BRD

Cop Culture - Der Alltag des Gewaltmonopols. Männlichkeit, Handlungsmuster und Kultur in der Polizei. Von Rafael Behr

Das Buch verbindet Tradition und Modernisierung der Polizei über den Begriff der Polizistenkultur (Cop Culture). Im Mittelpunkt stehen Alltagserfahrungen von Polizisten und die daraus abgeleiteten kulturellen Rahmungen ihrer Berufsidentität. Während Polizeikultur die Organisation als moderne Verwaltung und als Dienstleistungsagentur sieht, stehen in der Polizistenkultur die Gefahrengemeinschaft, das Einsatzgeschehen und die Lagebewältigung im Vordergrund. Polizeikultur arbeitet mit Visionen und ist nach außen gerichtet, Polizistenkultur arbeitet mit Traditionen und richtet sich in das Innere der Polizei.

Über den Alltag in der Polizei

ISBN 978-3-531-15917-1     44,99 €  Portofrei     Bestellen

Dorfroman. Von Christoph Peters

Alles scheint noch vertraut in Hülkendonck, einem Dorf am Niederrhein. Als wären die dreißig Jahre, in denen der Erzähler hier nicht mehr lebt, nie gewesen. Sein Besuch bei den Eltern beschwört die Vergangenheit wieder herauf: die idyllische Weltfremdheit der 70er Jahre, den Beginn einer industriellen Landwirtschaft, die das bäuerliche Milieu verdrängt. Und den geplanten Bau des "Schnellen Brüters", eines neuartigen Atomkraftwerks, das die Menschen im Ort genauso tief spaltet wie im ganzen Land.

ISBN 978-3-630-87596-5     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Fälscher. Als Forscher im Operativ-Technischen Sektor des MfS. Von Günter Pelzl

Günter Pelzl wuchs mit dem Leitsatz auf: "Nie wieder Krieg!" Dafür wollte er etwas tun. Schon als Schüler ließ er sich als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) des MfS anwerben und wurde überzeugter Kandidat zur Mitgliedschaft in der SED. Nach dem Studium und seiner Promotion im Fach Chemie trat er als hauptamtlicher Mitarbeiter dem Staatssicherheitsdienst bei, wo er von 1976 bis 1990 im Operativ-Technischen Sektor tätig war. 1982 wurde er von der Abteilung "Markierung und Geheimschriften" in die Abteilung 35, "Analyse, Reproduktion und Produktion von Dokumenten", versetzt und stieg dort bis zum Abteilungsleiter auf. Hier wurden unter anderem argentinische, chilenische, vietnamesische, israelische, libanesische, vor allem aber auch europäische Pässe hergestellt. Es war die Zeit, in der es in der BRD Bestrebungen gab, einen angeblich fälschungssicheren Personalausweis einzuführen.

ISBN 978-3-95841-114-2     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Mein Dörfchen Welt. Von Gina Pietsch

Ihre Biografie ist so aufwühlend, wie es ihre Liederabende sind: herzzerreißend schön und kämpferisch-mutig

Gina Pietsch gehört zu den ganz großen Brecht-Interpretinnnen. Mit ihrer markanten Stimme, die ihrem Publikum Lieder von Mikis Theodorakis bis Víctor Jara näherbringt, begeistert sie seit Jahrzehnten ihre Zuhörer. Dabei ist nicht nur ihr Repertoire international und an den sozialen Kämpfen ausgerichtet. Pietsch selbst traf Musiker von Kuba bis Vietnam, arbeitete mit namhaften Künstlern zusammen und engagiert sich nach wie vor für eine gerechtere Welt.

