»Denken ist heute überhaupt nicht mehr Mode«. Tagebuch 1940–1945. Von Anna Haag

Im Mai 1940 beginnt Anna Haag, 52 Jahre alt und Journalistin, ein schonungslos offenes und regimekritisches Tagebuch zu führen, das sie über Jahre im Kohlenkeller versteckt. Sie hört ihren Mitmenschen genau zu - in der Straßenbahn, bei Behördengängen oder in Geschäften. In pointierten Skizzen hält sie fest, was ganz gewöhnliche Deutsche schon während des Zweiten Weltkriegs über die Judenvernichtung und die Verbrechen des NS-Regimes wussten. Sie erzählt mit Ironie und Klarheit von Hamsterfahrten im Stuttgarter Umland, von verbotenen Treffen zum BBC-Hören oder von Wortgefechten mit ihrem Lieblingsgegner, dem regimetreuen Apotheker.

ISBN 978-3-15-011313-4     35,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Aufzeichnungen der späteren Politikerin erscheinen nun erstmals vollständig in der von Anna Haag selbst vorbereiteten Zusammenstellung.

»Das Tagebuch der Anna Haag ist den berühmten Tagebüchern des Romanisten Victor Klemperer zur Seite zu stellen.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Leseprobe des Verlags

Anna Haags aufwühlendes Buch zum Kriegsende. Eine Stuttgarterin schrieb zwischen 1940 und 1945 ein Tagebuch, das Antworten auf diese Frage gibt: Wie konnte unser Volk so tief sinken? Götz Aly → Berliner Zeitung 4.5.2021

Die Autorin:

Anna Haag (1888–1982) war Schriftstellerin, Journalistin und Politikerin. Nach 1945 engagierte sie sich für den Wiederaufbau und zahlreiche soziale Projekte. Für die SPD saß sie als Abgeordnete im ersten baden-württembergischen Landtag, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz ist ihr Verdienst. 1958 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Anna Haag, Pazifistin und evangelische Feministin
ChrisMon Magazin Youtube 18.03.2019

 

Erstellt: 07.05.2021 - 08:46  |  Geändert: 07.05.2021 - 08:47

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