Revolte

Wir sollten uns vertrauen. Der Aufstand in gelben Westen. Von Luisa Michael

Der Aufstand der Gelbwesten ist nicht vorbei - im Gegenteil, er scheint der Anfang von etwas zu sein, dem ein libertärer Zauber innewohnt.

Die "Gilets jaunes" haben die Gräben, die Frankreich zerreißen, schlagartig ausgeleuchtet: zwischen gleißender Metropole und vergessener Provinz; zwischen denen, die von der Abschaffung der Vermögensteuer profitieren, und denen, die auch mit Job kaum über die Runden kommen; zwischen denen mit allen Möglichkeiten und denen im gnadenlos ratternden Hamsterrad des Überlebens.
Die "Ökosteuer" auf Benzin war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat: Die Unzufriedenheit über massive soziale Ungerechtigkeit und eine undemokratische Präsidialherrschaft explodierte und wurde rasch zu einer beflügelnden und konstruktiven Wut. Die Forderungen nach echter demokratischer Teilhabe, sozialer Gerechtigkeit und wirkungsvoller Umweltpolitik einigen die äußerst heterogene Bewegung: Sehr unterschiedliche Segmente der französischen Gesellschaft entdecken bei den Gelbwesten ihre Gemeinsamkeiten, lernen sich kennen und respektieren, agieren zusammen und bilden seither ein neues politisches Subjekt, das sich nicht festlegen oder vereinnahmen lässt.

ISBN 978-3-96054-213-1     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Klasse, Krise, Weltcommune. Beiträge zur Selbstabschaffung des Proletariats. Hrsg. Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft

"Was die Lohnabhängigen nicht mehr aufrechterhalten, können auch Panzer nicht retten."

Die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft treiben jenseits von kurzatmigem Aktivismus und selbstgenügsamem Seminarmarxismus seit gut fünfzehn Jahren die Kritik des jetzigen Zustands voran. Die von ihnen mit herausgegebene Zeitschrift "Kosmoprolet" versteht sich als Beitrag zur Organisierung eines sozialrevolutionären Pols. Mit ihren Texten, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, haben sie immer wieder politische Debatten ausgelöst.

ISBN 978-3-96054-206-3     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Sprachen der Ermächtigung. Von Stephen D'Arcy

"Wenn eine Unterschriftensammlung ignoriert wird, warum dann nicht auf einer Autobahn oder Brücke den Verkehr blockieren? Wenn die Beteiligung an einer Wahl keine Folgen hat oder ein Brief an öffentliche Amtsträger innen sich als unwirksam erweist, warum nicht zu einem Aufruhr oder einem Generalstreik übergehen? Wie wäre es, einen Betrieb zum Stillstand zu bringen oder Widerstand gegen Polizei oder Gerichte zu leisten?" - Stephen D'Arcy

In beeindruckender Ausführlichkeit widmet sich Stephen D'Arcy der Frage, ob und wann militante Aktionsformen gerechtfertigt sind. Was ist Militanz überhaupt? Gibt es verschiedenen Formen von Militanz, und was sind ihre jeweiligen Vorzüge und Nachteile? Welche dieser Formen sind wann und unter welchen Voraussetzungen angemessen und vertretbar?

ISBN 978-3-89771-269-0     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Dynamik der Revolte. Über vergangene und kommende Aufstände. Von Éric Hazan

"Wenn die Aufständischen die Macht stürzen und den Staatsapparat und die Verwaltung zerstören, bricht das stets als apokalyptische Drohung beschworene Chaos nicht aus. Alle Berichte stimmen darin überein: In diesen außergewöhnlichen Tagen entsteht eine kollektive Freude, das Gefühl einer wiedergefundenen Schwesterlichkeit und die Erfindung neuer Lebensformen." - Éric Hazan

Auf der Suche nach Erkenntnissen, die dazu beitragen können, den herrschenden Pessimismus zu überwinden und wieder aktiv zu werden, durchstreift Éric Hazan 220 Jahre Revolutionsgeschichte: von der Stürmung der Bastille bis zum Sturz von Ben Ali und Mubarak.

