DDR

Geheime Dienste. Die politische Inlandsspionage des BND in der Ära Adenauer. 2 Bände. Von Klaus-Dietmar Henke

Bahnbrechende Enthüllungen über die dunkle Seite der Adenauer-Ära. Herrschaftsgrundlage des ebenso bedeutenden wie bedenkenlosen Gründungskanzlers und CDU-Chefs Konrad Adenauer war auch sein Missbrauch des BND für die eigene Machtsicherung. Das enthüllt dieses monumentale Werk nach uneingeschränkter Auswertung aller Geheimakten. Die antiliberale Führungsgruppe des BND um Reinhard Gehlen arbeitete Kanzleramtschef Hans Globke mit ihrer gesetzeswidrigen politischen Inlandsspionage - namentlich gegen die SPD-Spitze - in nahezu symbiotischer Verbundenheit entgegen.

ISBN 978-3-96289-157-2     98,00 €  Portofrei     Bestellen

Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90. Band 5: Zeugnisse. Teil I: Fotografie Hrsg. Yana Milev, Philipp Beckert, Marcel Noack

Seit das »Ende des Kommunismus« auf 1990 festgeschrieben und der »Unrechtsstaat DDR« der Justiz übergeben wurde, inszenieren neue Institutionen, Stiftungen und Behörden auf Bundesebene den ökonomischen, kulturellen und moralischen Erfolg des Rechtsstaates. Dabei wird die Mehrheit der Neubürger mit Schockereignissen des krassen sozialen Wandels und der gesellschaftlichen Stigmatisierung konfrontiert. Konzepte wie »Transformation«, »Modernisierung« und »Demokratisierung« treten als Euphemismen auf, die über eine neoliberale Annexion der »Neuländer« hinwegtäuschen. Das Investmentprojekt »Aufschwung Ost« ist ein Laborfall der Globalisierung. Über eine Aufarbeitung der DDR im Totalitarismus- und Diktaturenvergleich hinaus ist eine politische Soziologie der Landnahme, des Gesellschaftsumbaus und des strukturellen Kolonialismus in Ostdeutschland längst überfällig.

 

ISBN 978-3-631-81991-3     114,00 €  Portofrei     Bestellen

"Als die Mauer fiel, war ich in der Sauna." Gespräche über den Wahnsinn unserer Zeit. Von Arno Luik

Arno Luiks Interviews beginnen oft mit provozierenden Fragen, schon mit der ersten Antwort wird der Leser in diese Gespräche hineingezogen - und liest Dinge, die er anderswo nicht gelesen hat. Arno Luik verführt seine Gegenüber von Beginn an zu einer erstaunlichen Offenheit und schafft es, Brisantes aus ihnen herauszukitzeln. Dieser Gesprächsband ist eine faszinierende Zeitreise, in der sich Geschichte auf eine mitreißende Weise entfaltet: anekdotisch, politisch, intim. Sie zeigt, warum wir wurden, wer wir sind: eine zerrissene, eine verstörte, manchmal trotzdem schöne Welt - um die es sich lohnt, zu kämpfen.

ISBN 978-3-86489-361-2     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Es kommt dein Tag, Genosse Spartakus! Erinnerungen an den Antifaschisten, Schriftsteller und Dramaturgen KuBa (Kurt Barthel) Hrsg. Jochen Barthel

Weggefährten, Mitstreiter, Freunde des Antifaschisten, Dichters und Dramaturgen KuBa (1914 - 1967) kommen zu Wort: Genossen aus den Jahren des Exils, aber auch Angehörige der DDR-Gründergeneration; enge Vertraute, die von wichtigen Stationen in seinem Leben berichten und Leser des "Arbeiterjungen mit heißem Herzen und großem Talent" (Anna Seghers über KuBa). Unversehens wird dieser Erinnerungsband zu einem lebendigen Geschichtsbuch, das die DDR nicht von ihrem Ende her (um-)interpretiert, sondern uns "Nachgeborenen" ihre Gründung und frühen Jahre historisch wahrhaftig nahebringt.

ISBN 978-3-96170-047-9     14,80 €  Portofrei     Bestellen

Werners wundersame Reise durch die DDR. Von Wilhelm Domke-Schulz

Ein Monolog. Über 500 Seiten lang und frei von der Leber weg, ungeschliffen und wie in Eile aufs Band gesprochen. Werner, des Autors Alter ego, erinnert sich, als das letzte Stündlein der DDR geschlagen hat, jener Jahre, die er in diesem Land verbracht hat. In scheinbar banalen Begebenheiten, die ihm widerfuhren, werden Charakter und Zustand der Gesellschaft sichtbar. Der Kauf einer elektrischen Bohrmaschine in einem Laden an der Berliner Karl-Marx-Allee gerät zu einem Abenteur wie etwa ein Autounfall in Polen. 