ISBN 978-3-355-01864-7     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Gudrun Ensslin. Die Geschichte einer Radikalisierung. Von Alex Aßmann

Gudrun Ensslin - Pastorentochter, Studienstiftlerin, Terroristin: Was sagen diese Schlagworte über die Person? Wie kam es zu ihrer Radikalisierung?
Im Fokus des Buches steht die Kehrtwendung Gudrun Ensslins aus einer vornehmlich bürgerlichen Existenz zu einem Dasein im Untergrund. Diese Wende der späteren Mitbegründerin der RAF in die Militanz und den Terrorismus scheint sich ohne nennenswerten ideologischen Anlauf vollzogen zu haben. Bis ins Jahr 1967 nimmt Ensslin beispielsweise kaum an Demonstrationen teil. Im Vordergrund steht für sie der Aufstieg ins linksliberale Kulturestablishment der Bundesrepublik, eine geplante Dissertation über Hans Henny Jahnn, schließlich auch ihr Kind. Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 markiert den Beginn ihrer Radikalisierung, die sie geradezu zur Kaufhausbrandstiftung und daran anschließend zur RAF-Gründung katapultiert.

ISBN 978-3-506-78848-1     24,90 €  Portofrei     Bestellen

BRD unterstützte Massenmord in Indonesien.

Massaker in Indonesien 1965 - 1966 → Wikipedia

  • Kartell des Schweigens Das Massaker in Indonesien 1965/66 (Teil I): Die Verstrickungen der damaligen Bundesregierung und des Bundesnachrichtendienstes mit der Militärjunta waren weitaus tiefer, als bislang angenommen Von Rainer Werning → Junge Welt 23.07.2020
  • Präventive Konterrevolution Das Massaker in Indonesien 1965/66 (Teil II und Schluss): Was für die politische Führung in Washington im Zuge ihres Aggressionskrieges in Indochina mit einem Debakel endete, glückte US-Militärstrategen in dem südostasiatischen Inselstaat Von Rainer Werning → Junge Welt 24.07.2020
  • Operation "Föhrenwald" Der Genozid und Deutschlands heimliche Hilfe. Von Jonas Müller-Töwe → t-online 13.07.2020
  • Genozid in Indonesien Der Bundespräsident und die Putschisten Als Staatssekretär ließ Karl Carstens deutsche Waffen verdeckt in alle Welt verschiffen. Indonesiens Militär unterstützte er mutmaßlich beim Putsch. Nach den Massakern wurde er Bundespräsident. Von Jonas Müller-Töwe → t-online 13.07.2020
  • "Die Täter konnten gar nicht aufhören, zu prahlen". Hunderttausende Tote innerhalb weniger Monate: Der Massenmord in Indonesien ist eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Die Täter werden noch heute gefeiert. Von Philip Friedrichs, Arno Wölk t-online 13.07.2020
  • Geheimdokument: Deutschland unterstützte Massenmord in Indonesien. Der indonesische Massenmord an vermeintlichen Kommunist*innen 1965 gilt als eines der schwersten Menschheitsverbrechen nach dem Holocaust. Nun freigegebene Dokumente belegen die deutsche Unterstützung bei der „Säuberungsaktion“. → ANFNews 13.07.2020
  • Beihilfe zum Massenmord. Neue Dokumente belegen Kooperation bundesdeutscher Stellen mit Indonesiens Militär während Putsch und Massenmord 1965/66. → German Foreign Policy 14.07.2020
  • Geheimakten ausgewertet Deutschland deckte blutigen Putsch. Die deutsche Botschaft in Indonesien wusste im Jahr 1965 vom geplanten Militärputsch, in dessen Zuge die Junta um General Suharto mindestens eine halbe Million Menschen ermordete. Das geht aus einem ehemals geheimen Dokument der US-amerikanischen Auslandsvertretung hervor. Von Jonas Müller-Töwe → t-online 21.10.2017

 