ISBN 978-3-89771-268-3     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Gewalt. Macht. Widerstand. Streitschrift um die Mittel zum Zweck anlässlich des G20 in Hamburg. Von Andreas Blechschmidt

Das Projekt einer emanzipatorischen linken Alternative zum kapitalistischen System ist auch mit der Frage der Mittel zu dessen Überwindung verbunden. Beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg waren es die Bilder des Protestes, die die öffentliche Wirkung des Treffens bestimmt haben. Militante Aktionsformen spielten dabei eine wichtige Rolle.

Blaue Jungs mit roten Fahnen. Die Volksmarinedivision 1918/19. Von Klaus Gietinger

Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten 'Hamburger Punkte' annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne.

ISBN 978-3-89771-263-8     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Konterrevolution. Der Rückzug des liberalen Europa. Von Jan Zielonka

In vielen europäischen Ländern sind rechte Bewegungen im Aufwind. Oder mit den Worten Jan Zielonkas: Eine Konterrevolution ist in Gang gekommen. Im Jahr 1990 sah das noch ganz anders aus. Der Eiserne Vorhang war gefallen und Zielonkas Lehrer Ralf Dahrendorf begrüßte eine Revolution in Europa; es herrschten Euphorie und Aufbruchstimmung. Mittlerweile liegt die Europäische Union in Scherben, weil die politischen Eliten marktradikalen Ideen nachgelaufen sind und die liberale Demokratie verraten haben.

ISBN 978-3-593-51009-5     19,95 €  Portofrei     Bestellen

Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn. »68« und das Ringen um menschenwürdige Arbeit. Von Wolfgang Hien und Peter Birke

Der frühere Gewerkschaftsaktivist und heutige Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien ( 1949) diskutiert mit dem Historiker Peter Birke ( 1965) über die Lehrlingsbewegung und politische Betriebsarbeit seit Mitte der 1960er Jahre. Nach seinem späten Studium engagierte Wolfgang Hien sich für eine kritische und - sowohl für die Unternehmen als auch für Gewerkschaften - oft unbequeme Arbeitswissenschaft, die sich an der Situation der Lohnabhängigen orientiert und für Menschenwürde in der Arbeitswelt eintritt. Ein lebendiges, reflektiertes, auch persönliche Erlebnisse und Verletzungen nicht aussparendes Gespräch, das in diesem Buch eingefangen und erläuternd eingerahmt wird.

ISBN 978-3-89965-829-3     22,80 €  Portofrei     Bestellen

Assata. Von Asata Shakur

Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, erzählt in ihrer Autobiografie mit kraftvoller, authentischer Stimme vom tief verwurzelten Rassismus in den USA und vom Aufbruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie zeichnet ein bewegendes Bild ihrer Kindheit bei den Großeltern im South Carolina der frühen 1950er-Jahre und ihrer Jugend in den Straßen der Bronx, berichtet detailliert über ihre Zeit im Gefängnis und über die rassistische Struktur des US-amerikanischen Justizsystems. In den Text eingestreut sind Gedichte Assata Shakurs, die erahnen lassen, was es bedeutet, schwarz, Frau und Revolutionärin zu sein.

ISBN 978-3-944233-78-9     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Ein General kommt aus dem Dschungel. Von B. Traven

B. Traven schrieb nicht für Literaturkritiker, aber seine Werke waren äußerst populär bei kleinen Angestellten, Arbeitern, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und Kommunisten. Er sprachihre Sprache, verstand es, sie aufzurütteln. Kein Wundere also, dass Travens Romane exklusiv in der Büchergilde Gutenberg erschienen, einer Buchgemeinschaft, die zur Gewerkschaftsbewegung gehörte. Eine Sonderstellung nahm „Ein General kommt aus dem Dschungel“ ein. Dieser zum sogenannten Caoba-Zyklus gehörende Roman, war auch den Lektoren der Büchergilde zu radikal, so dass die Erstausgabe bei Allert de Lange in Amsterdam erschien.

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