ISBN 978-3-947094-44-8     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Schmerz des Westens. Deutschlands systemisches Erbe. Von Detlef Stapf

Detlef Stapf unternimmt den Versuch, 30 Jahre deutsche Einheit als einen kommunikativen Prozess zwischen Ost und West zu untersuchen, der von Störungen gekennzeichnet ist. Die Problemlagen der neuen Bundesländer sieht er weniger als ein post-sozialistisches Phänomen, sondern eher als Reaktion auf eine wahrgenommene politische Fremdbestimmung. Dabei erfährt die Transformation der ostdeutschen Gesellschaft ihre Einbettung in das Kontinuum deutscher und internationaler Geschichte.

ISBN 978-3-947965-09-0     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Mike Oldfield im Schaukelstuhl. Notizen eines Vaters. Von Werner Lindemann

Mecklenburg. DDR. 1982. Neun Monate im Leben des 19-jährigen Till Lindemann. Beobachtet von seinem Vater.

Neun Monate lang lebte der 19-jährige Till Lindemann Anfang der 80er-Jahre bei seinem Vater auf dem Land in Mecklenburg und machte dort eine Lehre als Stellmacher in einer LPG. Werner Lindemann, ein in der DDR bekannter Kinderbuchautor, beobachtet das konfliktreiche Zusammenleben mit seinem Sohn - manchmal mit Unverständnis und Ärger, aber auch mit Respekt und Neugier: die frühen Liebesgeschichten des Sohns, Alkoholeskapaden, das Aufbegehren gegen die spießigen Verhältnisse in der späten DDR, die Natur, die Sehnsucht nach Aufbruch. Zugleich erinnert sich der Vater an die eigene Jugend in den letzten Kriegsjahren und beobachtet die politischen Konflikte der damaligen Gegenwart.

ISBN 978-3-462-05466-8     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Deutsche Wechseljahre. Nachdenken über Literatur und Bildende Kunst. Von Michael Hametner

Dreißig Jahre ist Deutschland mittlerweile wieder eins, aber vereint ist es noch nicht. Der Literaturkritiker Michael Hametner unternimmt daher einen Streifzug durch die an Missverständnissen reiche Geschichte der deutschen Einheit in Literatur und Bildender Kunst. Dabei hat er viele trennende Geschichten gefunden. Sie sollen dem Glücksfall der deutschen Einheit nicht widersprechen. Aber ein Beitritt ist nun mal keine Einigung. Oft liegen Ursachen für das Uneinssein in den ersten Jahren der deutschen Einheit. Ob deutsch-deutscher Literatur- und Bilderstreit oder verunglückte »Vereinigungen« von Künstlerverbänden und Akademien: Viele Beispiele zeigen, wo Ostdeutschen Wunden geschlagen wurden, die noch immer nicht verheilt sind.

ISBN 978-3-96311-556-1     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Anna Seghers im Garten von Jorge Amado. Von Robert Cohen

Es gibt ein Foto von Anna Seghers in einem tropischen Garten, inmitten wild wuchernder Vegetation, ein Notizbuch auf den Knien. Das Bild entstand 1963 im Garten des Hauses von Jorge Amado in Brasilien. Cohen imaginiert einen kurzen Augenblick des Nachdenkens der Dichterin, nicht in die DDR zurückzukehren; die Abwägung zwischen unerfüllten Träumen von einem zwar befreiten, aber als einschnürend empfundenen sozialistischen Alltag und dem scheinbar paradiesischen Traum von Exotik und individueller Befreitheit.

ISBN 978-3-86730-211-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Red Metal. Die Heavy-Metal-Subkultur der DDR. Von Nikolai Okunew

Heavy-Metal-Fans waren in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre die vermutlich größte jugendliche Subkultur in der DDR. Sie gingen arbeiten, denn Schallplatten, ihr Outfit und Shopping-Fahrten nach Budapest waren teuer. Für Politik interessierten sie sich jedoch kaum. Die SED war deshalb verunsichert, wie sie mit der Jugendkultur umgehen sollte, und bemühte sich letztlich erfolglos, die Metal-Szene für ihre Ziele einzuspannen. Nikolai Okunew erzählt auf der Basis umfassender Archivrecherchen, dutzender Interviews und der breiten Szene-Überlieferung die Geschichte der Heavy-Metal-Szene in der DDR.

ISBN 978-3-96289-138-1     25,00 €  Portofrei     Bestellen

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