.
Geschichte der »Seeräuber-Jenny« und anderer Balladen aus der »Dreigroschenoper«.
Ein neuer Blick auf die Kultur der Weimarer Republik.
Die turbulente Geschichte einer von Streit geprägten und mit Erfolg gekrönten Hassliebe mit bisher unveröffentlichten Dokumenten und Fotografien.

ISBN 978-3-8062-4535-6     25,00 €  Portofrei     Bestellen

museum der aussterbenden mittelschicht. Von Tillmann Severin

Wie ordnen wir uns die Welt? museum der aussterbenden mittelschicht spürt der Sprache nach, in der sich Gewalt und Sehnsüchte des bundesrepublikanischen Nachkriegsdeutschland sedimentieren. Tillmann Severin fragt in seinen Gedichten nach dem Zusammenhang von Klasse und Klassifikation, nach der Macht von Zahlen, nach den Voraussetzungen von Normalität. Anhand von Familiengeschichte, Gegenständen und zeithistorischen Figuren nimmt dieses Drei-Generationen-Buch eine Ausgrabung vor, zwischen Tradition und Trostlosigkeit. Von Wilhelmshaven bis Australien folgt Severin dem Bildungsaufstieg der Eltern und den Abgründen der eigenen vermeintlichen Wohlstandsgeschichte.

ISBN 978-3-910320-05-5     19,90 €  Portofrei     Bestellen

Zeit meines Lebens. Erinnerungen eines Journalisten | Das Vermächtnis des langjährigen Chefredakteurs und Herausgebers der ZEIT. Von Theo Sommer

Die bewegenden Lebenserinnerungen eines der wichtigsten deutschen Publizisten.

Theo Sommer hat mehr als neunzig Jahre und vier deutsche Staaten erlebt: das »Dritte Reich«, die Bonner Republik, die DDR und das wiedervereinigte Deutschland. Als langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der Zeit war er einer der führenden politischen Publizisten in Deutschland. Dies ist sein Vermächtnis.

Theo Sommer beginnt seine Erinnerungen mit der Schulzeit in der NS-Ordensburg Sonthofen, dem großen Zusammenbruch und seinem demokratischen Erweckungserlebnis als einer der ersten Studenten in Schweden und den USA nach dem Krieg. Er beschreibt seinen Weg an die Spitze des deutschen Journalismus und porträtiert mittlerweile legendäre Kolleginnen und Kollegen wie Marion Gräfin Dönhoff, Rudolf Augstein, Henri Nannen und Helmut Schmidt.

ISBN 978-3-549-10058-5     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Bilder des Zeugen Schattmann. Regie: Kurt Paul Dietrich Jung-Alsen

1964 - Frank Schattmann soll vor dem Obersten Gericht der DDR in der Verhandlung gegen Hans Globke aussagen, der eng mit der Umsetzung der gegen die Juden gerichteten Nürnberger Gesetze befasst und in der BRD als Staatssekretär tätig war. Frank Schattmann lässt sein Leben Revue passieren - das Jahr 1943: Seine große Liebe und Frau Esther, die letzte Sabbatfeier der Familie, aktiver Widerstand, Deportationen bis zum KZ Auschwitz. Durch das Wiedererleben seiner unerträglichen Erlebnisse in der Nazizeit findet er nach einer Zeit von knapp 20 Jahren zu sich selbst.

EAN 4052912573857     19,95 €  Portofrei     vergriffen

Jeder für sich und Gott gegen alle. Erinnerungen. Von Werner Herzog

Zum 80. Geburtstag: die Lebenserinnerungen des großen Filmemachers Werner Herzog:

Werner Herzogs lang erwartete Erinnerungen erzählen ein Jahrhundertleben, wie es nicht einmal in einen seiner eigenen berühmten Filme passen würde. Ein immerzu hungriger Junge, mit der Mutter aus dem bombardierten München in ein bitterarmes Nest in den Alpen geflohen. Ein Jugendlicher, der ganz allein lostrampt und bald darauf im hintersten Ägypten im Fieberwahn auf den Tod wartet. Ein Liebender, ein Enthusiast, ein Getriebener: Ein Mann, der mitten im Dschungel leise auf den tobenden Klaus Kinski einredet, ein Mann, der weinend um seinen Freund Bruce Chatwin an dessen Sterbebett sitzt. Wüst und sanft, voller Lebensgier und Staunen über unsere Welt ist dieses Buch ein literarisches Ereignis.