Indonesien: Ein Blog gegen das Vergessen | Alle Internetze | → ARTE 30.04.2018

Das Treuhand-Trauma. Die Spätfolgen der Übernahme. Von Yana Milev

Seit Jahren untersucht die Schweizer Soziologin Yana Milev, was beim Untergang der DDR und danach mit den Ostdeutschen passiert ist. Sie hat die Auswirkungen der Bonner Abwicklungs- und Anschlusspolitik seziert und die mediale Begleitung der Übernahme analysiert. Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht die Treuhandanstalt als Vollstreckerin des politischen Willens der Mächtigen der alten Bundesrepublik. Milev spricht deutlich und offen aus, was die Politik verschweigt. Ihre Thesen lauten: Die "friedliche Revolution" - sie war keine. Die Abwesenheit physischer Gewalt bedeutete nicht, dass es nicht psychischen Druck und andere Formen der Übernahme gab. Zweitens: "Wir sind ein Volk" - mitnichten. Die Ost- und die Westdeutschen haben aufgrund der komplementären gesellschaftlichen Entwicklungen unterschiedliche Erfahrungen. Drittens: Die "Wiedervereinigung" - es war keine. Es haben sich nicht zwei Staaten vereinigt, sondern der eine übernahm den anderen.

ISBN 978-3-360-01359-0     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Hinter uns die Zukunft. Mehr als eine Autobiografie. Von Thomas Freitag

Zum 70. Geburtstag legt der Großmeister des politischen Kabaretts seine Autobiografie vor. Ein privates und politisches Kaleidoskop voller Geschichten und Anekdoten. Ein erhellender und gar nicht leiser Blick zurück.
So doof, wie wir manchmal scheinen, sind wir vielleicht gar nicht. Oder doch? Thomas Freitag, Schauspieler, Kabarettist, Autor, hat sich als glänzender Unterhalter, scharfsinniger Parodist und Beobachter des alltäglichen Wahnsinns bei Hunderten von Auftritten ein imponierend großes Publikum erspielt. Und dies nicht nur in seinen Glanzrollen als Willy Brandt, F.J. Strauß, Helmut Kohl oder Marcel Reich-Ranicki.

ISBN 978-3-86489-226-4     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Noch einmal über die Bücher gehen. Texte aus einem geteilten Historikerleben. Von Manfred Weißbecker

Zwischen Manfred Weißbeckers Anstellung am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der rigiden "Abwicklung" der DDR-Geschichtswissenschaft lagen drei Jahrzehnte umfangreicher Lehr- und Forschungsarbeit des Autors. Letztere betraf vor allem die Geschichte bürgerlicher und kleinbürgerlicher deutscher Parteien und Verbände, der Weimarer Republik und des Faschismus. In diesen dreißig und in den dreißig darauf folgenden Jahren entstanden neben dem vierbändigen Lexikon zur "Parteiengeschichte 1789 bis 1945" und anderen, oft gemeinschaftlich verfassten Büchern (unter anderem zur Geschichte der NSDAP und zu Hitler) auch zahlreiche kleinere Publikationen und Vortragstexte.

ISBN 978-3-89438-723-5     32,00 €  Portofrei     Bestellen

Zeitung für Deutschland. Die Geschichte der FAZ. Von Peter Hoeres

Die FAZ - wie eine Zeitung die Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik beeinflusst.
Ihre publizistische Stimme hat Gewicht: Seit der Gründung der Bundesrepublik gibt es keine politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Debatte ohne die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie prägt nicht nur die Diskussionen, sondern setzt Themen in Politik, Wirtschaft und Kultur.

Der renommierte Historiker Peter Hoeres schildert die siebzigjährige Geschichte der Zeitung anhand der entscheidenden Köpfe und Ereignisse. Von den Auseinandersetzungen um das Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit, über die Jahre des Kalten Krieges bis hin zur Zukunft Europas, der Rolle des Islam oder der Bedeutung des digitalen Wandels erzählt er damit ein Stück deutscher Zeitgeschichte:

ISBN 978-3-7109-0080-8     28,00 €  Portofrei     Bestellen

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