ISBN 978-3-446-27399-3     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Volk im Wahn. Hitlers Deutsche oder Die Gegenwart der Vergangenheit. Dreizehn Erkundungen. Von Helmut Ortner

Ein Buch gegen das Vergessen. Denn: Nicht das Vergessen, sondern die Erinnerung macht uns frei. Deutschland in den Nachkriegsjahren – ein „entnazifiziertes” Volk müht sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. Geschichtsverleugnung und Geschichtsumdeutung hatten Hochkonjunktur. So verloren sich der Schrecken und die Einzigartigkeit:Der nationalsozialistische Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld relativiert. Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit gehört zur Gründungsgeschichte der Bundesrepublik. Das Geflecht der kollektiven Lebenslüge in der Adenauer-Republik: Verdrängen, Vergessen, Verleugnen. Helmut Ortners Dreizehn Erkundungen sind eine erhellende Synthese aus Erinnerung, Erkenntnis und Erzählung – mal analytisch, mal essayistisch, mal dokumentarisch.

ISBN 978-3-949774-04-1     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Filme von Peter Weiss. Regie: Harun Farocki

In den fünfziger Jahren drehte Peter Weiss Filme, zwölf kürzere und zwei längere. In ihnen vollzieht sich die Urgeschichte der Sprachfindung des Autors, geprägt vom nervösen Suchen nach neuen Ausdrucksformen auf dem Weg von der Malerei zur Literatur. Weiss experimentiert zwischen den Gattungen, sondiert die Grenzen der Avantgarde, changiert zwischen psychoanalytischer Selbstbeschau und Interesse am Sozialen, zwischen surrealistischer Collage und engagiertem Realismus. Am Ende dieser Suchbewegung steht der Abschied vom Film und der rasante Aufstieg des Schriftstellers zu einem der profiliertesten Intellektuellen in der Bundesrepublik, der mit Stücken wie Die Ermittlung und Viet Nam Diskurs für Skandale sorgte, weil er auf die Veränderung der Gesellschaft zielte.

ISBN 978-3-518-13530-3     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Schön ist die Nacht. Von Christian Baron

Das Dröhnen und die Herrlichkeit, die Bürde und die Notwendigkeit des Lebens der "einfachen Leute"

Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben.

Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein - mit katastrophalen Folgen für beide.

ISBN 978-3-546-10026-7     23,00 €  Portofrei     Bestellen

Mili bittet zum Tanz. Auf den Spuren des militanten Feminismus der Roten Zora. Hrsg. FrauenLesbenBande

Reden wir über militanten Feminismus und feministische Militanz!

Ausgelöst durch die internationale Solidarität mit den weltweiten antikolonialen Kämpfen dieser Zeit, entbrannte ab den 1970er Jahren in der BRD eine Debatte über Militanz, in die sich etwa zwei Jahrzehnte lang vehement auch die radikal-feministische Gruppe Rote Zora einbrachte. Dass die Texte und militanten Aktionen der Roten Zora heute in der linksradikalen Bewegung wieder diskutiert werden, wundert nicht. Denn so vorausschauend, wie die 'Zoras' in ihren Analysen auf Rassismus, Sexismus, globalen Kapitalismus und Kolonialismus blickten, ist es ein Leichtes, die Auseinandersetzungen aus dem damaligen Kontext ins Hier und Heute zu übertragen. Wie die Rote Zora ihre Analysen im politischen Alltag durch radikal-feministische Interventionen umgesetzt und welche Wirkungen sie damit - zum Teil bis heute - erzielt hat, zeigt das Buch in vielfältiger Weise.

ISBN 978-3-89771-341-3     14,80 €  Portofrei     Bestellen

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